Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Laser für leistungsfähigere Materialbearbeitungssysteme

10.06.2009
FBH und MBI präsentieren Neuentwicklungen auf der Laser 2009 in München

Ohne sie würde in der Automobilindustrie nichts laufen: Roboter mit hochmodernen Lasersystemen kommen bei der Materialbearbeitung, etwa beim Schneiden oder Schweißen von Metallen zum Einsatz. Für solche Anwendungen sind Lasersysteme mit hohen Leistungen gefragt, die mit Halbleiterlasern als Pumpquellen von Festkörperlasern erreicht werden können.

Damit kommt ihnen eine Schlüsselfunktion zu: Sie sind der entscheidende Faktor für die prinzipiell erreichbare Gesamtleistung eines laserbasierten Systems. Der ideale Diodenlaser als Pumpquelle zeichnet sich durch einen hohen Wirkungsgrad bei gleichzeitig hoher Ausgangsleistung aus. Er sollte zudem eine schmale spektrale Breite und einen geringen Abstrahlwinkel aufweisen, mit dem der Strahl gut fokussiert werden kann.

Am Ferdinand-Braun-Institut für Höchstfrequenztechnik (FBH) ist es gelungen, einen Diodenlaser mit einem sehr geringen Abstrahlwinkel von nur 15° zu entwickeln, bei dem keine Abstriche bei Wirkungsgrad und Ausgangsleistung in Kauf genommen werden müssen. Kommerziell verfügbare Laser in diesem Wellenlängenbereich bieten einen Abstrahlwinkel von typischerweise 27° und mehr. Der FBH-Laser hat eine Wellenlänge von 975 Nanometern, der Standardwellenlänge von industriellen Pumplasern in Materialbearbeitungssystemen, und liefert einen ausgezeichneten Wirkungsgrad von 58 Prozent und eine Ausgangsleistung von 7 Watt.

Für diese Entwicklung wurde am Institut bereits vorhandenes Know-how genutzt und so weiterentwickelt, dass eine optimale Balance zwischen Wirkungsgrad und Fernfeld erreicht werden konnte. Durch die geringe Divergenz konnte auf einen komplizierten Linsenaufbau verzichtet werden. Das macht den Gesamtaufbau deutlich einfacher und weniger störungsanfällig. Diese Laser wurden auch erstmalig auf einem 4-Zoll-Wafer gefertigt. Mit seinem neu etablierten 4-Zoll-Prozess bei Lasern reagiert das Institut auf gestiegene Leistungsanforderungen und zukünftige Chipentwicklungen, die größere Resonatorlängen notwendig machen.

Das Max-Born-Institut (MBI) präsentiert einen Kurzpulslaser, der die zur Zeit weltweit kürzesten optischen Pulse mit einer Dauer von 190 Femtosekunden für rein halbleiterbasierte Laser liefert. Der von Forschern des Max-Born-Instituts und des Ferdinand-Braun-Instituts entwickelte Prototyp emittiert im Wellenlängenbereich um 1030 Nanometern mit einer Pulsfolgefrequenz von 3 Gigahertz und zeichnet sich vor allem durch seinen einfachen Aufbau aus. Anwendungsfelder liegen beispielsweise in der Ultrakurzzeit-Spektroskopie (Fluoreszenzanalyse, Mehrphotonenspektroskopie).

Die Messe Laser 2009 ist eine der international wichtigsten Geschäfts- und Networkingplattformen für die Lasertechnologie, angeschlossen ist die Fachkonferenz CLEO Europe.

Laser 2009 in München, 14. bis zum 19. Juni, FBH und MBI auf Berlin-Brandenburger Gemeinschaftsstand Halle B1, Stand 461.

Saskia Hendrikje Donath
Öffentlichkeitsarbeit - Forschungsverbund Berlin
12489 Berlin, Rudower Chaussee 17
Telefon: +49-30-6392 3339, Fax: +49-30-6392 3333
mobil: 0179-53 44 722

Saskia Hendrikje Donath | Forschungsverbund Berlin
Weitere Informationen:
http://www.fv-berlin.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Effizienz steigern, Kosten senken!
17.08.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

nachricht Maßgeschneiderte Lösungen für APos-Maschinen: Kamerasystem Keyence CV-X100
11.08.2017 | Heun Funkenerosion GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie