Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

LZH zeigt das Einsatzpotenzial des Lasers in der industriellen Fertigung auf der LASYS 2016

27.05.2016

Vom 31. Mai bis 02. Juni 2016 kommen internationale Branchenvertreter aus der Lasermaterialbearbeitung zur Fachmesse LASYS nach Stuttgart, um sich über Innovationen, Weiterentwicklungen und Trends auszutauschen. Auch das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) präsentiert dort gemeinsam mit der LZH Laser Akademie aktuelle Forschungs- und Entwicklungsergebnisse, ein umfangreiches Dienstleistungsspektrum sowie Weiterbildungsangebote für Laseranwender aus der Industrie.

In Halle 4 auf Stand E35 präsentiert das niedersächsische Forschungsinstitut Exponate und Dienstleistungen rund um die Lasermikrobearbeitung mit Ultrakurzpulslasern, das Laserschneiden unter Wasser und die Additive Fertigung.

Hochpräzise und hochflexibel: Mikrostrukturen, Sensoren und funktionale Oberflächen mit dem Laser fertigen


Effiziente Prozesse: Exponat zur modellhaften Darstellung des Unterwasserschneidens mit dem Laser.

Foto: LZH


Individuelles Magnesium-Implantat, hergestellt mittels optimiertem Selektivem Laserstrahlschmelzen (SLM).

Foto: LZH

Die Lasermikrobearbeitung ermöglicht Herstellungsprozesse für Bauteile, die mit klassischen Fertigungstechniken nicht umsetzbar sind. Eingesetzt werden hierbei Ultrakurzpulslaser, die mit Pulsdauern im Piko- und Femtosekundenbereich nahezu alle festen Werkstoffe mit hochpräzisen und beständigen Strukturen versehen können.

Neben den flexibel einsetzbaren Lasern ist ein weiterer Vorteil dieses Verfahrens, dass die thermischen und mechanischen Schäden vernachlässigbar sind. So lassen sich beispielsweise Dünnschicht-Dehnungsmesssensoren zur Messung von Kräften und Momenten direkt auf das jeweilige Bauteil aufbringen. Pikosekundenlaser erzeugen auf diese Weise mittels Laserstrukturieren funktionale Oberflächen mit variablen Geometrien, die im Tiefdruck in der organischen Elektronik Anwendung finden.

Metalle schneller und kostengünstiger unter Wasser schneiden

Arbeiten unter Wasser sind derzeit oft zeitintensiv und für die Taucher körperlich sehr belastend. Das LZH entwickelt deshalb ein automatisiertes laserbasiertes Schneidverfahren, mit dem sich die Bearbeitungsgeschwindigkeit signifikant erhöhen lässt.

Hauptanwendungsgebiet ist aktuell das Schneiden von Spundwänden. Aber auch für die Reparatur von Offshore-Anlagen und Schiffen sowie den Rückbau von Kernkraftwerken oder den Unterwasserbergbau ist dieser laserbasierte Prozess geeignet.

Additive Fertigung mittels Selektivem Laserstrahlschmelzen und Laserauftragschweißen

Das Selektive Laserstrahlschmelzen (engl. Selective Laser Melting, SLM) ermöglicht es, kleinste dreidimensionale Strukturen, komplexe Bauteile oder individuelle Implantate praktisch aus dem »Nichts« zu generieren. Das LZH entwickelt Prozesse für die additive Fertigung belastungsangepasster Bauteile und für die Verarbeitung von Sondermaterialien, wie etwa Magnesium.

Mittels Selektivem Laserstrahlmikroschmelzen (SLµM) lassen sich so auch Bauteilauflösungen von <30 µm erzielen. Weisen hochwertige Maschinenkomponenten Beschädigungen auf, kann die Reparatur häufig mittels Laserauftragschweißen (engl. Laser Metal Deposition, LMD) erfolgen. Durch das Aufbringen von Schichten per LMD lassen sich dreidimensionale Oberflächen zudem vor Verschleiß und Korrosion schützen.

Weiterbildung zur „Fachkraft für Additive Fertigung"

Die LZH Laser Akademie GmbH, eines der führenden Weiterbildungszentren der angewandten Lasertechnik, bietet zusammen mit der Schweißtechnische Lehr- und Versuchsanstalt (SLV) Hannover als bundesweit erste Einrichtung eine neue zertifizierte Weiterbildung zur „Fachkraft für Additive Fertigung“ an. In diesem fünftägigen Lehrgang erlernen qualifizierte Facharbeiter, Meister und Techniker die Bedienung von Anlagen zum selektiven Laserstrahlschmelzen.

Dr. Nadine Tinne | Laser Zentrum Hannover e.V.
Weitere Informationen:
http://www.lzh.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht COMPAMED 2016 vernetzte medizinische Systeme und Menschen
23.11.2016 | IVAM Fachverband für Mikrotechnik

nachricht Kompakter und individuell einstellbarer Schutz für alle Anwendungen
18.11.2016 | PHOENIX CONTACT GmbH & Co.KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Im Focus: Shape matters when light meets atom

Mapping the interaction of a single atom with a single photon may inform design of quantum devices

Have you ever wondered how you see the world? Vision is about photons of light, which are packets of energy, interacting with the atoms or molecules in what...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Forscher entwickeln Unterwasser-Observatorium

07.12.2016 | Biowissenschaften Chemie

HIV: Spur führt ins Recycling-System der Zelle

07.12.2016 | Biowissenschaften Chemie

Mehrkernprozessoren für Mobilität und Industrie 4.0

07.12.2016 | Informationstechnologie