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Mit Healthcare-IT näher am Patienten

24.04.2012
Siemens rückte auf der conhIT 2012 die Rolle der Informationstechnologie für eine personalisierte Gesundheitsversorgung in den Mittelpunkt

Die Bedeutung der Healthcare-IT für eine personalisierte Gesundheitsversorgung war einer der Schwerpunkte von Siemens Healthcare auf der conhIT 2012 in Berlin. Auf der Leitmesse für Gesundheits-IT zeigte Siemens IT-Systeme, die helfen aus medizinischen, organisatorischen und Finanz-Daten die richtigen Informationen zur Verfügung zu stellen und den Wissensaustausch zwischen den Leistungserbringern zu vereinfachen.

Damit kann das Krankenhauspersonal individuell auf den Patienten zugeschnittene Behandlungsentscheidungen treffen. Wichtig hierfür ist die ständige Weiterentwicklung der Krankenhausinformationssysteme (KIS). Siemens präsentierte in diesem Zusammenhang neue mobile Anwendungen für seine KIS-Systeme. Ebenfalls im Fokus stand das Dienstleistungsangebot „Managed Services“, das Kliniken erlaubt, Teile des IT-Betriebs und der Infrastruktur auszulagern, um die eigenen IT-Ressourcen effizienter zu nutzen. Die Entwicklung effizienzsteigernder IT-Lösungen und -Services für die Anbieter von Gesundheitsleistungen ist ein erklärtes Ziel der Siemens Healthcare-Initiative Agenda 2013.

„Zu jedem Patienten liegen mittlerweile umfangreiche Informationen vor: Laborwerte, Daten aus der Bildgebung, aus Arztberichten und Gesprächen oder Dokumentationen von Krankenhausaufenthalten“, sagte Hartmut Schaper, Senior Vice President Health Services International bei Siemens Healthcare. „Wenn diese Daten künftig mithilfe der Healthcare-IT in Beziehung gesetzt und systematisch ausgewertet werden können, unterstützt dies Ärzte bei einer noch gezielteren Behandlung des einzelnen Patienten.“ Wie die Informationstechnologie der Schlüssel zu einer personalisierten Gesundheitsversorgung sein kann, verdeutlichte Siemens auf der diesjährigen conhIT. Per iPad-Applikation (kurz App) konnten sich die Besucher auf dem Messestand über Visionen, Lösungen und Anwendungen zu diesem Thema informieren. Siemens-KIS, wie Soarian Clinicals zum Beispiel, verknüpfen Patientendaten zunehmend mit klinischen Arbeitsabläufen.

Dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf etwa half dies bei der Bewältigung der EHEC-Krise im Frühsommer 2011. Innerhalb weniger Wochen wurden rund 1.000 infizierte Menschen eingeliefert. Im KIS Soarian Clinicals ließ sich nach Aufnahme der ersten Patienten schnell ein neuer EHEC-Behandlungspfad ausarbeiten, sodass die Erstbehandlung optimal geplant werden konnte.

Um den Patienten stärker in die Behandlungsentscheidung einzubeziehen, müssen dem Klinikpersonal medizinische und organisatorische Daten im entscheidenden Moment und am richtigen Ort vorliegen. Je einfacher sich diese Informationen erfassen und interpretieren lassen, desto schneller können Entscheidungen getroffen werden. Smartphones und Tablet-PCs kommt hierfür eine wachsende Bedeutung zu. Siemens gab auf der conhIT einen Überblick über seine mobilen Anwendungen. Weiterentwickelt wurde die iPad-App „Mobile Visite“ für das KIS i.s.h.med. Damit ist der Arzt in der Lage, nicht nur am Krankenbett auf die Patientenakte zuzugreifen, sondern dort jetzt gleich Vitalwerte oder Anordnungen in das System einzugeben. Diese Neuerung ist ein Ergebnis der Partnerschaft mit dem Unternehmen SAP, auf dessen App Electronic Medical Record (EMR) die i.s.h.med-Anwendung basiert. Ab sofort vertreiben SAP und Siemens beide die EMR-App. Dabei konzentriert sich SAP auf die Weiterentwicklung der technischen Plattform und Siemens arbeitet an den Erweiterungen für die klinischen Inhalte. Für das KIS medico hat Siemens eine neue Applikation zur Wunddokumentation realisiert, die Wundfotografie-App. Sowohl bei der Einweisung eines Patienten als auch für die Verlaufskontrolle spielt die Wunddokumentation eine wichtige Rolle. Mit Hilfe der App lassen sich Wunden per Smartphone fotografieren und von diesem direkt und somit schneller als bisher in das KIS einspeisen.

Mit „Managed Services“ IT-Ressourcen effizienter einsetzen

Infolge der zunehmenden Implementierung der IT im Krankenhaus steigen die Anforderungen an die IT-Abteilungen, was mitunter zu Ressourcenengpässen führt. Teile des IT-Managements an einen externen Dienstleister abzugeben, wird daher für Krankenhäuser immer attraktiver. Siemens bietet mit seinen „Managed Services“ Dienstleistungen, die sich individuell an den Bedürfnissen der jeweiligen Klinik ausrichten lassen. So kann Siemens per kontrolliertem Fernzugriff einzelne Remote-Services durchführen, wie beispielsweise eine regelmäßige Datensicherung. Das Angebot reicht von solchen Einzelleistungen bis hin zur kompletten Übernahme der Betriebsverantwortung. Für das Krankenhaus bedeutet das eine Entlastung des IT-Personals. Dessen Kapazitäten können anderweitig effizient eingesetzt werden, etwa für neue Projekte zur IT-gestützten Optimierung klinischer Prozesse.

Krankenhausinformationssysteme helfen, abteilungsübergreifend Prozesse zu unterstützen. Für Kliniken, die ein neues KIS implementieren oder ihre Prozesse verbessern möchten, präsentierte Siemens auf der conhIT ein neues Serviceangebot. Mit der „kennzahlenadaptierten Prozess- und IT-Optimierung“ (kurz KaPITO) lassen sich Potenziale für die Verbesserung von Prozessen und IT identifizieren. Hierfür werden neben Kennzahlen übergreifende klinische Arbeitsabläufe und Schnittstellen zwischen den Abteilungen und IT-Strukturen analysiert und auf Basis dessen mögliche Handlungsfelder für das Krankenhaus aufgezeigt. Setzt die Klinik Empfehlungen um, werden nach einigen Monaten die Ergebnisse mit den Erwartungen abgeglichen.

Auf das Management von Krankenhäusern zugeschnitten ist die Business-Intelligence-Lösung i.c.m.health von Siemens. Zielgerichtete Analysen über Leistungen, Kosten und Erlöse schaffen die für eine erfolgreiche Krankenhaussteuerung notwendige Transparenz. Zusätzlich zu den eigenen Daten enthält i.c.m.health zur Standortbestimmung Benchmarkdaten für Qualitätsindikatoren und die wichtigsten Kennzahlen des Medizincontrollings. Mit dem Release 4.1 wurde die bedienerfreundliche Benutzeroberfläche mit Dashboards, Standardreports und Ad-hoc- Analysen über alle Module ausgerollt. Die integrierte Kostenträgerrechnung ist nun auch für psychiatrische und psychosomatische Einrichtungen verfügbar. Neu ist außerdem das Modul i.c.m.health fico für Berichte zu zentralen Kennzahlen aus Finanzbuchhaltung und -controlling.

ZTG-Zertifizierung für Soarian Health Archive

Mit Soarian Health Archive stellt Siemens eine umfassende Lösung für das Archiv- und Dokumentenmanagement zur Verfügung. Das ZTG Zentrum für Telematik im Gesundheitswesen GmbH hat die Software kürzlich geprüft und mit einem Zertfikat für eArchivsysteme ausgezeichnet, das auf der conhIT übergeben wurde. Es dokumentiert, dass Soarian Health Archive sämtliche relevanten Sollfunktionen von Archivierungslösungen für das Gesundheitswesen erfüllt. Die Schwerpunkte des Audits lagen auf der Basisarchivfunktionalität inklusive Revisionssicherheit und Resignatur sowie in den Bereichen Datenschutz und Datensicherheit, Dokumentenmanagement und Interoperabilität.

Siemens hat das klinische Informationssystem i.s.h.med an die Befundungssoftware von E&L medical systems GmbH angebunden. So wird eine nahtlose Kopplung von Kommunikation, Terminplanung und elektronischer Patientenakte mit der Diagnostik erreicht. Die Anforderung und Planung diagnostischer Leistungen, Daten- und Bildaufnahme sowie die Befundung bilden dadurch einen durchgehenden klinischen Workflow ohne Doppelerfassungen. Der Arzt kann beispielsweise bei der Befundung online auf die elektronische Patientenakte zugreifen, was für ihn einen erheblichen Zeitgewinn darstellt. Für das IT-Management bedeutet die Kopplung der beiden Systeme Zukunftssicherheit und Investitionsschutz, unter anderem durch die standardisierten Schnittstellen zum Bildarchiv.

Mit seinem Syngo-Portfolio stellt Siemens Software für Befundung und Bildmanagement bereit. Die Software Syngo.via unterstützt mit neuen Softwarefeatures für bildgebende Verfahren wie Computer- und Magnetresonanztomografie oder Angiografie Ärzte bei einer effizienten Befundung. So werden beispielsweise Informationen und Arbeitsabläufe je nach Krankheitsbild automatisch voreingestellt. Zudem lässt sich die Befundungssoftware innerhalb des Bildarchivierungs- und Kommunikationssystems (PACS) Syngo.plaza von Siemens ohne weitere Mausklicks öffnen. Mit dem PACS können bis zu 200 Bilder pro Sekunde geladen werden, was das Auslesen komplexer Fälle mit klinischen Bildern von unterschiedlichen Modalitäten beschleunigt. Effizient verwalten lassen sich diese klinischen Bilder in mehr als 300 Formaten mit der Archivierungslösung Syngo.share, die ebenfalls auf der Messe vorgestellt wurde.

Agenda 2013 ist die weltweite Initiative des Siemens-Sektors Healthcare zur weiteren Steigerung seiner Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit. In den vier Handlungsfeldern Innovation, Wettbewerbsfähigkeit, regionale Präsenz und Personalentwicklung sind Maßnahmenpakete definiert, die in den kommenden beiden Jahren umgesetzt werden.

syngo.via kann einzeln oder zusammen mit anderen syngo.via-basierten Software-Optionen betrieben werden, die eigenständige Medizinprodukte sind.

syngo.share ist ein Medizinprodukt der ITH icoserve technology for healthcare GmbH, Innsbruck. syngo.share ist derzeit nicht in allen Ländern verfügbar.

Die hier genannten Produkte/Funktionen sind in einigen Ländern noch nicht käuflich zu erwerben. Aufgrund von medizinproduktrechtlichen Vorgaben kann die zukünftige Verfügbarkeit nicht zugesagt werden. Detaillierte Informationen hierzu erhalten Sie von Ihrer Siemens-Organisation vor Ort.

Der Siemens-Sektor Healthcare ist weltweit einer der größten Anbieter im Gesundheitswesen und führend in der medizinischen Bildgebung, Labordiagnostik, Krankenhaus-Informationstechnologie und bei Hörgeräten. Siemens bietet seinen Kunden Produkte und Lösungen für die gesamte Patientenversorgung unter einem Dach – von der Prävention und Früherkennung über die Diagnose bis zur Therapie und Nachsorge. Durch eine Optimierung der klinischen Arbeitsabläufe, die sich an den wichtigsten Krankheitsbildern orientiert, sorgt Siemens zusätzlich dafür, dass das Gesundheitswesen schneller, besser und gleichzeitig kostengünstiger wird. Siemens Healthcare beschäftigt weltweit rund 51.000 Mitarbeiter und ist rund um den Globus präsent. Im Geschäftsjahr 2011 (bis 30. September) erzielte der Sektor einen Umsatz von 12,5 Milliarden Euro und ein Ergebnis von rund 1,3 Milliarden Euro.

Stefanie Schiller | Siemens Healthcare
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/conhit
http://www.siemens.com/healthcare

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