Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

IFA 2011: Personalisierte Benutzerschnittstellen für das Fernsehen der Zukunft

26.08.2011
Internet auf dem Fernseher – das bietet die jüngste Generation der TV-Geräte.

Auf der Internationalen Funkausstellung IFA in Berlin (2. bis 7.9.) zeigen Fraunhofer-Entwickler in Halle 11.1 Stand 8 wie sich mit Hilfe einer Simulationssoftwarevon innovativen Softwarelösungen personalisierte Anwendungen, die insbesondere auf die Bedürfnisse älterer Menschen ausgerichtet sind, einfach und kostengünstig erstellen lassen.

Fernsehen geht online – das ist der Trend bei den TV-Geräten und -Anbietern. Der Standard Hybrid Broadcast Broadband TV, kurz HbbTV macht es möglich, er verbindet das Fernsehen mit der interaktiven Welt des Internets. Meist haben die Entwickler eine junge und technikbegeisterte Zielgruppe im Sinn. Anders die Partner im europäischen Forschungsprojekt GUIDE (Gentle User Interfaces for Elderly People, www.guide-project.eu). Sie wollen Geräte und Anwendungen entwickeln, die einfach und intuitiv zu bedienen sind, damit auch ältere Menschen Spaß am Umgang mit den neuen, interaktiven Fernsehangeboten haben. Das Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD in Darmstadt hat dabei als Projektkoordinator eine besondere Rolle übernommen, um die Industrie mit entsprechende Lösungen zu unterstützen. Das Fraunhofer-Team entwickelt eine Software, die es erlaubt, Anwendungen einfacher und kostengünstiger an den individuellen Nutzer anzupassen, und dabei besonders dessen Präferenzen oder Fähigkeiten zu berücksichtigen. So können die Nutzer etwa ihr TV-Gerät mit der Fernbedienung, durch Sprache, mithilfe von Gesten, oder in Kombination steuern. Die Software integriert automatisch alle Steuergeräte und wählt die richtigen Einstellungen für den Nutzer.

Ein weiteres Werkzeug, das im Projekt GUIDE von der Universität Cambridge entwickelt wird, ist eine Software für Alterssimulation. Altersimulatoren werden heute bereits in einigen Branchen zur Produktentwicklung und Design eingesetzt. Als speziell präparierte Overalls beispielsweise, mit Gewichten an verschiedenen Stellen versehen, zeigen sie dem Träger, wie sich die Bewegungsfreiheit im Alter verändert. Ähnlich funktioniert das mit der GUIDE Simulationssoftware. Der Simulator kann gezielt Hör- und Sehschwächen, kognitive oder motorische Einschränkungen nachbilden, das heißt der Entwickler erlebt dann, wie seine Anwendung funktioniert oder eben auch nicht funktioniert, wenn sie von älteren Menschen mit entsprechenden Einschränkungen genutzt wird. Die so gewonnenen Einsichten und Erkenntnisse helfen, schon in einem frühen Stadium der Produktentwicklung, Probleme zu erkennen und den Entwurf anzupassen – ohne umfangreiche Kundentests. »Anwendungen werden heute noch größtenteils von Technik-Experten entwickelt«, sagt Christoph Jung vom Fraunhofer IGD. »Nur durch kostspielige Studien mit echten Nutzern kann man herausfinden, wie gut das Produkt tatsächlich nutzen läßt. Hier wollen wir mit GUIDE durch Personalisierung und Simulation einen Schritt nach vorne machen, hin zu mehr Effizienz.«

Auf der diesjährigen IFA, Halle 11.1 Stand 8, zeigen die Fraunhofer-Entwickler Einblicke in die aktuellen Forschungsergebnisse von GUIDE. Unter anderem können Interessierte am Stand den Simulator testen und mehr über die softwaregesteuerte Personalisierung von Anwendungen erfahren.

Christoph Jung | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.fraunhofer.de/presse/presseinformationen/2010-2011/20/schnittstellen-personalisieren-fuer-das-fernsehen-der-zukunft.jsp

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Auswerte-Elektronik QUADRA-CHEK 2000 von HEIDENHAIN: Zuverlässig und einfach messen
20.04.2018 | DR. JOHANNES HEIDENHAIN GmbH

nachricht tisoware auf der Zukunft Personal Süd und Nord 2018
20.04.2018 | tisoware - Gesellschaft für Zeitwirtschaft mbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Moleküle brillant beleuchtet

Physiker des Labors für Attosekundenphysik, der Ludwig-Maximilians-Universität und des Max-Planck-Instituts für Quantenoptik haben eine leistungsstarke Lichtquelle entwickelt, die ultrakurze Pulse über einen Großteil des mittleren Infrarot-Wellenlängenbereichs generiert. Die Wissenschaftler versprechen sich von dieser Technologie eine Vielzahl von Anwendungen, unter anderem im Bereich der Krebsfrüherkennung.

Moleküle sind die Grundelemente des Lebens. Auch wir Menschen bestehen aus ihnen. Sie steuern unseren Biorhythmus, zeigen aber auch an, wenn dieser erkrankt...

Im Focus: Molecules Brilliantly Illuminated

Physicists at the Laboratory for Attosecond Physics, which is jointly run by Ludwig-Maximilians-Universität and the Max Planck Institute of Quantum Optics, have developed a high-power laser system that generates ultrashort pulses of light covering a large share of the mid-infrared spectrum. The researchers envisage a wide range of applications for the technology – in the early diagnosis of cancer, for instance.

Molecules are the building blocks of life. Like all other organisms, we are made of them. They control our biorhythm, and they can also reflect our state of...

Im Focus: Metalle verbinden ohne Schweißen

Kieler Prototyp für neue Verbindungstechnik wird auf Hannover Messe präsentiert

Schweißen ist noch immer die Standardtechnik, um Metalle miteinander zu verbinden. Doch das aufwändige Verfahren unter hohen Temperaturen ist nicht überall...

Im Focus: Software mit Grips

Ein computergestütztes Netzwerk zeigt, wie die Ionenkanäle in der Membran von Nervenzellen so verschiedenartige Fähigkeiten wie Kurzzeitgedächtnis und Hirnwellen steuern können

Nervenzellen, die auch dann aktiv sind, wenn der auslösende Reiz verstummt ist, sind die Grundlage für ein Kurzzeitgedächtnis. Durch rhythmisch aktive...

Im Focus: Der komplette Zellatlas und Stammbaum eines unsterblichen Plattwurms

Von einer einzigen Stammzelle zur Vielzahl hochdifferenzierter Körperzellen: Den vollständigen Stammbaum eines ausgewachsenen Organismus haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Berlin und München in „Science“ publiziert. Entscheidend war der kombinierte Einsatz von RNA- und computerbasierten Technologien.

Wie werden aus einheitlichen Stammzellen komplexe Körperzellen mit sehr unterschiedlichen Funktionen? Die Differenzierung von Stammzellen in verschiedenste...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Fraunhofer eröffnet Community zur Entwicklung von Anwendungen und Technologien für die Industrie 4.0

23.04.2018 | Veranstaltungen

Mars Sample Return – Wann kommen die ersten Gesteinsproben vom Roten Planeten?

23.04.2018 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zur Digitalisierung

19.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Moleküle brillant beleuchtet

23.04.2018 | Physik Astronomie

Sauber und effizient - Fraunhofer ISE präsentiert Wasserstofftechnologien auf Hannover Messe

23.04.2018 | HANNOVER MESSE

Fraunhofer IMWS entwickelt biobasierte Faser-Kunststoff-Verbunde für Leichtbau-Anwendungen

23.04.2018 | Materialwissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics