Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Infrarot-Strahler für schnelle, leichte und sichere Unterwasser-Pipelines

18.03.2010
  • QRC® Infrarot-Strahler trocknen Kleber effizient und schonend
  • Heraeus Noblelight zeigt Infrarot-Strahler auf der Messe Tube in Düsseldorf
  • 12. bis 16. April, Halle 2 Stand B28

Die Britische Barrier Group hat eine neue Technologie entwickelt, um Unterwasser-Pipelines besser zu isolieren und sie möglichst spannungsarm und schnell zu verlegen. Ein maßgeschneidertes Infrarot-System von Heraeus Noblelight verwirklicht die erforderlichen Wärmeprozesse für das neue Hochleistungsisoliersystem, das erhebliche Vorteile gegenüber konventionellen Systemen bietet.


Heraeus Werksbild
Pipelines werden bei der neuen Bubbletherm-Technologie mit Polypropylenmaterial ummantelt. Neue QRC Strahler sorgen für eine sichere und schnelle Härtung des Klebers.


QRC® Infrarot-Strahler trocknen Kleber effizient und schonend. Copyright Heraeus Noblelight 2010

Infrarot-Wärme wird genutzt, um Kleber zu härten, der ein Polypropylenmaterial rund um ein konventionelles Stahlrohr fixiert. Das neuartige Isoliermaterial schützt gegen Korrosion und mechanische Belastung und dient außerdem der thermischen Isolierung. Die neue Art der Isolierung reduziert Spannungen am Rohr und beschleunigt die Verlegung der Rohre signifikant.

Die Barrier Group vertreibt weltweit hochklassige Korrosionsschutzsysteme für den Stahl- und Pipelinebau im Öl- und Gas-Sektor. Neue Geschäftsfelder sind Feuerschutz, Metall- und Pulverlackierungen sowie die Unterwasserisolierung. Auf diesem Gebiet hat das Unternehmen ein sogenanntes Bubbletherm-System patentiert, bei dem ein konventionelles Stahlrohr mit syntaktischer Epoxyisolierung ummantelt wird. Der ganze Aufbau wird zusätzlich durch einen weiteren Mantel aus einem bei Barrier entwickelten Polypropylenmaterial geschützt.

Unterwasser-Pipelines werden genutzt, um Öl oder Öl-Gas-Gemische von Unterwasser-Bohrstellen zu Offshore-Plattformen oder zu Raffinerien an Land zu transportieren. Öl tritt an den Förderstellen mit einer Temperatur zwischen 80 und 160°C aus. Das Öl darf auf dem Transport durch das kühle Meerwasser nicht zu stark abkühlen, damit sich nicht Wachse oder Hydrate bilden, die das Fließen des Öls behindern. Aus diesem Grund müssen Pipelinerohre sehr gut isoliert werden. Konventionell wird das durch eine Rohr-in-Rohr-Bauweise erreicht, dabei wird der Raum zwischen den beiden Rohren mit leichtem Isoliermaterial gefüllt.

Diese Art von Rohren ist teuer in der Produktion, und weil zwei Stahlrohre zum Einsatz kommen, ist der ganze Aufbau sehr schwer. Ein Verlege-Schiff kann nur eine begrenzte Menge solcher Rohre transportieren und das schränkt die Länge der Pipeline ein, die verlegt werden kann, bevor das Schiff wieder zum Nachladen in den Hafen zurückkehren muss. Die neuen Bubbletherm-Rohre können dagegen kostengünstiger produziert werden, sie können in längeren Einheiten verlegt werden und leiden weniger unter Spannung. Wenn das neue Rohr im S-Lay-Verfahren verlegt wird, ist es möglich, 20 km Rohr in 11 Tagen zu verlegen. Ein großer Fortschritt, verglichen mit den 45 Tagen, die man mit der Rohr-in-Rohr-Form für diese Strecke benötigt.

Ein wichtiger Schritt bei der Herstellung des neuen Pipeline-Systems ist das Aufbringen des Polypropylen-Schutzmaterials. Das wird als Endlosprozess durchgeführt, bei dem die Ummantelung dreifach übereinander gelegt wird. Dabei kommt ein Infrarot-System zum Einsatz, das aus fünf Modulen besteht, die insgesamt 24 kurzwellige QRC Infrarot-Strahler enthalten, mit einer Gesamt-Nennleistung von 50,4 kW. Das erste Modul sorgt für eine schnelle Kleberaktivierung, während das zweite Modul den Mantel von oben erwärmt, um die Flexibilität des Materials zu erhalten. Das dritte Modul liefert zusätzlich Wärme, bevor der Mantel mit der Isolierung zusammen gebracht wird und die letzten beiden Module erwärmen das Isoliermaterial, damit der heiße Kleber nicht auf eine kalte Oberfläche trifft. Die Module 1, 3 und 5 werden über optische Pyrometer präzise temperaturgeregelt.

Die QRC®-Strahler, die hier zum Einsatz kommen, liefern kurzwellige Strahlung in hoher Leistung, schnell und zuverlässig. Sie haben einen Quarzreflektor mit einer speziellen Nano- und Mikrostruktur, das dem Strahler eine hohe Diffusionscharakteristik verleiht und damit die Prozessparameter wie Temperatur und Homogenität stabilisiert. Dave Robinson, Experte für Kleber bei Barrier, erklärt: „Die hohe Leistung und die Zuverlässigkeit der Infrarot-Strahler sind unerlässlich für den Härtungsprozess. Die Heraeus Einheiten können den Kleber sehr schnell auf die erforderliche Temperatur erwärmen. Genauso wichtig ist, dass sie sehr schnell wieder abgeschaltet werden können, so dass das Material nicht beschädigt wird.“

Heraeus Noblelight bietet die gesamte Palette der Infrarot-Strahlung vom nahen Infrarot NIR bis zur mittelwelligen Carbon Technologie CIR, führt Versuche mit den Materialien durch und berät bei der Auswahl der optimalen Strahler für den jeweiligen Prozess.

Heraeus hat mehr als 40 Jahre Erfahrung mit Infrarot-Strahlern, sowohl für den Endkunden als auch für große OEMs, und führt in hauseigenen Anwendungszentren praxisnahe Tests mit Kundenmaterialien durch, um die optimale Prozesslösung zu finden.

Heraeus Noblelight GmbH mit Sitz in Hanau, mit Tochtergesellschaften in den USA, Großbritannien, Frankreich, China, Australien und Puerto Rico, gehört weltweit zu den Markt- und Technologieführern bei der Herstellung von Speziallichtquellen. Heraeus Noblelight wies 2008 einen Jahresumsatz von 92,5 Millionen € auf und beschäftigte weltweit 735 Mitarbeiter. Das Unternehmen entwickelt, fertigt und vertreibt Infrarot- und Ultraviolett-Strahler für Anwendungen in industrieller Produktion, Umweltschutz, Medizin und Kosmetik, Forschung und analytischen Messverfahren.

Der Edelmetall- und Technologiekonzern Heraeus mit Sitz in Hanau ist ein weltweit tätiges Familienunternehmen mit über 155-jähriger Tradition. Unsere Geschäftsfelder umfassen die Bereiche Edelmetalle, Sensoren, Dentalprodukte und Biomaterialien sowie Quarzglas und Speziallichtquellen. Mit einem Produktumsatz von rund 3 Mrd. € und einem Edelmetallhandelsumsatz von 13 Mrd. € sowie weltweit knapp 13000 Mitarbeitern in über mehr als 110 Gesellschaften hat Heraeus eine führende Position auf seinen globalen Absatzmärkten.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Hersteller:
Heraeus Noblelight GmbH
Reinhard-Heraeus-Ring 7
D-63801 Kleinostheim
Tel +49 6181/35-8545, Fax +49 6181/35-16 8545
E-Mail hng-infrared@heraeus.com
Redaktion:
Dr. Marie-Luise Bopp
Heraeus Noblelight GmbH,
Abteilung Marketing/Werbung
Tel +49 6181/35-8547, Fax +49 6181/35-16 8547
E-Mail marie-luise.bopp@heraeus.com

Dr. Marie-Luise Bopp | Heraeus Noblelight GmbH
Weitere Informationen:
http://www.heraeus-noblelight.com/infrared
http://www.heraeus-noblelight.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Intelligente Filter für innovative Leichtbaukonstruktionen
08.12.2016 | Technische Universität Bergakademie Freiberg

nachricht Mobile Learning und intelligente Contentlösungen im Fokus
08.12.2016 | time4you GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Einzelne Proteine bei der Arbeit beobachten

08.12.2016 | Biowissenschaften Chemie

Intelligente Filter für innovative Leichtbaukonstruktionen

08.12.2016 | Messenachrichten

Seminar: Ströme und Spannungen bedarfsgerecht schalten!

08.12.2016 | Seminare Workshops