Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Das LZH zum 10. Mal auf der Photonics West: Weltraumlaser, Faseroptik, einfrequente Laser, Ultrakurzpulslaser

23.01.2014
In diesem Jahr beteiligt sich das LZH bereits zum 10. Mal als Mitaussteller am deutschen Gemeinschaftsstand auf der Photonics West (San Francisco, USA; 4.-6. Februar 2014).

Mit Systemen und Komponenten aus den Bereichen Weltraumlaser, Faseroptik, einfrequente Laser sowie Ultrakurzpulslaser stellt das LZH in der Halle Nord auf Stand 4601 aktuelle Exponate der Abteilung Laserentwicklung vor.


Modell des neuen MOMA-Prototyps.

Seit der ersten Beteiligung in 2004 hat sich der deutsche Gemeinschaftsstand mit nunmehr 58 Ausstellern zum größten Stand der Photonics West entwickelt und zieht als Publikumsmagnet Fachbesucher aus aller Welt an. Die Veranstalter dieser bedeutendsten nordamerikanischen Fachmesse für Laser und Photonik erwarten erneut ca. 20.000 Besucher und über 1.200 Aussteller.

Frisch aus dem Labor: Der neue Prototyp des MOMA-APM-Laserkopfes für die Exomars-Mission 2018

Bei den Vorbereitungen für die Suche nach Spuren organischer Substanzen auf dem Mars bei der Exomars-Mission 2018 ist man einen bedeutenden Schritt weiter gekommen: Mit dem neuen Prototyp des MOMA-APM-Laserkopfes (Mars Organic Molecule Analyzers Advanced Prototype Model) wurde das grundlegende Design für ein Flugmodell eines diodengepumpten, gütegeschalteten Lasers entwickelt, der im Weltraum Nanosekundenimpulse im UV-Bereich bei einer Wellenlänge von 266nm emittiert. Dieser von der Gruppe Space Technologies entwickelte Laserkopf wird als Anregungsquelle für das Laserdesorptions-Massenspektrometer des MOMA-Systems eingesetzt und erzeugt aus nicht verdampfbaren organischen Molekülen Ionen, die anschließend im MOMA-Massenspektrometer näher bestimmt werden.

Messe-Premiere: Ein Wellenlängenmultiplexer für 633 und 1550nm

Die Gruppe Faseroptik präsentiert neueste Faserkomponenten und integrierte Faserverstärker, darunter Koppler für Monomodefasern, Pumplichtkombinierer und Fasermantel-Modenabstreifer für Wellenlängen von 0,6 bis 2,1µm.

Erstmals gezeigt wird ein Wellenlängenmultiplexer aus zwei unterschiedlichen Fasern, der die Wellenlängen 633nm und 1550nm kombiniert. Durch das Kombinieren von Lichtfeldern aus unterschiedlichen Fasern werden neue Anwendungen u.a. in der Medizintechnik ermöglicht.

Daneben wird u.a. ein hochintegrierter Ytterbium-dotierter Faserverstärker gezeigt, der für die Gravitationswellendetektion mittels Interferometrie entwickelt wurde und über eine Linienbreite von nur wenigen Kilohertz, eine Emissionswellenlänge von 1064nm und eine durchschnittliche Ausgangsleistung von über 200W verfügt. Weitere Anwendungsfelder für diesen Prototyp sind die kohärente Strahlkombination, Lasermesstechnik, Untersuchungen zu quantenoptischen Phänomenen sowie die nichtlineare Optik.

Infrarotlaser mit einer Wellenlänge von 1,95µm für die Kunststoff-Mikrobearbeitung

Als Ergebnis des EU-Projekts IMPROV (Innovative Mid-infrared high Power source for Resonant ablation of Organic photoVoltaic devices; Grant Agreement No. 257893) zeigt die Gruppe Ultrafast Photonics den dritten Prototypen des IMPROV-Lasers mit einer Wellenlänge von 1,95µm. Durch ein sehr schmalbandiges Gitter erreicht der Laser Pulslängen zwischen 250 und 550ps und erzeugt dabei ein qualitativ hochwertiges Spektrum. Das System eignet sich hervorragend als Laserquelle für nachgeschaltete Faserverstärker, wobei die Pulse ohne vorherige zeitliche Streckung in der Faser verstärkt werden können.

In ersten Experimenten konnten mit einem einzigen Faserverstärker Energien bis in den µJ-Bereich erzielt werden. Dank polarisationserhaltender Fasern bleibt die Laserleistung auch bei äußeren Einflüssen wie z.B. Temperaturschwankungen stabil. Aufgrund der Pulsparameter ist dieses Lasersystem sehr gut für die nichtlineare Frequenzkonversion in den mittleren infraroten Spektralbereich geeignet. Mit Laserpulsen in diesem Spektralbereich lassen sich organische Schichten selektiv bearbeiten, wie beispielsweise organische photovolatische Solarzellen.

Faserlaser für den freien Fall

Die Gruppe Single-Frequency Lasers zeigt ein 2μm Thulium-Faserlasersystem, das eigens für die Verwendung unter Mikrogravitationsbedingungen im Fallturm entwickelt wurde und wiederholtem Abwerfen und Aufprallen aus 100m Höhe Stand hält. Im Auftrag des Bremer Zentrums für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (ZARM) entwickelte das LZH dieses System für das Projekt PRIMUS-II zur Untersuchung des Äquivalenzprinzips. Das Äquivalenzprinzip geht auf Galileo Galilei zurück und besagt, dass alle Körper unabhängig von ihrer chemischen Zusammensetzung, Größe, Form und Masse im Vakuum bei Abwesenheit anderer Kräfte auf gleiche Art fallen.

LZH-Ausgründung neoLase GmbH

Ein weiterer Mitaussteller auf dem Gemeinschaftsstand ist die neoLase GmbH, eine Firmenausgründung des LZH, die mit dem MOPA-Lasersystem hochbrilliante Piko- und Nanosekundenlaser und Verstärkermodule präsentiert.

Kontakt:
Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH)
Lena Bennefeld
Hollerithallee 8
D-30419 Hannover Tel.: +49 511 2788-238
Fax: +49 511 2788-100
E-Mail: l.bennefeld@lzh.de
Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) ist eine durch Mittel des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr unterstützte Forschungs- und Entwicklungseinrichtung auf dem Gebiet der Lasertechnik.

Michael Botts | Laser Zentrum Hannover e.V.
Weitere Informationen:
http://www.lzh.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht COMPAMED 2016 vernetzte medizinische Systeme und Menschen
23.11.2016 | IVAM Fachverband für Mikrotechnik

nachricht Kompakter und individuell einstellbarer Schutz für alle Anwendungen
18.11.2016 | PHOENIX CONTACT GmbH & Co.KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie