Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

IVAM-Produktmarkt „High-tech for Medical Devices“ auf der COMPAMED 2014

08.10.2014

Die COMPAMED hat sich fest als internationaler Marktplatz für Zulieferer der medizinischen Fertigung etabliert. Die Messe, welche jährlich im November in Angliederung an die MEDICA in Düsseldorf stattfindet, wächst seit Jahren kontinuierlich und zeigt damit, dass die Medizintechnik weiterhin ein rasanter Wachstumsmarkt bleibt.

Der Gemeinschaftstand des IVAM Fachverband für Mikrotechnik, der Produktmarkt „Hightech for Medical Devices“ in der Halle 8a, bietet aufgrund einer Flächenerweiterung in diesem Jahr Platz für noch mehr Aussteller, die ihre Produkte und Dienstleistungen unter dem Dach der Schlüsseltechnologien Mikrotechnik, Nanotechnik, Photonik und neuer Materialien präsentieren möchten.


MEMS-Drucksensor

Quelle: European Sensor Systems


MEMS-Sensoren für die Beatmungstechnik

Quelle: Karl Küfner GmbH & Co. KG/HSG-IMIT

Rund 45 internationale Firmen und Forschungseinrichtungen aus 9 Nationen sind auf dem 680m² großen Gemeinschaftsstand vertreten.Thematisch stehen miniaturisierte Komponenten, funktionale Materialien und hochpräzise Verfahren im Fokus, die Medizintechnikprodukte zukünftig kostengünstiger, sicherer und zuverlässiger machen, z.B. für die Herstellung mobiler Analyse-, Therapie- und Kontrollgeräte.

Zusätzlich gibt das COMPAMED HIGH-TECH FORUM mit rund 45 internationalen Präsentationen an drei Tagen umfassende Einblicke in den Zuliefermarkt der Medizin- und Gesundheitswirtschaft.

Ausgewählte Austeller und Produkte / Highlights des Produktmarktes:

Die Hahn-Schickard-Gesellschaft für angewandte Forschung e.V. (HSG) steht für industrienahe, anwendungsorientierte Forschung, Entwicklung und Fertigung in der Mikrosystemtechnik. Auf der COMPAMED zeigt die HSG z.B. eine peristaltische Mikropumpe mit aktiver Pulsationsdämpfung: Die „PMP-AD“ ermöglicht ein nahezu pulsationsfreies Pumpen von Flüssigkeiten im Bereich von bis zu 1 ml/min mit einem nach Gebrauch wegwerfbaren Pumpchip.

Für den patientennahen Einsatz in der Beatmungstechnik werden vor Ort auch spezielle MEMS-Sensoren vorgestellt, die der hochdynamischen und extrem genauen wechselseitigen Atemstrommessung dienen. Darüber hinaus zeigt das HSG das Lab-on-a-Chip-System „LabDisk“. Dies erlaubt die schnelle vor-Ort Analyse multipler Krankheitserreger. Statt aufwendiger Analyseschritte in verschiedenen Laborgeräten laufen alle Prozesse vollautomatisch auf einer Foliendisk.

Das CSEM Centre Suisse d'Electronique et de Microtechnique SA zeigt auf der Messe u.a. die folgenden zwei Produkte: Beim Musculoskeletal Monitoring wird ein Multi-Sensor System zur Messung von Körperbewegungen eingesetzt. Physische und physiologische Signale lassen sich dabei kombinieren. Muskelbewegungen und Kräfte werden mit EKG Signalen oder etwa der Sauerstoffsättigung korreliert. Das System hat einen weiten Anwendungsbereich von Rehabilitation, Orthopädie bis zur kontinuierlichen medizinischen Kontrolle oder Sport. 

Die Turbisc Pump ist eine neue Mikropumpe für präzises Dispensieren. Die Pumpe arbeitet bidirektional, pulsationsfrei und mit Flussraten bis zu 2 ml/s. Durch die geringe Breite < 8.5 mm wird eine kompakte Integration möglich. Unterschiedlichste Fluide von Wasser bis zu Klebstoffen (1-100‘000 mPas) lassen sich dispensieren. Eine Version mit Sensorkontrolle der Flussrate wurde ebenfalls entwickelt.

Für eine Vielzahl von Analyse-, Sequencing und Detektionsapplikationen in den Bereichen Life Science und Biophotonik ist die IMT-Masken und Teilungen AG ein spezialisierte Partner für die Entwicklung und Produktion von Flow Cells, Biochips, Mikrofluidik-Komponenten, Elektroden, Gitterwellenleiter und anderen funktionale Schichten. Die Betriebsmittel aus der Halbleiterfertigung ermöglichen eine kostengünstige Herstellung großer Serien mit einer hohen Reproduzierbarkeit. 

IMT liefert kundenspezifische Mikro- oder Nanostrukturen in metallischen und dielektrischen Schichten auf Substratgrößen bis 200 mm Durchmesser, z.B. Mikrokanäle, integrierte elektrische und fluidische Anschlüsse oder Elektroden und optische Schichten mit Wellenleitern zu attraktiven Preisen.

Specialty Coating Systems stellt auf der diesjährigen Compamed seine neue antibakterielle Parylene-Technologie vor. microResist kombiniert die bekannten Parylene-Vorteile mit einer neuen und effektiven Eigenschaft: Schädliche Mikroorganismen auf der beschichteten Oberfläche können nun effektiv eliminiert werden. Die SCS Parylene-Beschichtungen sind biokompatibel und biostabil, bieten exzellente Feuchte- und Gasbarrieren – auch gegen sehr aggressive Medien – und liefern außerdem beste dielektrische Eigenschaften. Anwendungsgebiete der Beschichtung sind z.B. Stents, Katheter, Schweißdrähte für Katheter, Herzschrittmacher, pharmazeutische Container und vieles mehr.

Micro Systems UK wird mit Hilfe einer Wittmann MicroPower Mikrospritzgießanlage die Fertigung eines Zweikomponenten-Lab-on-a-Chip demonstrieren. Die Wittmann MicroPower Mikrospritzgießanlage verfügt über ein in Reinraumatmosphäre integriertes kameragesteuertes Qualitätssicherungssystem mit robotergesteuerter Orientierung zur Verpackung. Zur Produktivitätssteigerung verfügt die Lab-on-a-Chip-Mikroform über zwei bewegliche Auswerferseiten und erlaubt somit gleichzeitiges Ein- und Ausformen. Die Mikroform wurde von Micro Systems UK gefertigt, Bauteile stammen von der Fertigungssparte Micro Systems Vienna.

Die arteos GmbH zeigt Mikro-Montage-Equipment für kleine bis mittlere Serien. Vor Ort wird z.B. eine neue Dienstleistung als Unterstützung bei der Packaging- und Montageprozess-Entwicklung von Mikrosystemprodukten vorgestellt. Die Erfahrungen aus eigenen Mikromontageentwicklungen, basierend auf dem Design for Six Sigma, werden nun als Dienstleistung für Kunden angeboten. Dadurch entsteht eine kostengünstige und prozesssichere Mikromontage.

Das CiS Forschungsinstitut für Mikrosensorik und Photovoltaik GmbH zeigt auf der COMPAMED Mikro-Laserbeleuchtung für die Analytik: Laserlicht hat besondere Eigenschaften. Sein Strahl lässt sich eng über weite Entfernungen führen und sein Spektrum ist sehr rein. Diese Eigenschaften werden mit der Mikro-Laserbeleuchtung für kleine Sensoren nutzbar gemacht. Entwicklungsziel ist es, die Länge der Baugruppe mit 1,4 mm kleiner als einen Stecknadelkopf zu machen und den Strahl mit 300 μm enger als den Nadeldurchmesser zu führen.

Die Baugruppen werden zukünftig massentauglich und kostengünstig mit Wafertechnologie hergestellt. Ihre Einsatzbereiche sind die Polarimetrie in mikro-Refraktometern oder in Sensoren zur oberflächenverstärkten Raman-Spektroskopie (SERS). Dieses Vorhaben wird vom BMWi gefördert und bindet vier Forschungseinrichtungen und zwei Industrieunternehmen ein. Das CiS Forschungsinstitut ist für das optische Design sowie für den Aufbau und Test der Mikrosysteme verantwortlich.

European Sensor Systems S.A. (ESS) bietet eine Familie von Systemen zur Messung von Gasmassenstrom an. Diese kombinieren einen MEMS-Strömungssensor mir der Ausgabe elektronischer Schaltungen in einem maßgeschneiderten Gehäuse. ESS liefert komplette Lösungen nach Kundenspezifikation und entwickelt kapazitiv gesteuerte MEMS-Drucksensoren auf der Basis eines SOI-Prozesses mit einem integrierten signalverarbeitenden IC der ESS-ASIC-Familie. Die Beschleunigungsmesser haben einen Bereich von ± 2g, ± 10g und 20g

Die Optotune AG ist aktiv in der Entwicklung, Herstellung und Vermarktung adaptiver optischer Komponenten aus elastischen Polymeren und zeigt auf der COMPAMED fokus-variable Linsen. Diese Erfindung von Optotune ist dem menschlichen Auge nachempfunden: Durch das Anlegen einer elektrischen Spannung ist es möglich die Krümmung einer weichen Polymerlinse zu variieren. Optische Systeme werden kleiner, günstiger und schneller. So ist es Optotune zum Beispiel gelungen, einen dreifach-optischen Zoom in Komponenten mit der Größe eines Zuckerwürfels zu integrieren. Dies ist insbesondere für Hersteller von Handykameras interessant, bietet aber auch Anwendungsmöglichkeiten in der Medizintechnik.

Die aerolution GmbH präsentiert auf der COMPAMED 2014 ihre etablierte Sensorfamilie zur Messung von O2 und CO2 Konzentrationen sowie von Volumenströmen in der menschlichen Atmung.
Bei namhaften Herstellern weltweit und in der eigenen Endgerätefamilie beweisen die Sensoren „aerolution“ beste Markttauglichkeit und Anwendbarkeit in der Atemgasanalyse.

Hier verfügt der ACE-DXV als Modul bereits über eine integrierte Pumpe, Temperatur-, Feuchte- und Drucksensoren. Die Ein-Punkt-Kalibrierung erfolgt automatisch an Umgebungsluft. Als Weiterentwicklung der etablierten aerolution-Technologie kündigt das Unternehmen auch so genannte kalte Sensoren bis 100% O2 Konzentration an. Dies ermöglicht der Technologie weitere Anwendungen in der Medizin, z.B. im Bereich der Beatmung.

Die NanoFocus AG präsentiert das Messsystem μsurf expert. Dieses wurde für den Einsatz im Prüf- und Entwicklungslabor optimiert und erfüllt höchste Ansprüche im Bereich der berührungslosen Oberflächenmesstechnik. Das Messsystem ist ausgestattet mit hochauflösender Sensorik, Weglängenmesssystemen in allen Achsen (x,y,z) und zahlreichen Automatisierungsmöglichkeiten. μsurf expert bietet darüber hinaus höchsten Bedienkomfort durch eine manuelle z-Positionierung und ein ergonomisches Design. Die Möglichkeit für benutzerunabhängige und vollautomatische Messungen zeichnet das Messsystem für den unkomplizierten Einsatz in der Qualitätssicherung aus.

Weitere Informationen und eine Ausstellerübersicht inkl. Kontaktdaten der Einzelaussteller:

http://www.ivam.de/compamed14

Mona Okroy-Hellweg | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht »Lasertechnik Live« auf dem International Laser Technology Congress AKL’18 in Aachen
23.02.2018 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

nachricht Empa zeigt «Tankstelle der Zukunft»
23.02.2018 | Empa - Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorstoß ins Innere der Atome

Mit Hilfe einer neuen Lasertechnologie haben es Physiker vom Labor für Attosekundenphysik der LMU und des MPQ geschafft, Attosekunden-Lichtblitze mit hoher Intensität und Photonenenergie zu produzieren. Damit konnten sie erstmals die Interaktion mehrere Photonen in einem Attosekundenpuls mit Elektronen aus einer inneren atomaren Schale beobachten konnten.

Wer die ultraschnelle Bewegung von Elektronen in inneren atomaren Schalen beobachten möchte, der benötigt ultrakurze und intensive Lichtblitze bei genügend...

Im Focus: Attoseconds break into atomic interior

A newly developed laser technology has enabled physicists in the Laboratory for Attosecond Physics (jointly run by LMU Munich and the Max Planck Institute of Quantum Optics) to generate attosecond bursts of high-energy photons of unprecedented intensity. This has made it possible to observe the interaction of multiple photons in a single such pulse with electrons in the inner orbital shell of an atom.

In order to observe the ultrafast electron motion in the inner shells of atoms with short light pulses, the pulses must not only be ultrashort, but very...

Im Focus: Good vibrations feel the force

Eine Gruppe von Forschern um Andrea Cavalleri am Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD) in Hamburg hat eine Methode demonstriert, die es erlaubt die interatomaren Kräfte eines Festkörpers detailliert auszumessen. Ihr Artikel Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, nun online in Nature veröffentlich, erläutert, wie Terahertz-Laserpulse die Atome eines Festkörpers zu extrem hohen Auslenkungen treiben können.

Die zeitaufgelöste Messung der sehr unkonventionellen atomaren Bewegungen, die einer Anregung mit extrem starken Lichtpulsen folgen, ermöglichte es der...

Im Focus: Good vibrations feel the force

A group of researchers led by Andrea Cavalleri at the Max Planck Institute for Structure and Dynamics of Matter (MPSD) in Hamburg has demonstrated a new method enabling precise measurements of the interatomic forces that hold crystalline solids together. The paper Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, published online in Nature, explains how a terahertz-frequency laser pulse can drive very large deformations of the crystal.

By measuring the highly unusual atomic trajectories under extreme electromagnetic transients, the MPSD group could reconstruct how rigid the atomic bonds are...

Im Focus: Verlässliche Quantencomputer entwickeln

Internationalem Forschungsteam gelingt wichtiger Schritt auf dem Weg zur Lösung von Zertifizierungsproblemen

Quantencomputer sollen künftig algorithmische Probleme lösen, die selbst die größten klassischen Superrechner überfordern. Doch wie lässt sich prüfen, dass der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Von festen Körpern und Philosophen

23.02.2018 | Veranstaltungen

Spannungsfeld Elektromobilität

23.02.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vorstoß ins Innere der Atome

23.02.2018 | Physik Astronomie

Wirt oder Gast? Proteomik gibt neue Aufschlüsse über Reaktion von Rifforganismen auf Umweltstress

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Wie Zellen unterschiedlich auf Stress reagieren

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics