Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Hybridschäume verbessern Leichtbau

05.11.2008
Mit einem speziellen Verfahren lassen sich zukünftig die mechanischen, thermischen und akustischen Eigenschaften von Schäumen verbessern. Davon profitiert vor allem der Leichtbau. Auf der hybridica in München demonstriert das Fraunhofer-ICT vom 11. bis 14. November in Halle C2, Stand 102 die Einsatzmöglichkeiten der neuen Hybridschäume.

Mutter Natur ist eine pfiffige Bauherrin. Die Zellstruktur von Knochen und Bienenwaben zum Beispiel ist besonders belastbar und benötigt dafür extrem wenig Material. Der Prozess in dem diese leichtgewichtigen Konstruktionen entstehen eignet sich genauso um Metalle, Kunststoffe und Keramik zu schäumen.

Diese Schäume für sich allein genommen besitzen ganz spezielle Eigenschaften. Kunststoffschäume etwa sind leicht und flexibel halten aber keinen hohen Temperaturen stand. Metallschäume wiederum sind äußerst strapazierfähig aber nur wenig flexibel und schwer. Keramikschäume sind recht starr und halten auch hohen Temperaturen stand, lassen sich leider nur sehr schwer formen.

Für die Automobilindustrie oder die Luft- und Raumfahrt ist es effektiver und Ressourcen schonender, die Flexibilität von Kunststoff mit der Ausdauer des Metalls zu verbinden und zu einem Stoff mit ganz neuen Eigenschaften zu machen. Genau dies wird mit der Entwicklung der Hybridschäume von den Fraunhofer-Forschern angestrebt. Der Werkstoff hat das Potential über völlig neue Eigenschaften zu verfügen, wobei gleichzeitig die spezifischen Schwächen des einzelnen Bestandteils, beispielsweise das hohe Gewicht der Metallschäume, eliminiert werden können. Das ist die Besonderheit der neuen Hybridschäume.

Den effizienten Einsatz der neuartigen Werkstoffe sollen drei Beispielanwendungen zeigen. So ließe sich beispielsweise der Schallschutz in einem Verbrennungsmotor erhöhen, in einer Crashbox die Energieabsorption steigern oder leichte und hochsteife Bauteile fertigen.

Die Herausforderung bei der Entwicklung der multifunktionalen Hybridschäume hat ein Forschungsverbund von Fraunhofer-Instituten angenommen. Die Fraunhofer-Institute für Chemische Technologien ICT, Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM, Keramische Technologien und Systeme IKTS, Silicatforschung ISC und Werkstoffmechanik IWM sind an der Entwicklung beteiligt.

Auf der hybridica, der internationalen Fachmesse zur Entwicklung und Herstellung hybrider Bauteile, stellen die Fraunhofer-Forscher vom ICT erste Hybridschäume vom 11. bis 14. November in München aus (Halle C2, Stand 102).

Ansprechpartner:
Dr. Frank Henning
Telefon +49 721 4640-420
frank.henning@ict.fraunhofer.de
Fraunhofer-Institut für
Chemische Technologie ICT
Joseph-von-Fraunhofer-Str. 7
76327 Pfinztal (Berghausen)

Dr. Frank Henning | Fraunhofer Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.ict.fraunhofer.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Effizienz steigern, Kosten senken!
17.08.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

nachricht Maßgeschneiderte Lösungen für APos-Maschinen: Kamerasystem Keyence CV-X100
11.08.2017 | Heun Funkenerosion GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Platz 2 für Helikopter-Designstudie aus Stade - Carbontechnologie-Studenten der PFH erfolgreich

Bereits lange vor dem Studienabschluss haben vier Studenten des PFH Hansecampus Stade ihr ingenieurwissenschaftliches Können eindrucksvoll unter Beweis gestellt: Malte Blask, Hagen Hagens, Nick Neubert und Rouven Weg haben bei einem internationalen Wettbewerb der American Helicopter Society (AHS International) den zweiten Platz belegt. Ihre Aufgabe war es, eine Designstudie für ein helikopterähnliches Fluggerät zu entwickeln, das 24 Stunden an einem Punkt in der Luft fliegen kann.

Die vier Kommilitonen sind im Studiengang Verbundwerkstoffe/Composites am Hansecampus Stade der PFH Private Hochschule Göttingen eingeschrieben. Seit elf...

Im Focus: Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

In einem Artikel der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins „Nature“ berichten Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden von der Entdeckung eines seltenen Materiezustandes, bei dem sich die Elektronen in einem Kristall gemeinsam in einer Richtung bewegen. Diese Entdeckung berührt eine der offenen Fragestellungen im Bereich der Festkörperphysik: Was passiert, wenn sich Elektronen gemeinsam im Kollektiv verhalten, in sogenannten „stark korrelierten Elektronensystemen“, und wie „einigen sich“ die Elektronen auf ein gemeinsames Verhalten?

In den meisten Metallen beeinflussen sich Elektronen gegenseitig nur wenig und leiten Wärme und elektrischen Strom weitgehend unabhängig voneinander durch das...

Im Focus: Wie ein Bakterium von Methanol leben kann

Bei einem Bakterium, das Methanol als Nährstoff nutzen kann, identifizierten ETH-Forscher alle dafür benötigten Gene. Die Erkenntnis hilft, diesen Rohstoff für die Biotechnologie besser nutzbar zu machen.

Viele Chemiker erforschen derzeit, wie man aus den kleinen Kohlenstoffverbindungen Methan und Methanol grössere Moleküle herstellt. Denn Methan kommt auf der...

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die Zukunft des Leichtbaus: Mehr als nur Material einsparen

23.08.2017 | Veranstaltungen

Logistikmanagement-Konferenz 2017

23.08.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Oktober 2017

23.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Spot auf die Maschinerie des Lebens

23.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Die Sonne: Motor des Erdklimas

23.08.2017 | Physik Astronomie

Entfesselte Magnetkraft

23.08.2017 | Physik Astronomie