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Intelligente Filter für innovative Leichtbaukonstruktionen

08.12.2016

Hochtechnologie-Produkte der Zukunft basieren auf hochreinen, fehlerfreien Werkstoffen, die eine gleichmäßige Einstellung der chemischen Zusammensetzung und eine verstärkte Kontrolle des Reinheitsgrades der metallischen Werkstoffe erfordern.

Wissenschaftler und Doktoranden aus elf Instituten der TU Bergakademie Freiberg erforschen seit 5 Jahren, wie anorganische nichtmetallische Einschlüsse in Metallschmelzen durch den Einsatz intelligenter Filterwerkstoffe bzw. Filtersysteme aus Keramik reduziert werden können.


Schaumkeramikfilter auf Basis von Aluminiumoxid für die Aluminiumschmelzefiltration

Detlev Müller / SFB 920

Nun präsentieren sie Forschung und Ergebnisse des SFB 920 „Multifunktionale Filter für die Metallschmelzefiltration - ein Beitrag zu Zero Defect Materials“ auf der CellMAT 2016.

Zum Forschungsteam gehören Materialwissenschaftler, Verfahrenstechniker, Physiker, Mathematiker, Metallgießer, Informatiker u.a. Die neuartigen Filter sollen leichtere, fehlerfreie und damit sichere Werkstoffe ermöglichen – für einen Innovationsschub in Sicherheits- und Leichtbaukonstruktionen.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt das anspruchsvolle Vorhaben bereits in der zweiten Förderperiode mit rund 2,38 Millionen Euro pro Jahr.

In einer eigenen Session zum Thema „Multifunctional carbon-bonded filters for metal melt filtration“ werden die Forschungsergebnisse auf der CellMAT 2016 einem breiten Fachpublikum vorgestellt.

In 13 Vorträgen und einem Posterbeitrag wird die gesamte Innovationskette von der Filtermaterialentwicklung, der Modellierung der Mikro- und Makrostruktur sowie der Filtergeometrie über die einschlussreduzierte Metallschmelze bis hin zum angepassten höchstbeanspruchbaren metallischen Bauteil präsentiert.

Die CellMAT läuft noch bis zum 9. Dezember in Dresden. Es ist die internationale Konferenz Cellular Materials, die Forschern, Herstellern und Anwendern von zellularen Materialien aus aller Welt alle zwei Jahre die Gelegenheit zum Austausch bietet. Schwerpunkt der CellMAT 2016 ist die Fertigung, Modifikation, Fügetechnik, Eigenschaftsanalyse und Modellierung zellularer Materialien.

Internationale Experten halten Vorträge über Anwendungen in der Automobilindustrie und im Transportwesen, im Maschinenbau, für Chemie- und Energiesysteme, für Umweltschutzzwecke oder für mikro- und medizintechnische Geräte und Funktionen. Organisator der 4. CellMAT 2016 ist die Deutsche Gesellschaft für Materialkunde.

Weitere Informationen:

http://tu-freiberg.de/forschung/sfb920 Homepage des SFB 920

Madlen Domaschke | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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