Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Innovationsbühne auf der IAA Nutzfahrzeuge mit täglich 20 Vorführungen

29.09.2008
High Tech live erleben / Ladungssicherheit und Fahrerassistenzsysteme im Mittelpunkt

"Ein bisschen kribbelig war ich schon", gesteht Björn Liedtke. Der 25-jährige Lübecker hat gerade als Beifahrer in einer Sattelzugmaschine eine Demonstration des neuen Notbremsassistenten erlebt. Er musste hilflos mit ansehen, wie sein Fahrer untätig auf ein Hindernis zufuhr.

Plötzlich, wie von Geisterhand, wurde gebremst. Zentimeter vor dem Hindernis kam das Fahrzeug zum Stehen. Der junge Mann, der beruflich große Arbeitsbühnen mit dem Lkw transportiert, ist beeindruckt. "Dieses System wird ganz sicher viele Auffahrunfälle verhindern."

Die Demonstration des Notbremssystems ist eines der Highlights auf der Innovationsbühne auf der 62. IAA Nutzfahrzeuge in Hannover. In täglich 20 Vorführungen wird Messebesuchern High Tech aus der Welt des Nutzfahrzeugs praxisnah und zum Mitmachen präsentiert.

Die beiden Moderatoren Detlev Krill und Andreas Mischorr, hauptberuflich als Fahrertrainer tätig, verstehen ihr Fach aus dem Effeff und können sich auch in die Situation von Fahrern hineinversetzen, etwa wenn es um das Thema Ladungssicherheit geht: "Stellen wir uns vor, es war ein stressiger Tag. Völlig genervt kommen wir auf den Hof und hören dann, dass wir noch mal eben einen Behälter ausliefern sollen." In diesem Moment befährt ein Kipper das Demogelände und legt aus eigentlich "harmlosen" 30 km/h direkt vor der Zuschauertribüne eine Vollbremsung hin. Zuschauer zucken zusammen. Der Behälter rutscht und kracht in die Ketten, die glücklicherweise noch soeben Halt geben. Das war knapp. Die Aktion wird mit einer aktivierten Containerverriegelung wiederholt. Der Behälter rührt sich keinen Millimeter.

"Starke Technik für starke Typen", "Innovationsmeister Nutzfahrzeug" oder "Klein und oho: Transporter - sicher, wirtschaftlich, dynamisch" lauten die Themen auf der Innovationsbühne, die vom Verband der Automobilindustrie (VDA) veranstaltet wird. Es geht vor allem um Sicherheit, aber auch um Komfort und Wirtschaftlichkeit. So wird etwa ein neues Hydraulic-Hybrid-System vorgeführt, das sich zurzeit in einem kommunalen Entsorgungsfahrzeug in Berlin im Praxistest befindet. Das Prinzip: Energie, die beim Bremsen entsteht, wird gespeichert und für den Anfahrvorgang genutzt. Das System soll bis zu 25 Prozent Energie einsparen und sich angesichts hoher Spritpreise bereits binnen eines Jahres amortisieren.

Spektakuläre Vorführungen wie etwa der Kipptest mit einem Gliedertankzug erfordern großes fahrerisches Können. Insgesamt 25 Fahrer sind auf der Innovationsbühne im Einsatz, echte Profis wie Fahrlehrer, Fahrertrainer oder Mitarbeiter aus Entwicklungsabteilungen der Hersteller.

Bei dem Gliedertankzug handelt es sich um den modernsten Schulungstruck Europas. Er kann verschiedene Ladungszustände simulieren und verfügt natürlich über modernste Sicherheitstechnik. Mit aktiviertem RSS (Roll Stability Support) fährt er die nächste Runde. Und siehe da: Alle Räder behalten Bodenkontakt.

Eckehart Rotter | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.vda.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Selbstleuchtende Pixel für eine neue Display-Generation
20.05.2018 | Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP

nachricht Innovative Ideen für eine saubere Umwelt
14.05.2018 | Friedrich-Schiller-Universität Jena

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

Passt eine ultrakalte Wolke aus zehntausenden Rubidium-Atomen in ein einzelnes Riesenatom? Forscherinnen und Forschern am 5. Physikalischen Institut der Universität Stuttgart ist dies erstmals gelungen. Sie zeigten einen ganz neuen Ansatz, die Wechselwirkung von geladenen Kernen mit neutralen Atomen bei weitaus niedrigeren Temperaturen zu untersuchen, als es bisher möglich war. Dies könnte einen wichtigen Schritt darstellen, um in Zukunft quantenmechanische Effekte in der Atom-Ion Wechselwirkung zu studieren. Das renommierte Fachjournal Physical Review Letters und das populärwissenschaftliche Begleitjournal Physics berichteten darüber.*)

In dem Experiment regten die Forscherinnen und Forscher ein Elektron eines einzelnen Atoms in einem Bose-Einstein-Kondensat mit Laserstrahlen in einen riesigen...

Im Focus: Algorithmen für die Leberchirurgie – weltweit sicherer operieren

Die Leber durchlaufen vier komplex verwobene Gefäßsysteme. Die chirurgische Entfernung von Tumoren ist daher oft eine schwierige Aufgabe. Das Fraunhofer-Institut für Bildgestützte Medizin MEVIS hat Algorithmen entwickelt, die die Bilddaten von Patienten analysieren und chirurgische Risiken berechnen. Leberkrebsoperationen werden damit besser planbar und sicherer.

Jährlich erkranken weltweit 750.000 Menschen neu an Leberkrebs, viele weitere entwickeln Lebermetastasen aufgrund anderer Krebserkrankungen. Ein chirurgischer...

Im Focus: Positronen leuchten besser

Leuchtstoffe werden schon lange benutzt, im Alltag zum Beispiel im Bildschirm von Fernsehgeräten oder in PC-Monitoren, in der Wissenschaft zum Untersuchen von Plasmen, Teilchen- oder Antiteilchenstrahlen. Gleich ob Teilchen oder Antiteilchen – treffen sie auf einen Leuchtstoff auf, regen sie ihn zum Lumineszieren an. Unbekannt war jedoch bisher, dass die Lichtausbeute mit Elektronen wesentlich niedriger ist als mit Positronen, ihren Antiteilchen. Dies hat Dr. Eve Stenson im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Garching und Greifswald jetzt beim Vorbereiten von Experimenten mit Materie-Antimaterie-Plasmen entdeckt.

„Wäre Antimaterie nicht so schwierig herzustellen, könnte man auf eine Ära hochleuchtender Niederspannungs-Displays hoffen, in der die Leuchtschirme nicht von...

Im Focus: Erklärung für rätselhafte Quantenoszillationen gefunden

Sogenannte Quanten-Vielteilchen-„Scars“ lassen Quantensysteme länger außerhalb des Gleichgewichtszustandes verweilen. Studie wurde in Nature Physics veröffentlicht

Forschern der Harvard Universität und des MIT war es vor kurzem gelungen, eine Rekordzahl von 53 Atomen einzufangen und ihren Quantenzustand einzeln zu...

Im Focus: Explanation for puzzling quantum oscillations has been found

So-called quantum many-body scars allow quantum systems to stay out of equilibrium much longer, explaining experiment | Study published in Nature Physics

Recently, researchers from Harvard and MIT succeeded in trapping a record 53 atoms and individually controlling their quantum state, realizing what is called a...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

„Data Science“ – Theorie und Anwendung: Internationale Tagung unter Leitung der Uni Paderborn

18.05.2018 | Veranstaltungen

Visual-Computing an Bord der MS Wissenschaft

17.05.2018 | Veranstaltungen

Tagung »Anlagenbau und -betrieb der Zukunft«

17.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

18.05.2018 | Physik Astronomie

Countdown für Kilogramm, Kelvin und Co.

18.05.2018 | Physik Astronomie

Wie Immunzellen Bakterien mit Säure töten

18.05.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics