Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Es werde Licht

16.05.2011
Universität Jena präsentiert Innovationen auf Lasermesse vom 23.-26. Mai 2011 in München

Erklären, „was die Welt im Innersten zusammen hält“, wollte schon Goethe. Mit Hilfe der Laserphysik ist man diesem Ziel inzwischen ein ganzes Stück näher gekommen. Mehr noch: Photonische Nanomaterialien sind in der Lage, die Welt der Optik und Photonik zu revolutionieren. Denn mit ihrer Hilfe ist es möglich, dem Licht vollkommen neue Eigenschaften zu verleihen und dadurch Materieformen zu schaffen, wie sie in der Natur nicht vorkommen.

Das Institut für Angewandte Physik (IAP) und die Abbe School of Photonics (ASP) der Friedrich-Schiller-Universität Jena leisten u. a. durch ihre interdisziplinären Forschungsprojekte „Photonische Nanomaterialien“ (PhoNa), Zentrum für Innovationskompetenz (ZIK) „ultra optics“ und Kompetenzdreieck Optische Mikrosysteme (OptiMi) einen wichtigen Beitrag zur Erforschung solcher Nanomaterialien und deren Anwendungsmöglichkeiten. Ihre aktuellen Ergebnisse werden diese drei Spitzenforschungsinitiativen vom 23.-26. Mai auf der 20. „Laser World of Photonics“ vorstellen. Die Münchner Messe erwartet rund 3.000 Teilnehmer aus Industrie, Forschung und Wissenschaft.

Neben den Fortschritten in der Grundlagenforschung mit Nanomaterialien, wie Metamaterialien und Photonischen Kristallen, wird das Jenaer Verbundprojekt „PhoNa” auch anwendungsbezogene Fragestellungen präsentieren. Sie sind ein wichtiger Bestandteil des 2010 gestarteten Gemeinschaftsprojektes, an dem Wissenschaftler der Friedrich-Schiller-Universität Jena und außeruniversitärer Forschungseinrichtungen, wie dem Institut für Photonische Technologien e. V. (IPHT), dem Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik (IOF) sowie Industriepartner aus der Region (Jenoptik AG, Carl Zeiss AG) beteiligt sind. Gemeinsam wollen sie neue Zukunfts- und Wachstumsmärkte, wie den Informations- und Kommunikationssektor, die Lebenswissenschaften, die Medizin oder den Energiebereich erschließen.

Einen Meilenstein der Laserphysik wird das Institut für Optik und Quantenelektronik (IOQ) der Uni Jena mit seinem Laser-System POLARIS vorstellen. Eingebettet in die Forschungsarbeit des ZIK „ultra optics“ haben die Jenaer Wissenschaftler zusammen mit dem IOF sowie der Universität Dresden und dem Forschungszentrum Dresden-Rossendorf einen unter extrem niedrigen Temperaturen betriebenen (kryogen gekühlten) Festkörperlaser entwickelt. „Dieser ermöglicht eine Maximierung der Lichtausbeute und erzielt somit die weltweit höchste Leistung im Bereich der vollständig durch Dioden gepumpten Lasersysteme“, erklärt Prof. Dr. Malte Kaluza, der die POLARIS-Arbeitsgruppe leitet. Die Laserentwicklung am Jenaer Institut erfolgte mit Hilfe des vom Thüringer Wissenschaftsministeriums geförderten Projekts OPTIMAL.

Auch das Institut für Angewandte Optik (IAO) der Uni Jena beschäftigt sich mit der Strahlqualität von Lasern und wird fundamentale Ergebnisse auf der Lasermesse präsentieren. Bei cw-Lasern (Dauerstrichlasern; cw = continuous wave) wird die Strahlqualität durch die Beugungsmaßzahl beschrieben. „Bisher war die korrekte Bestimmung der Beugungsmaßzahl nur unter großem Aufwand und nicht in Echtzeit durchführbar“, so Dr. Michael Duparré. Die Gruppe um Duparré am IAO hat nun ein indirektes Verfahren entwickelt, mit welchem sich die Beugungsmaßzahl in Echtzeit experimentell bestimmen lässt.

Die Abbe School of Photonics (ASP) präsentiert auf der Messe ihr breites Ausbildungsprogramm für Doktoranden und Studierende im „Master of Photonics“. An dieser renommierten Ausbildungsstätte, die auch Teil des Abbe Center of Photonics ist, können sich alle wissenschaftlich arbeitenden Studierenden auf dem Gebiet Optik/Photonik in internationaler Kooperation entfalten.

Die Innovationen der Jenaer Wissenschaftler sind am mitteldeutschen Gemeinschaftsstand „Forschung für die Zukunft“ der Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen in Halle C1 am Stand C.109 zu besichtigen.

Kontakt:
Prof. Dr. Andreas Tünnermann
Institut für Angewandte Physik der Universität Jena
Max-Wien-Platz 1, 07743 Jena
Tel.: 03641 / 947800
E-Mail: andreas.tuennermann[at]uni-jena.de
Jun.-Prof. Dr. Malte Kaluza, Dr. Joachim Hein
Institut für Optik und Quantenelektronik der Universität Jena
Max-Wien-Platz 1, 07743 Jena
Tel.: 03641 / 947280 oder 947209
E-Mail: malte.kaluza[at]uni-jena.de, joachim.hein[at]uni-jena.de
Dr. Michael Duparré
Institut für Angewandte Optik der Universität Jena
Fröbelstieg 1, 07743 Jena
Tel.: 03641 / 947658
E-Mail: michael.duparre[at]uni-jena.de

Christin Domin | idw
Weitere Informationen:
http://www.iap.uni-jena.de
http://www.asp.uni-jena.de
http://www.phona.uni-jena.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien
24.02.2017 | Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz-Institut, HHI

nachricht MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin
24.02.2017 | FOKUS - Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie