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HUSUM WindEnergie 2012: FH Köln stellt Antiradarbeschichtungen für Windräder vor

12.09.2012
Die Radarverträglichkeit von Windkraftanlagen zählt zu den zentralen Problemen für den Ausbau von Offshore-Windkraftanlagen. Mehrfachreflektionen in Windparks beeinrächtigen häufig stark die Funktionsfähigkeit von Radaranlagen. Anti-Radar-Beschichtungen für Windräder, die im Labor für Hochfrequenztechnik der Fachhochschule Köln entwickelt werden, unterdrücken Mehrfachreflexionen.

Forschungsergebnisse zur Radarverträglichkeit von Windkraftanlagen stellt Prof. Dr.-Ing. Rainer Kronberger von der Fachhochschule Köln mit der InnovationsAllianz NRW auf dem NRW-Gemeinschaftsstand der HUSUM WINDENERGY 2012 vor, die vom 18. bis 22. September 2012 stattfindet.

Die Radarverträglichkeit von Windkraftanlagen zählt zu den zentralen Problemen für den Ausbau von Offshore-Windkraftanlagen. Durch Mehrfachreflektionen in Windparks wird die Funktionsfähigkeit von Radaranlagen häufig stark beeinträchtigt. Im Radar entstehen potenziell gefährliche Geisterbilder und Radar-Clutter (Stördaten). Bei Radaranlagen auf Schiffen oder an der Küste kann es sogar passieren, dass in der Nähe fahrende Schiffe nicht vom Radar erkannt werden oder Fehlortungen entstehen. Anti-Radar-Beschichtungen für Windräder, die aktuell im Labor für Hochfrequenztechnik der Fachhochschule Köln entwickelt werden, unterdrücken Mehrfachreflexionen. Die HUSUM WindEnergie ist die Leitmesse für die internationale Windenergietechnik.

»Die Beschichtungen für die Radarflügel müssen möglichst leicht sein, müssen sich an die Form der Rotorflügel anpassen und dürfen nicht auftragen«, erläutert Prof. Kronberger Besonderheiten bei Windkrafträdern. Auf der Messe wird das Funktionsprinzip von radarabsorbierenden Beschichtungen am Beispiel einer Windturbine vorgestellt, deren Rotorblätter mit absorbierenden Beschichtungen versehen sind. Darüber hinaus werden auf einem PC Radarstörungen bei Windfarmen simuliert.

Das Forscherteam des Labors für Hochfrequenz Technik des Instituts für Nachrichtentechnik der Fachhochschule Köln analysiert mithilfe elektromagnetischer Simulationen das Radarstörverhalten von Windparks und erforscht Techniken zur Störungsreduzierung. Es entwickelt u. a. neue und innovative hochfrequenzabsorbierende Beschichtungen auch auf der Basis neuartiger Metamaterialien, die aus speziell strukturierten Kunststoffoberflächen bestehen. Diese Antireflexmaterialien können Mehrfachreflexionen hochfrequenter Strahlung wie sie beispielsweise an Bauwerken aus Eisen oder Stahl vorkommen können, unterdrücken und dadurch Störungen in der Signalübertragung von z. B. Radar verhindern.
Die Fachhochschule Köln ist die größte Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Deutschland. 19700 Studierende werden von rund 430 Professorinnen und Professorinnen unterrichtet. Das Angebot der elf Fakultäten umfasst mehr als 75 Studiengänge aus den Ingenieur-, Geistes- und Gesellschaftswissenschaften und den Angewandten Naturwissenschaften. Die Fachhochschule Köln ist Vollmitglied in der Vereinigung Europäischer Universitäten (EUA), sie gehört dem Fachhochschulverband UAS 7 und der Innovationsallianz der nordrhein-westfälischen Hochschulen an. Die Hochschule ist zudem eine nach den europäischen Öko-Management-Richtlinien EMAS und ISO 14001 geprüfte umweltorientierte Einrichtung und als familiengerechte Hochschule zertifiziert.

Weitere Informationen
Fachhochschule Köln, Institut für Nachrichtentechnik
Labor für Hochfrequenztechnik
E-Mail: rainer.kronberger@fh-koeln.de

Kontakt für die Medien
Fachhochschule Köln
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Petra Schmidt-Bentum
Tel.: 0221 / 82 75 - 31 19
E-Mail: petra.schmidt-bentum@fh-koeln.de

Petra Schmidt-Bentum | idw
Weitere Informationen:
http://www.fh-koeln.de
http://www.hf-lab-koeln.de

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