Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

IFA 2010: Musik zum Anfassen und Bilder sortieren leicht gemacht

02.09.2010
Mit klingenden Exponaten präsentiert sich das Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT in diesem Jahr auf der IFA 2010 in Berlin. Neben einem Telefonkommunikationssystem für schwerhörende Menschen und einer Software zur Organisation von digitalen Fotoarchiven stehen das Musizieren und außergewöhnliche Klangerlebnisse im Mittelpunkt.

Audanika GmbH nennt sich das neue Spin-off des Fraunhofer IDMT, das sich mit seinem digitalen Musikinstrument »SoundPrism« auf der diesjährigen IFA erstmalig der Öffentlichkeit vorstellt. Per iPad und iPhone lassen sich damit intuitiv harmonische Klänge erzeugen, ganz ohne musikalisches Vorwissen.

»SoundPrism« stellt komplexe musiktheoretische Zusammenhänge grafisch als geometrische Formen, Abstände und Relationen dar und wird ganz einfach per Touchpad gespielt. Ob zum Lernen oder Komponieren, das Audanika SoundPrism macht Musiktheorie erlebbar und ist als iPad App seit Mitte August im iTunes Store erhältlich.

Mit Songs2See wird das Lernen eines Instruments zum Kinderspiel. Durch die Erweiterung der Konzepte bekannter, musikbasierter Videospiele wie Sing Star, Guitar Hero oder Rock Band wird der Game-Controller überflüssig. Die Eingabe einer Melodie erfolgt über echte Musikinstrumente wie z. B. Blockflöte, Melodica oder Glockenspiel. Jedes Lied aus der eigenen Musiksammlung kann dabei als Übungsstück dienen. Das motiviert und schult sowohl das musikalische Wissen als auch die motorischen Fähigkeiten – und nicht das Auswendiglernen von Controller-Tastenkombinationen.

Ein Raum voller Lautsprecher und trotzdem viel Platz? Das ermöglicht die neue Flachlautsprecher-Generation des Fraunhofer IDMT. Für das perfekte Kinoerlebnis im heimischen Wohnzimmer sorgt in diesem Jahr ein 5.1 Setup der schlanken Lautsprecher. Ob an der Wand, in der Wand oder integriert in ein Möbelstück – alles ist möglich und der herausragende Klang bleibt dabei immer erhalten. Mit einer Gehäusetiefe von nur 2,4 Zentimetern fügt sich der Flachlautsprecher flexibel in seine Umgebung ein und ist individuell gestaltbar – egal ob für das Wohnzimmer, den Konferenzraum oder ein denkmalgeschütztes Gebäude.

Wer kennt das nicht: Ein schöner Urlaub geht zu Ende und was bleibt sind Unmengen von digitalen Fotos auf der Speicherkarte. Die schönsten Motive für das Fotoalbum auswählen oder eine unterhaltsame Dia-Show zusammenstellen – das kostet viel Zeit und Mühe. Mit Photo Summary hat das Fraunhofer IDMT eine Technologie entwickelt, die diesen Auswahlprozess deutlich erleichtert. Die Software stellt mit wenigen Klicks automatisiert eine repräsentative Auswahl der besten Fotos zusammen.

In diesem Jahr präsentiert sich zum ersten Mal die Oldenburger Projektgruppe »Hör-, Sprach- und Audiotechnologie« des Fraunhofer IDMT auf der IFA. Mit HearingAssistance4Conferencing stellen die Wissenschaftler ein Kommunikationssystem vor, dass auch schwerhörenden Menschen die uneingeschränkte Sprachkommunikation per Telefon oder Internet ermöglicht. Dafür analysiert das System zunächst in Echtzeit die Sprachverständlichkeit und reduziert auf dieser Grundlage mögliche Störgeräusche. Zusätzlich wird das Sprachsignal entsprechend des individuellen Hörverlusts aufbereitet. So kann der Nutzer ganz ohne Hörgerät und in verbesserter Sprachqualität wieder uneingeschränkt per Telefon kommunizieren.

Besuchen Sie uns im TecWatch, Halle 8.1 am Stand 4.

Das Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT in Ilmenau (Thüringen) betreibt angewandte Forschung im Bereich digitaler audio-visueller Anwendungen. Entwickelt werden neben Lösungen zur virtuellen Akustik für Heim- und Profianwender (z.B. die IOSONO® Wellenfeldsynthese-Technologie) auch Softwaretechnologien zur Analyse und Charakterisierung von multimedialen Inhalten sowie audio-visuelle Anwendungen für die Medizintechnik. Des Weiteren gehören die Konzeption interaktiver Anwendungsszenarien für Entertainment und Wissensmanagement und der Entwurf von Architekturen für den digitalen Online-Vertrieb zum Forschungs-Portfolio. In Kooperation mit seinen Partnern und Kunden aus Wirtschaft, Kultur und Bildung setzt das Ilmenauer Institut zukunftsorientierte wissenschaftliche Erkenntnisse in alltagstaugliche Komplettlösungen und Prototypen um, die auf spezifische Problemstellungen der Nutzer und die Anforderungen des Marktes zugeschnitten sind. Seit 2008 hat das Fraunhofer IDMT zwei Außenstellen. Die Abteilung Kindermedien mit Sitz in Erfurt arbeitet an der Entwicklung innovativer computergestützter Programm- und Edutainmentformate für Kinder und Jugendliche. Die neue Projektgruppe Hör-, Sprach- und Audiotechnologie mit Sitz in Oldenburg forscht an Themen der Audio-Systemtechnik für die Bereiche Gesundheit, Verkehr, Multimedia und Telekommunikation.

Julia Edling | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.idmt.fraunhofer.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Laser World of Photonics 2017: Abhörsicher kommunizieren mit verschränkten Photonen
22.06.2017 | Fraunhofer-Gesellschaft

nachricht EMO 2017: Smarte Lösungen für Produktionsoptimierung und Sägetechnologie
20.06.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften