Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Geodaten im Katastrophenschutz

09.07.2013
Wie wichtig Geodaten bei der Vorsorge und Bekämpfung von Naturkatastrophen sind, belegt die Kooperation des Bundesministerium des Innern mit dem Zentrum für satellitengestützte Kriseninformation (ZKI) am Deutschen Zentrum für Luft und Raumfahrt (DLR). Ziel der Kooperation ist die Versorgung der Katastrophenschützer mit aktuellen satellitenbasierten Kartenprodukten.
"Während der aktuellen Hochwasserlage in Deutschland hat das Zentrum für satellitengestützte Kriseninformation des DLR im Rahmen eines Vertrags mit dem BMI über 50 satellitenbasierte Kartenprodukte erstellt, die den Krisenstäben, Lagezentren und nationalen Hilfsorganisationen sowie den Helfern vor Ort zur Verfügung gestellt wurden. Dies verdeutlicht die Bedeutung fernerkundungsbasierter Informationen in der Lagebewältigung.", so Prof. Dr. Günter Strunz, Abteilungsleiter, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) und Vortragender im Rahmen des diesjährigen INTERGEO Kongresses.

Effektives Krisenmanagement
Der Katastrophenschutz gilt als eines der wichtigsten Anwendungsgebiete für die Nutzung von Geodaten - national wie international. Nach dem gewaltigen Tsunami 2004 im Indischen Ozean oder auch nach den verheerenden Erdbeben auf Haiti 2010 und in Japan 2011 - waren es Geodaten, die unter anderem aus Satellitendaten abgeleitet wurden und die Rettungskräfte bei der schnellen Koordination vor Ort unterstützten.
Im Ernstfall geht es immer darum, schnell verlässliche Informationen zum genauen Ort und Ausmaß der Katastrophe und den Betroffenen zu erhalten. Zeitnahe Aufnahmen von Krisengebieten ermöglichen eine schnelle Schadensanalyse, was von wesentlicher Bedeutung für das Krisenmanagement ist.

Vorsorge durch Simulation
Langfristig bilden Geodaten nicht nur eine verlässliche Grundlage zur Einschätzung von Gefährdungen und Risiken. Sie dienen vor allem der Analyse, Modellierung, Lokalisierung und Visualisierung krisenrelevanter Sachverhalte. So ist für Hochwassergebiete bspw. die Kenntnis der Ausdehnung von Überschwemmungen von großer Bedeutung. Mit den Daten, die per Satellit oder Befliegung gesammelt werden, lassen sich dreidimensionale digitale Geländemodelle erstellen, mit denen Überschwemmungen simuliert werden können. Die daraus gewonnenen Informationen geben den Behörden wichtige Entscheidungsgrundlagen für ihr Handeln im Krisenfall.

Treffpunkt einer Innovationsbranche
"Die weltweit führenden Anbieter unter den Geoinformationsdienstleistern, die mit ihrem Technologien so wertvolle Arbeit in der Prävention und im Management von Katastrophen leisten, treffen sich auch in diesem Jahr auf der INTERGEO, der Leitmesse für Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement in Essen", sagt Olaf Freier, Geschäftsführer der Hinte GmbH, die für den DVW die INTERGEO ausrichtet.
Gemeint sind vor allem Anbieter, die sich auf das Befliegen großer Flächen spezialisiert haben und solche, die die passende Technologie etwa in Form von Satelliten oder 3 D Laserscanner liefern.

INTERGEO Kongress
Auch 2013 werden bedeutende nationale und internationale Persönlichkeiten auf dem INTERGEO-Kongress in Essen über Fachthemen wie Open GeoData und Energiethemen, Cloud Computing, 3D und neue Technologien, Stadtentwicklung und Wertermittlung sprechen. Natürlich thematisiert auch der Kongress den vielfältigen Nutzen von Geodaten im Katastrophenschutz und -management. "Das Thema wird aus aktuellem Anlass und als exzellentes Beispiel für die Anwendung von Geoinformationen in Geschäftsprozessen auf der INTERGEO Konferenz sicherlich große Beachtung finden und von vielen Rednern in ihren Vorträgen aufgegriffen werden.", so Hagen Graeff, Generalbevollmächtigter der DVW gGmbH, die sich um inhaltliche Fragen rund um die INTERGEO kümmert. Der Deutsche Verein für Vermessungswesen - Gesellschaft für Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement e. V. (DVW) ist Veranstalter der INTERGEO.

Als weiteres Highlight ist die 2. Nationale INSPIRE Konferenz, die sich in diesem Jahr kommunalen Themen widmet, in den Kongress eingebettet.

Über die INTERGEO

Die INTERGEO ist die internationale Leitmesse für Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement. 16.000 Fachbesucher aus 80 Ländern informierten sich auf der jüngsten Kommunikationsplattform bei 525 Unternehmen aus 32 Ländern über die Innovationen der Branche.

Der DVW- Gesellschaft für Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement e.V. ist Veranstalter der INTERGEO. Die 19. INTERGEO findet vom 8. bis 10. Oktober 2013 in Essen statt.

Bildmaterial sowie weitere Informationen sind unter www.intergeo.de zu finden.
Informationen zur 2. Nationalen INSPIRE Konferenz unter www.intergeo.de/inspire.
Pressekontakt:
HINTE GmbH
Denise Wenzel
Tel: +49(0)721/93133-730
Mail: dwenzel@hinte-messe.de

Denise Wenzel | HINTE GmbH
Weitere Informationen:
http://www.intergeo.de
http://www.intergeo.de/inspire

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Safety first – höchstmöglicher IT-Schutz
06.09.2016 | Rittal GmbH & Co. KG

nachricht Schaltschrank-Standards zum Anfassen
06.09.2016 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Innovatives Hochleistungsmaterial: Biofasern aus Florfliegenseide

Neuartige Biofasern aus einem Seidenprotein der Florfliege werden am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP gemeinsam mit der Firma AMSilk GmbH entwickelt. Die Forscher arbeiten daran, das Protein in großen Mengen biotechnologisch herzustellen. Als hochgradig biegesteife Faser soll das Material künftig zum Beispiel in Leichtbaukunststoffen für die Verkehrstechnik eingesetzt werden. Im Bereich Medizintechnik sind beispielsweise biokompatible Seidenbeschichtungen von Implantaten denkbar. Ein erstes Materialmuster präsentiert das Fraunhofer IAP auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vom 20.1. bis 29.1.2017 in Halle 4.2 am Stand 212.

Zum Schutz des Nachwuchses vor bodennahen Fressfeinden lagern Florfliegen ihre Eier auf der Unterseite von Blättern ab – auf der Spitze von stabilen seidenen...

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Im Focus: Traffic jam in empty space

New success for Konstanz physicists in studying the quantum vacuum

An important step towards a completely new experimental access to quantum physics has been made at University of Konstanz. The team of scientists headed by...

Im Focus: Textiler Hochwasserschutz erhöht Sicherheit

Wissenschaftler der TU Chemnitz präsentieren im Februar und März 2017 ein neues temporäres System zum Schutz gegen Hochwasser auf Baumessen in Chemnitz und Dresden

Auch die jüngsten Hochwasserereignisse zeigen, dass vielerorts das natürliche Rückhaltepotential von Uferbereichen schnell erschöpft ist und angrenzende...

Im Focus: Wie Darmbakterien krank machen

HZI-Forscher entschlüsseln Infektionsmechanismen von Yersinien und Immunantworten des Wirts

Yersinien verursachen schwere Darminfektionen. Um ihre Infektionsmechanismen besser zu verstehen, werden Studien mit dem Modellorganismus Yersinia...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mittelstand 4.0 – Mehrwerte durch Digitalisierung: Hintergründe, Beispiele, Lösungen

20.01.2017 | Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

Künftige Rohstoffexperten aus aller Welt in Freiberg zur Winterschule

18.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

21.500 Euro für eine grüne Zukunft – Unserer Umwelt zuliebe

20.01.2017 | Unternehmensmeldung

innovations-report im Interview mit Rolf-Dieter Lafrenz, Gründer und Geschäftsführer der Hamburger Start ups Cargonexx

20.01.2017 | Unternehmensmeldung

Niederlande: Intelligente Lösungen für Bahn und Stahlindustrie werden gefördert

20.01.2017 | Förderungen Preise