Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

H2Expo 2011 - Für die Zukunft im Straßenverkehr: Mobilität mit Brennstoffzellen- und batterieelektrischem Antrieb

17.05.2011
8. Internationale Konferenz und Fachmesse für Wasserstoff,
Brennstoffzellen und elektrische Antriebe der Hamburg Messe

Das Elektroauto kommt: Mit dem zweiten Zwischenbericht der Nationalen Plattform Elektromobilität (NEP) ist der Weg in den Massenmarkt inzwischen gut ausgeleuchtet. Staatliche Anschubhilfen in den nächsten Jahren können dafür sorgen, dass sich das Geschäft mit E-Fahrzeugen ab 2018 selbst trägt.

Von da an überträfen zusätzliche Steuererlöse die Starthilfe der öffentlichen Hand, heißt es in dem Gutachten, das der Bundesregierung am 16. Mai übergeben wurde. Deren Ziel, bis 2020 eine Million Elektroautos auf die Straße zu bringen, rückt auch mit dem neuen Regierungsprogramm Elektromobilität in den Bereich des Machbaren. Zukunftsträchtige Mobilität mit batterieelektrischen und Brennstoffzellen-Fahrzeugen zählt zu den Themenschwerpunkten der H2Expo in Hamburg, einem Forum für intensiven Wissenstransfer, Dialog und Networking auf diesen Gebieten. Zur Fachkonferenz werden am 8. und 9. Juni Experten aus dem In- und Ausland in der diesjährigen Umwelthauptstadt Europas erwartet.

Rund 70 Referenten aus 11 Ländern erörtern den neuesten Stand in Forschung, Entwicklung und Anwendung und stellen ihre Projekte vor. Weitere Themenschwerpunkte sind neben elektrischen Antrieben auch Luftfahrt, Schifffahrt und Infrastruktur. Auf der Fachmesse präsentiert die Branche ihre marktspezifischen Produkte und Dienstleistungen. Im „Ride&Drive“-Bereich können Besucher einige E-Mobile mit verschiedenen Antrieben sehen und zum Teil auch testen.

„Wir erleben derzeit die zweite Erfindung des Automobils. Noch nie hat sich die Technologie so schnell verändert, noch nie haben wir solche Sprünge in der Effizienz erlebt“, sagt Dr. Christian Mohrdieck, Leiter des Bereichs Brennstoffzellen- und Batterie-Antriebsentwicklung im Ressort Konzernforschung und Vorentwicklung der Daimler AG. Die strategische Ausrichtung seines Unternehmens auf diesem Gebiet wird Mohrdieck auf der Konferenz näher erläutern. „Spätestens 2015 erreicht die Brennstoffzellentechnologie bei uns die Marktreife. Ab dann wären wir in der Lage, mehrere 100 000 Fahrzeuge in unterschiedlichen Baureihen auf die Straße zu bringen.“ So plane man etwa eine Limousine mit Brennstoffzellenantrieb, die das Portfolio an lokal emissionsfreien Fahrzeugen erweitern soll. Bis dahin müsse eine Infrastruktur bereitstehen, die den Alltagsbetrieb der Fahrzeuge ermögliche, so Mohrdieck. „Es ist jetzt also Zeit, Gas zu geben und das Wasserstoff-Tankstellennetz konsequent auszubauen.“ Initiativen wie die Clean Energy Partnership (CEP), europaweit größtes Demonstrationsprojekt im Bereich Wasserstoffmobilität, sollen den Nachweis über die Systemfähigkeit der Technologien erbringen. „Die CEP ist dieses Jahr in die dritte und damit finale Projektphase gestartet. Nachdem in der Partnerschaft bereits viele wichtige Ergebnisse erzielt worden sind – u.a. die Verbesserung der Frost-Start-Fähigkeit bei BZ-Systemen, die Erhöhung der Fahrzeugreichweiten, die Vereinfachung der Wasserstoffbetankung und die Verbesserung der Speichertechnologie – steht jetzt die Marktvorbereitung im Fokus“, so Patrick Schnell, Leiter Netzentwicklung von Total Deutschland und CEP-Vorsitzender, der beim Kongress zum Thema spricht. Gemeinsames Ziel der 13 Industriepartner sei es, die Fahrzeuge hinsichtlich Effizienz, Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit zu verbessern, das Tankstellennetzwerk zu erweitern und die Erzeugung und Distribution von „grünem“ Wasserstoff voranzutreiben. „Bereits heute stammt mindestens die Hälfte des Wasserstoffs an CEP-Tankstellen aus regenerativer Erzeugung.“

Hamburg engagiert sich seit 2003 im Bereich emissionsfreie und innovative Antriebe. Die damals von der Hochbahn beschafften Wasserstoffbusse gaben den Startschuss für eine Vielzahl von Fahrzeug- und Infrastrukturprojekten wie etwa der bislang größten europäischen Wasserstofftankstelle in der Hafencity. Bei der E-Mobilität nutzt man beide verfügbaren Technologien: Brennstoffzelle und Batterie. Über 100 Batterieautos fahren derzeit in Hamburger Unternehmen. „Als eine der acht deutschen Modellregionen für Elektromobilität setzt Hamburg vor allem auf den Wirtschaftsverkehr, der mittelfristig das größte Wachstumspotential im Bereich elektrischer Antriebe verspricht“, sagt Heinrich Klingenberg, Geschäftsführer der hySOLUTIONS GmbH, die im städtischen Auftrag die Aktivitäten koordiniert. Im Juni treffen Wasserstoffbusse der neuen Generation an der Alster ein – das zeigt, dass das Wachstum bereits begonnen hat.

Kalifornien gilt als Vorreiter, was Testläufe für BZ-Fahrzeuge und den Aufbau der Tankstelleninfrastruktur angeht. Nach der jüngsten Branchenumfrage der Initiative California Fuel Cell Partnership (CaFCP) werden bis 2017 über 50 000 Automobile mit BZ-Antrieb auf den Straßen des US-Staats erwartet. Ergebnisse aus Feldtests wird Dr. Jack Brouwer, University of California, zur H2Expo nach Hamburg mitbringen. BZ-Fahrzeuge hätten inzwischen beachtliche technische Reife erlangt, so Brouwer, Associate Director am National Fuel Cell Research Center (NFCRC). „Wir sehen schnelle Auftankzeiten, Reichweiten von über 300 Meilen (483 km) pro Tankfüllung und eine Effizienz von mehr als 60 Meilen je Kilogramm Wasserstoff.” Was Fahrverhalten und Beschleunigung angeht, stünden Autos mit BZ-Antrieb ihren Konkurrenten mit Verbrennungsmotor in nichts nach: „Bemerkenswerte Eigenschaften, die von keiner anderen Null-Emissions-Fahrzeugtechnologie erreicht werden.” Zusammen mit batterieelektrischen seien BZ-Fahrzeuge „die richtige Wahl für die Zukunft”.

Die internationale Perspektive wird auf dem Kongress breiten Raum einnehmen. So berichtet Dr. Etsuo Akiba, Professor am japanischen National Institute of Advanced Industrial Science and Technology, über Entwicklungen auf dem Gebiet der BZ- und Elektromobilität in Ostasien. Die Strategie von Toyota im Bereich BZ- und elektrische Antriebe werden Yoichi Hasegawa und Bernhard Grünewald erläutern. Im „Ride & Drive“-Bereich wird man u. a. auf das neueste Toyota BZ-Hybridfahrzeug, das Modell FCHV-adv, sowie die B-Klasse F-CELL von Mercedes-Benz, präsentiert von der Niederlassung Hamburg, oder auf den BZ-Roller Suzuki Burgman stoßen. Batteriefahrzeuge werden ebenfalls zu sehen sein: von Mercedes-Benz etwa die A-Klasse E-CELL oder der erste elektromotorisch angetriebene Transporter eines Automobilherstellers ab Werk, der Vito E-CELL.

Weitere Informationen unter www.h2expo.de und www.h2expo.com

Pressekontakt:
Gudrun Blickle, Tel.: 040/3569-2442, Fax: -2449,
e-Mail.: gudrun.blickle@hamburg-messe.de

Gudrun Blickle | Hamburg Messe
Weitere Informationen:
http://www.h2expo.com
http://www.h2expo.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht IHP präsentiert sich auf der productronica 2017
17.11.2017 | IHP - Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik

nachricht Rittal auf der Messe "Meer Kontakte": IT sicher und platzsparend an Bord
08.11.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Im Focus: «Kosmische Schlange» lässt die Struktur von fernen Galaxien erkennen

Die Entstehung von Sternen in fernen Galaxien ist noch weitgehend unerforscht. Astronomen der Universität Genf konnten nun erstmals ein sechs Milliarden Lichtjahre entferntes Sternensystem genauer beobachten – und damit frühere Simulationen der Universität Zürich stützen. Ein spezieller Effekt ermöglicht mehrfach reflektierte Bilder, die sich wie eine Schlange durch den Kosmos ziehen.

Heute wissen Astronomen ziemlich genau, wie sich Sterne in der jüngsten kosmischen Vergangenheit gebildet haben. Aber gelten diese Gesetzmässigkeiten auch für...

Im Focus: A “cosmic snake” reveals the structure of remote galaxies

The formation of stars in distant galaxies is still largely unexplored. For the first time, astron-omers at the University of Geneva have now been able to closely observe a star system six billion light-years away. In doing so, they are confirming earlier simulations made by the University of Zurich. One special effect is made possible by the multiple reflections of images that run through the cosmos like a snake.

Today, astronomers have a pretty accurate idea of how stars were formed in the recent cosmic past. But do these laws also apply to older galaxies? For around a...

Im Focus: Pflanzenvielfalt von Wäldern aus der Luft abbilden

Produktivität und Stabilität von Waldökosystemen hängen stark von der funktionalen Vielfalt der Pflanzengemeinschaften ab. UZH-Forschenden gelang es, die Pflanzenvielfalt von Wäldern durch Fernerkundung mit Flugzeugen in verschiedenen Massstäben zu messen und zu kartieren – von einzelnen Bäumen bis hin zu ganzen Artengemeinschaften. Die neue Methode ebnet den Weg, um zukünftig die globale Pflanzendiversität aus der Luft und aus dem All zu überwachen.

Ökologische Studien zeigen, dass die Pflanzenvielfalt zentral ist für das Funktionieren von Ökosys-temen. Wälder mit einer höheren funktionalen Vielfalt –...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungen

Roboter für ein gesundes Altern: „European Robotics Week 2017“ an der Frankfurt UAS

17.11.2017 | Veranstaltungen

Börse für Zukunftstechnologien – Leichtbautag Stade bringt Unternehmen branchenübergreifend zusammen

17.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

IHP präsentiert sich auf der productronica 2017

17.11.2017 | Messenachrichten

Roboter schafft den Salto rückwärts

17.11.2017 | Innovative Produkte