Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Klebtechnik, Oberflächentechnik sowie Personalqualifizierung für Klebtechnik & FVK – Bondexpo 2012

08.10.2012
Das Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM, Bremen, präsentiert sein Leistungsspektrum vom 8. bis 11. Oktober auf der Bondexpo 2012 (Halle 7, Stand 7427)
Maßgeschneiderte Entwicklungen rund um Oberflächenvorbehandlung durch Beizbänder, vorapplizierbare PASA®-Klebstoffe, Qualitätssicherung bei Klebstoffen durch Farbreaktion sowie Weiterbildungsangebote im Bereich Klebtechnik und Faserverbundkunststoff-Technologie.

Beizbänder für eine umweltfreundliche Oberflächenvorbehandlung

Ein von den Bereichen Adhäsions- und Grenzflächenforschung sowie Klebstoffe und Polymerchemie des Fraunhofer IFAM neu entwickeltes funktionales Klebeband erlaubt ein gezieltes Beizen von Metalloberflächen vor dem Kleben oder Lackieren. Anders als bei Beizpasten ist nur eine einfache Nachreinigung erforderlich und große Mengen beizehaltiger Spülwässer lassen sich so vermeiden. Die Handhabung ist einfach und sicher.

In praktischen Tests zur Vorbehandlung von Aluminium vor dem Kleben oder Lackieren erweist sich das Beizband als ebenso leistungsfähig wie konventionelle Badverfahren. Die Haftfestigkeiten werden gegenüber unbehandelten Proben deutlich erhöht, insbesondere dann, wenn die Proben einer korrosiven Umgebung ausgesetzt sind. Anwendungsgebiete sind lokale Nacharbeiten im Produktionsprozess, Reparaturen sowie eine teilweise Vorbehandlung großer Bauteile in Fügezonen, wenn eine Badbehandlung unwirtschaftlich ist.

Vorapplizierbare Klebstoffe – PASA®-Technologie

Vorapplizierbare Klebstoffe gestatten die räumliche und zeitliche Trennung von Klebstoffauftrag und eigentlichem Fügeprozess. Die Experten von Klebstoffe und Polymerchemie entwickeln gemeinsam mit den Wissenschaftlern der Klebtechnischen Fertigung innovative »Pre-Applicable Structural Adhesives« (PASA®) gemäß individueller Kundenanforderungen. Bauteile, die mit PASA®-Klebstoffen ausgestattet sind, bieten erhebliche Vorteile, da der Klebstoff nicht mehr vor Ort angemischt und aufgetragen werden muss, der Klebstoffauftrag durch den Bauteilhersteller oder durch einen Lohnbeschichter erfolgen kann und die Techniken für das Applizieren des Klebstoffs effizienter sind. Zudem werden die arbeitssicherheitstechnisch notwendigen Vorkehrungen beim Fügen einfacher.

Qualitätssicherung bei Klebstoffen durch Farbreaktion

Zentrale Fragen der Qualitätssicherung in der Klebtechnik sind, ob ein Klebstoff noch nicht überlagert und ob er tatsächlich nach einem Härtungsprozess ausgehärtet ist. Um dies bei Epoxidharzen zu prüfen, wurde im Bereich Klebstoffe und Polymerchemie des Fraunhofer IFAM eine Farbreaktion entwickelt, bei der sich die Farbe ändert, wenn der Klebstoff überlagert ist. Eine zweite Farbreaktion zeigt die Aushärtung an. Ideal und zukunftsweisend ist diese Art der Zustandskontrolle insbesondere für Bauteile, die mit einem bereits vorapplizierten Klebstoff ausgeliefert werden.
»FVK-Starter« erweitert das FVK-Personalqualifizierungsangebot über den »FVK-Praktiker« und »FVK-Instandsetzer« hinaus

Der neue FVK-Lehrgang des Kunststoff-Kompetenzzentrums des Fraunhofer IFAM bietet ab 2013 einen Kompakteinstieg in die Herstellung von faserverstärkten Kunststoffen (FVK) mit hohem Praxisanteil an. Der Fokus der einwöchigen Weiterbildung zum »Faserverbundkunststoff-Starter« (»FVK-Starter«) liegt auf dem Einstieg in die manuelle Fertigung von FVK-Bauteilen und gibt einen Einblick in maschinelle Herstellungsverfahren. Der »FVK-Starter« bietet insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen die Möglichkeit, in die FVK-Technologie einzusteigen und erste praktische Erfahrungen zu sammeln. Die Teilnehmer können das neu erworbene theoretische Wissen bereits während des Kurses durch praktische Arbeiten ergänzen und festigen. Der Lehrgang schließt mit einer Lernkontrolle an.

Wer sich erfolgreich zum »FVK-Starter« qualifiziert hat, kann sich im Anschluss vertiefende Kenntnisse zu Fertigungstechnologien, Bearbeitungsprozessen und automatisierten Herstellungsverfahren im Kurs »FVK-Praktiker« aneignen. Dabei wird der »FVK-Starter« auf den Zertifikatslehrgang »FVK-Praktiker« angerechnet – der Einstieg kann unmittelbar in das Modul 2 des thematisch weiterführenden Kurses erfolgen. Somit verkürzt sich die ursprüngliche Kursdauer des »FVK-Praktikers« von vier auf drei Wochen. Der »FVK-Praktiker« endet mit einer Abschlussprüfung, die nach erfolgreicher Teilnahme durch ein Zertifikat bestätigt wird.

Abgerundet wird das FVK-Weiterbildungsportfolio des Fraunhofer IFAM durch den »FVK-Instandsetzer«, der 2012 neu eingeführt wurde. Schwerpunkt dieses einwöchigen zertifizierenden Kurses ist die fachgerechte Reparatur und Instandsetzung von Faserverbunden.

Klebtechnisches Weiterbildungsportfolio – »Klebpraktiker«, »Klebfachkraft« und »Klebfachingenieur«

Nach der erfolgreichen Implementierung des bewährten klebtechnischen Personalqualifizierungskonzepts des Klebtechnischen Zentrums im deutschsprachigen Raum und der Durchführung von Weiterbildungslehrgängen in weiteren europäischen Ländern werden die Lehrgänge jetzt auch weltweit für multinational tätige Unternehmen angeboten. Das Klebtechnische Zentrum des Fraunhofer IFAM ist über DVS-PersZert® nach DIN EN ISO/IEC 17024 als akkreditierte Personalqualifizierungsstelle für die klebtechnische Weiterbildung international anerkannt. Es ist gemäß der Anerkennungs- und Zulassungsverordnung Weiterbildung (AZWV bzw. AZAV) zugelassen.

Anne-Grete Becker | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.ifam.fraunhofer.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Neue Prozesstechnik ermöglicht Produktivitätssteigerung mit dem Laser
18.05.2017 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

nachricht Neue 3D-Kamera revolutioniert Einzelhandel
18.05.2017 | Technische Universität Chemnitz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Im Focus: Neuer Ionisationsweg in molekularem Wasserstoff identifiziert

„Wackelndes“ Molekül schüttelt Elektron ab

Wie reagiert molekularer Wasserstoff auf Beschuss mit intensiven ultrakurzen Laserpulsen? Forscher am Heidelberger MPI für Kernphysik haben neben bekannten...

Im Focus: Wafer-thin Magnetic Materials Developed for Future Quantum Technologies

Two-dimensional magnetic structures are regarded as a promising material for new types of data storage, since the magnetic properties of individual molecular building blocks can be investigated and modified. For the first time, researchers have now produced a wafer-thin ferrimagnet, in which molecules with different magnetic centers arrange themselves on a gold surface to form a checkerboard pattern. Scientists at the Swiss Nanoscience Institute at the University of Basel and the Paul Scherrer Institute published their findings in the journal Nature Communications.

Ferrimagnets are composed of two centers which are magnetized at different strengths and point in opposing directions. Two-dimensional, quasi-flat ferrimagnets...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aachener Werkzeugmaschinen-Kolloquium 2017: Internet of Production für agile Unternehmen

23.05.2017 | Veranstaltungen

14. Dortmunder MST-Konferenz zeigt individualisierte Gesundheitslösungen mit Mikro- und Nanotechnik

22.05.2017 | Veranstaltungen

Branchentreff für IT-Entscheider - Rittal Praxistage IT in Stuttgart und München

22.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

WHZ erhält hochmodernen Prüfkomplex für Schraubenverbindungen

23.05.2017 | Maschinenbau

«Schwangere» Stubenfliegenmännchen zeigen Evolution der Geschlechtsbestimmung

23.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Tumult im trägen Elektronen-Dasein

23.05.2017 | Physik Astronomie