Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

IAA 2011 - Sicher mit Elektroautos fahren

18.07.2011
Wissenschaftler der Fraunhofer ESK haben ein spezielles Sicherheitskonzept für die Bordelektronik von Elektrofahrzeugen entwickelt.

Deren Funktionen werden zu einem deutlich höheren Maß von Elektronik bestimmt, weshalb Entwickler diese besonders absichern. Zum Beispiel können E-Autos von mehreren kleinen und verteilten Elektromotoren anstatt eines großen zentralen bewegt werden. Dabei steigt die sicherheitskritische Kommunikation zwischen den Steuergeräten.

Die Ingenieure der Fraunhofer ESK analysierten die Risiken und entwickelten darauf aufbauend ein Sicherheitskonzept für Elektrofahrzeuge.

Elektrofahrzeuge haben nicht nur einen anderen ‚Treibstoff‘, ihre gesamte Architektur unterscheidet sie vom klassischen Benziner. Ein Vorteil ist der Einsatz verteilter Motoren, wodurch die Konstruktion vereinfacht und die Fahrdynamik erhöht wird. Allerdings stellen verteilte Motoren Automobilhersteller vor völlig neue Herausforderungen. Sie müssen sicherstellen, dass sich die Räder immer gleich schnell und in dieselbe Richtung drehen, obwohl sie von unterschiedlichen Motoren gesteuert werden. Und da diese verteilten Motoren rein durch Software gesteuert werden, müssen die Entwickler ein unerwartetes Beschleunigen und Bremsen durch Softwarefehler unterbinden.

Diese Probleme hat die Fraunhofer ESK für die E/E-Architektur des Fraunhofer Elektroautos Frecc0 durch ihr Sicherheitskonzept gelöst. Der Frecc0 ist ein realer Prototyp, der gemeinsam von mehreren Fraunhofer-Instituten entwickelt wird und Ende September fahrtüchtig sein soll – genauso sicher, wie man es von konventionellen Fahrzeugen erwarten darf. Für das Sicherheitskonzept haben die Wissenschaftler zunächst potenzielle Gefahren identifiziert und deren Risiko nach drei Kriterien bewertet:

1. Schweregrad des Fehlers
2. Häufigkeit der Fahrsituation in der der Fehler auftreten kann
3. Beherrschbarkeit durch den Fahrer, wenn der Fehler auftritt
Das zentrale Steuergerät der Fraunhofer ESK überprüft im Fahrzeug alle Befehle an die Motoren auf Übereinstimmung mit der Spezifikation. Ein Befehl, der einen Fehler auslösen würde, wird nicht an andere Systeme weitergeleitet. Bei andauernden Fehlern wird das Fahrzeug in einen sicheren Zustand gebracht und der Fahrer informiert.

Auf der 64. Internationalen Automobil Ausstellung (IAA) im September in Frankfurt am Main präsentieren die Wissenschaftler ihre Lösungen in Halle 4.0, Stand C23 erstmals in der Öffentlichkeit.

Die Fraunhofer-Einrichtung für Systeme der Kommunikationstechnik ESK

Die Fraunhofer ESK verfügt über Expertise für weite Bereiche der IuK, von Übertragungstechnik über Protokolle und Systeme bis zu intelligenten Anwendungen. Ihre Kompetenzfelder Adaptive Communication Systems, Software Methodology und Mobile Solutions bündeln das Know-how, das in den Anwendungsfeldern Automotive, Industrial Communication und Communication Solutions zum Einsatz kommt.

Ansprechpartner:

Fraunhofer-Einrichtung
Systeme der Kommunikationstechnik
Susanne Baumer
Corporate Communication
Telefon: +49 89 547088-353
Telefax: +49 89 547088-66353
susanne.baumer@esk.fraunhofer.de
Dipl.-Ing. Patrick Heinrich
Telefon: +49 89 547088-383
patrick.heinrich@esk.fraunhofer.de

| Fraunhofer-Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.esk.fraunhofer.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Starker Auftritt von dormakaba auf der Messe Security Essen 2016
11.10.2016 | Kaba GmbH

nachricht Solarkollektoren aus Ultrahochleistungsbeton verbinden Energieeffizienz und Ästhetik
16.01.2017 | Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Im Focus: Traffic jam in empty space

New success for Konstanz physicists in studying the quantum vacuum

An important step towards a completely new experimental access to quantum physics has been made at University of Konstanz. The team of scientists headed by...

Im Focus: Textiler Hochwasserschutz erhöht Sicherheit

Wissenschaftler der TU Chemnitz präsentieren im Februar und März 2017 ein neues temporäres System zum Schutz gegen Hochwasser auf Baumessen in Chemnitz und Dresden

Auch die jüngsten Hochwasserereignisse zeigen, dass vielerorts das natürliche Rückhaltepotential von Uferbereichen schnell erschöpft ist und angrenzende...

Im Focus: Wie Darmbakterien krank machen

HZI-Forscher entschlüsseln Infektionsmechanismen von Yersinien und Immunantworten des Wirts

Yersinien verursachen schwere Darminfektionen. Um ihre Infektionsmechanismen besser zu verstehen, werden Studien mit dem Modellorganismus Yersinia...

Im Focus: How gut bacteria can make us ill

HZI researchers decipher infection mechanisms of Yersinia and immune responses of the host

Yersiniae cause severe intestinal infections. Studies using Yersinia pseudotuberculosis as a model organism aim to elucidate the infection mechanisms of these...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

Künftige Rohstoffexperten aus aller Welt in Freiberg zur Winterschule

18.01.2017 | Veranstaltungen

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer-Institute entwickeln zerstörungsfreie Qualitätsprüfung für Hybridgussbauteile

19.01.2017 | Verfahrenstechnologie

Kieler Forscher koordiniert millionenschweres Verbundprojekt in der Entzündungsforschung

19.01.2017 | Förderungen Preise

Neue CRISPR-Methode enthüllt Genregulation einzelner Zellen

19.01.2017 | Biowissenschaften Chemie