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IAA: Glasartige Beschichtungen für Automobilteile verbinden Schutz mit farbiger Schönheit

08.09.2015

Die Wünsche der Autoliebhaber sind heutzutage vielfältig: So zählen Sicherheit im Fahrzeug, ein gutes Fahrgefühl, ein kräftiger Motor oder ausgeklügelte Technik zu beliebten Themen.

Wenn der Fahrer mit seinem Fahrzeug beeindrucken möchte, kommen verstärkt auch dekorative Elemente, wie farbige Felgen, Bremssättel, Auspuffe, Trittbretter oder Karosserie- und Motorteile hinzu. Im Idealfall lassen sich dekorative Beschichtungen mit dem Schutz vor Korrosion und Verschleiß verbinden.


Glasartige Beschichtungen verbinden Schutz vor Korrosion und Verschleiß mit Farbigkeit.

Quelle: Copyright INM; frei nur in Zusammenhang mit dieser Meldung

Auf der diesjährigen Internationalen Automobil-Ausstellung IAA stellt das INM solche Beschichtungen vor. Es präsentiert seine Ergebnisse in Kooperation mit automotive.saarland in Halle 4.0 am Stand D27.

Die Beschichtungen verfügen über glasartige und glaskeramische Eigenschaften. Deshalb vermindern sie Korrosion und Verschleiß, die Anfälligkeit für Zerkratzen oder Anlaufen und sonstige Oxidationsprozesse an Oberflächen.

Ergänzend zu diesen Schutzeigenschaften lassen sich mit dem Herstellungsverfahren des INM je nach Wahl der Farbpigmente hochtemperaturstabil die Farben rot, schwarz, grün, weiß und blau für dekorative Zwecke erzeugen. Diese Funktionsbeschichtungen eignen sich für metallische Untergründe wie Stahl, Aluminium oder Legierungen oder als Schutzschicht für gläserne Komponenten.

„Neben den genannten Eigenschaften ergeben sich durch unsere Herstellmethode weitere Möglichkeiten“, sagt Peter William de Oliveira, Leiter des Programmbereichs Optische Materialien. Dazu zählten mögliche Antihaft-Eigenschaften, eine gewisse Flexibilität der Schicht oder auch die Möglichkeit einer elektrischen Isolierung durch die Glasartigkeit.

Für die Beschichtungen verwendet das INM spezielle Silikate. Sie werden über eine Einschritt-Reaktion in ein Sol-Gel-Nanokomposit übergeführt. Je nach Farbpigment und Untergrund können Oberflächen damit bei 200 bis 800 Grad Celsius hermetisch versiegelt werden. Die Dicke dieser Schichten liegt bei zwei bis zehn Mikrometern. Gekrümmte und plane Oberflächen lassen sich einfach in Tauchkammern oder Sprühkabinen mit dem Komposit beschichten.

Ihr Experte am INM:
Dr. Peter William de Oliveira
INM – Leibniz-Institut für Neue Materialien
Leiter Optische Materialien
Leiter InnovationsZentrum INM
Tel: 0681-9300-148
peter.oliveira@leibniz-inm.de

Das INM erforscht und entwickelt Materialien – für heute, morgen und übermorgen. Chemiker, Physiker, Biologen, Material- und Ingenieurwissenschaftler prägen die Arbeit am INM. Vom Molekül bis zur Pilotfertigung richten die Forscher ihren Blick auf drei wesentliche Fragen: Welche Materialeigenschaften sind neu, wie untersucht man sie und wie kann man sie zukünftig für industrielle und lebensnahe Anwendungen nutzen? Dabei bestimmen vier Leitthemen die aktuellen Entwicklungen am INM: Neue Materialien für Energieanwendungen, Neue Konzepte für medizinische Oberflächen, Neue Oberflächenmaterialien für tribologische Systeme sowie Nano-Sicherheit und Nano-Bio. Die Forschung am INM gliedert sich in die drei Felder Nanokomposit-Technologie, Grenzflächenmaterialien und Biogrenzflächen.
Das INM - Leibniz-Institut für Neue Materialien mit Sitz in Saarbrücken ist ein internationales Zentrum für Materialforschung. Es kooperiert wissenschaftlich mit nationalen und internationalen Instituten und entwickelt für Unternehmen in aller Welt. Das INM ist ein Institut der Leibniz-Gemeinschaft und beschäftigt rund 210 Mitarbeiter.

Weitere Informationen:

http://www.leibniz-inm.de

Dr. Carola Jung | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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