Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Lasertechnologie einfach qualitätsgerecht

20.03.2009
Fraunhofer IWS Dresden auf der Lasermesse in München (15. - 18.06.2009)

Lasertechnologie mit klassischen Fertigungsprozessen in einer Maschine oder Fertigungsstraße kombinieren - das ist ein zentrales Ziel der Forschungsarbeiten des Fraunhofer IWS Dresden.

Dies gilt im zunehmenden Maße auch für Technologien wie das Laserhärten und -auftragschweißen. Die dafür vom IWS entwickelte Systemtechnik bietet eine starke Leistungsfähigkeit, hohen Bedienkomfort, gute Automatisierbarkeit, eine Qualität sichernde Prozesskontrolle, Robustheit und Nutzerfreundlichkeit. Sie hat sich in einer Vielzahl von Industrieeinsätzen bewährt.

Um mit dem Laser variabel einstellbare Strahlfleckbreiten bei optimiert vorgegebenen Strahlflecklängen zu erzeugen und gleichzeitig die Intensitätsverteilung bauteilangepasst zu optimieren, hat das Fraunhofer IWS Dresden das dynamische Strahlformungssystem "LASSY" für den industriellen Einsatz von Hochleistungsdiodenlasern entwickelt.

Ein eindimensionaler Scanner mit variabler Ansteuerung ermöglicht eine große Vielfalt von Intensitätsprofilen bei variabler Härtespurbreite. Ergänzt wird das System mit einer kamerabasierten Temperaturmesseinrichtung "E-MAqS". Damit können laserbasierte Härteprozesse mit konstanten Oberflächentemperaturen sicher ausgeführt werden. Die Kombination mit dem Temperaturregelsystem "LompocPro" ermöglicht darüber hinaus die Prozessüberwachung und Sicherung der Prozessdaten zur Qualitätsdokumentation.

Weitere Info: Highlight-Broschüre S. 32/33

In enger Zusammenarbeit mit der Industrie wurde das ursprünglich für das Laserhärten entwickelte Mess- und Regelsystem für die Temperaturregelung weiter optimiert. Das neue System zeichnet sich durch extrem schnelle Reaktionszeiten und einen deutlich niedrigeren Temperaturbereich aus. Seit 2008 werden diese Systeme in kommerzielle Laserlötanlagen integriert und in der industriellen Massenproduktion eingesetzt. Mit den Anlagen können sowohl Standard- als auch Rückseitenkontakt-Solarzellen mit hoher Qualität bei Taktzeiten von 3 bis 4 Sekunden je Zelle gelötet werden.

Weitere Info: Jahresbericht 2008, S. 34

Genaues, funktionales Oberflächenbeschichten sowie schnelle Reparaturen von Bauteilen bilden die wichtigsten Anwendungsfelder des Laser-Auftragschweißens. Mit den modernen Laser-Strahlquellen sowie nutzerfreundlichen Optiken, Bearbeitungsköpfen und Softwaresystemen hat sich das Verfahren als Präzisionstechnologie im Werkzeug- und Formenbau sowie in der Triebwerks- und Turbineninstandsetzung etablieren können. Mit den im Fraunhofer IWS Dresden entwickelten COAX-Bearbeitungsköpfen zur kontinuierlichen Pulver- oder Drahtzufuhr sowie dem Softwarepaket DCAM zur effizienten Offline-Programmierung werden den Anwendern ausgereifte Werkzeuge für die Praxis des Auftragschweißens in die Hand gegeben. In den Jahren 2000 - 2008 haben mehr als 70 solcher Systeme des Fraunhofer IWS weltweit den Weg in die industrielle Produktion oder auch in die Forschung gefunden.

Weitere Info: Jahresbericht 2007, S. 54-55, Jahresbericht 2008, S. 59, Highlight-Broschüre S. 38 und 62

Durch die Integration des Laserhärtens oder -auftragschweißens in die Prozesskette können Produktionskosten gesenkt und Fertigungsabläufe zeitlich gestrafft werden. Die Art und Weise der Lasertechnologieintegration kann sehr unterschiedlich erfolgen und hängt von den Prozesserfordernissen und den produktionstechnischen Rahmenbedingungen ab. Das Fraunhofer IWS unterstützt die Industrie bei der Konzeption, Auslegung und Inbetriebnahme der erforderlichen Anlagentechnik sowie bei der Technologieentwicklung und Mitarbeiterschulung.

Weitere Info: Jahresbericht 2007, S. 30, Jahresbericht 2008, S. 32-33, Highlight-Broschüre S. 34-35

Das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS Dresden präsentiert sich auf dem Fraunhofer-Gemeinschaftsstand Fertigungstechnik (Halle C2, Stand C2.350) auf der Laser-Messe (15. - 18.06.2009) in München. Besuchen Sie uns.

Sie sind herzlich eingeladen zum Pressegespräch, welches am 16. Juni 2009 um 11:00 Uhr auf dem Fraunhofer Gemeinschaftsstand Fertigungstechnik (Halle C2, Stand 350) stattfindet.

Ihre Ansprechpartner für weitere Informationen:

Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS Dresden
01277 Dresden, Winterbergstr. 28
Dr. Steffen Bonß (Systemtechnik Laserhärten)
Telefon: (0351) 25 83 201
Telefax: (0351) 25 83 300
E-Mail: steffen.bonss@iws.fraunhofer.de
Dr. Steffen Nowotny (Systemtechnik Auftragschweißen)
Telefon: (0351) 25 83 241
Telefax: (0351) 25 83 300
E-Mail: steffen.bonss@iws.fraunhofer.de
Dr. Ralf Jäckel (Öffentlichkeitsarbeit)
Telefon: (0351) 25 83 444
Telefax: (0351) 25 83 300
E-mail: ralf.jaeckel@iws.fraunhofer.de

Dr. Ralf Jaeckel | Fraunhofer Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.iws.fraunhofer.de
http://www.iws.fraunhofer.de/presse/presse.html
http://www.iws.fraunhofer.de/presse/2009/pr0905.html

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht COMPAMED 2016 vernetzte medizinische Systeme und Menschen
23.11.2016 | IVAM Fachverband für Mikrotechnik

nachricht Kompakter und individuell einstellbarer Schutz für alle Anwendungen
18.11.2016 | PHOENIX CONTACT GmbH & Co.KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie