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MEDICA 2012: Den Grundlagen neurologischer Erkrankungen auf der Spur

12.11.2012
Forschungszentrum Jülich vom 14. bis zum 17. November 2012 auf der Düsseldorfer MEDICA Messe am Gemeinschaftsstand des Landes NRW (Halle 3, C80) vertreten

Bis zum Jahr 2050 werden rund 30 Prozent der europäischen Bevölkerung über 65 Jahre alt sein. Das zunehmende Lebensalter ist oft mit schwerwiegenden Erkrankungen verbunden. Sie bringen für Patienten und ihre Angehörigen häufig einschneidende Veränderungen und Belastungen mit sich.

Eine wirksame Prävention, Früherkennung oder Therapie von diesen, auch für die Gesellschaft sehr kostenintensiven Krankheiten steht daher im Mittelpunkt der Jülicher Forschung.

9komma4: Der neue Blick ins Gehirn
Physiker, Mediziner, Chemiker und Biologen konzipieren gemeinsam mit der Industrie neue bildgebende Verfahren und entwerfen neue Pharmaka. Durch die Verbindung eines 9,4 Tesla Magnetresonanztomografen und eines Positronenemissionstomografen haben sie ein weltweit einzigartiges Hybridgerät geschaffen. Es löst aufgrund seiner hohen Feldstärke Hirnstrukturen detaillierter auf als je zuvor und macht gleichzeitig physiologische und biochemische Aktivitäten sichtbar – eine wichtige Voraussetzung für die Entwicklung neuer Verfahren zur Diagnose und Therapie neurologischer Hirnerkrankungen.

Intelligenter Algorithmus gegen Tinnitus und Parkinson

Rund 14 Prozent der Bevölkerung leiden an Tinnitus. Ursache für das permanente Ohrgeräusch sind Fehlsteuerungen im Gehirn, bei denen Nervenzellen übermäßig und gleichzeitig Signale abfeuern. Der Stimulationsalgorithmus Coordinated Reset (CR®) schickt - individuell angepasst - schwache Impulse an die krankhaften, hochsynchronen Zellverbände und führt sie so nachhaltig in ein "gesundes Chaos" zurück. Um die Methode zum Patienten zu bringen, gibt es seit 2005 die Firma ANM Adaptive Neuromodulation GmbH, eine Ausgründung aus dem Forschungszentrum. Sie hat bereits im Februar 2010 die Zulassung für den handlichen Neurostimulator T30 CR zur Tinnitus-Therapie erhalten. Seitdem werden HNO-Fachärzte im Umgang damit geschult und bieten die Therapie erfolgreich an. Ein ähnlicher Algorithmus wird auch bei einer zweiten klinischen Anwendung, einem Hirnschrittmacher gegen Parkinson, erprobt.

Alzheimer frühzeitig erkennen

In Deutschland gibt es über eine Million Demenzkranke, die meisten leiden unter Alzheimer. Eine Heilung ist bis heute nicht möglich, lediglich einige Symptome können gelindert werden. Jülicher Wissenschaftler verfolgen zwei verschiedene Ansätze, um die – meist viel zu spät und oft falsch diagnostizierte – Krankheit früher zu erkennen. Zum einen suchen sie nach Biomarkern in Körperflüssigkeiten der Patienten, die den Beginn der Krankheit anzeigen. Zum anderen arbeiten sie am Nachweis von krankhaften Ablagerungen im Gehirn. Dafür sind molekulare Sonden nötig, etwa das Peptid D1, die an die pathologischen Plaques binden und sie für bildgebende Methoden sichtbar machen. Zusätzlich untersuchen die Wissenschaftler auch die Wirksamkeit und den Wirkmechanismus therapeutisch aktiver Substanzen wie des verwandten Peptids D3, das die Bildung von Plaques und die dadurch hervorgerufenen Demenzsymptome

Ansprechpartner:
Dr. Dagmar Jürgens, Technologie-Transfer
Telefon 02461 61-2751
d.juergens@fz-juelich.de

Pressekontakt:
Tobias Schlößer
Tel. 02461 61-4771
t.schloesser@fz-juelich.de

Tobias Schlößer | Forschungszentrum Jülich
Weitere Informationen:
http://www.fz-juelich.de

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