Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

»FVK-Starter« erweitert das Personal-Qualifizierungsangebot des Fraunhofer IFAM - Composites Europe

09.10.2012
Das Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM, Bremen, präsentiert auf der Composites Europe 2012 vom 9. bis 11. Oktober in Düsseldorf (Halle 8a, Stand A11) erstmals den »FVK-Starter«. Der neue FVK-Lehrgang bietet einen Kompakteinstieg in die Herstellung von faserverstärkten Kunststoffen (FVK) mit hohem Praxisanteil.

Der Einsatz von Faserverbundkunststoffen wird in vielen Branchen zunehmend wichtiger. Das gilt insbesondere für Automobilindustrie, Schiffbau, Windenergieanlagenbau, Schienenfahrzeugbau sowie Luft- und Raumfahrtindustrie, wo Faserverbundkunststoffe immer öfter traditionelle Werkstoffe ersetzen. Um die Möglichkeiten und das innovative Potenzial von FVK jedoch optimal nutzen zu können, ist entsprechend qualifiziertes Personal erforderlich. Nur geschulte Mitarbeiter können das anspruchsvolle Material fachgerecht herstellen, verarbeiten und reparieren.


Um ein Verständnis für den Werkstoff FVK zu entwickeln, sind praktische Übungen in der Qualifizierung zum »FVK-Starter« unerlässlich
(© Fraunhofer IFAM)

Um dieser Entwicklung gerecht zu werden, bietet das Kunststoff-Kompetenzzentrum des Fraunhofer IFAM seit 2007 Lehrgänge für technisches Personal an, um die Besonderheiten der FVK-Herstellung praxisnah zu vermitteln. Nachdem 2012 der Lehrgang zum »FVK-Instandsetzer« in das Weiterbildungsportfolio aufgenommen wurde, erweitert ab 2013 die Qualifizierung zum »FVK-Starter« das bestehende Lehrgangsangebot.

»FVK-Starter«
Das Kunststoff-Kompetenzzentrum des Fraunhofer IFAM ergänzt künftig sein Weiterbildungsangebot um die Weiterbildung zum »Faserverbundkunststoff-Starter« (»FVK-Starter«). Der Fokus dieses einwöchigen Kurses liegt auf dem Einstieg in die manuelle Fertigung von FVK-Bauteilen und gibt einen Einblick in maschinelle Herstellungsverfahren. Der »FVK-Starter« bietet insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen die Möglichkeit, in die FVK-Technologie einzusteigen und erste praktische Erfahrungen zu sammeln. Die Teilnehmer können das neu erworbene theoretische Wissen bereits während des Kurses durch praktische Arbeiten ergänzen und festigen.
»FVK-Praktiker«
Wer sich erfolgreich zum »FVK-Starter« qualifiziert hat, kann sich im Anschluss vertiefende Kenntnisse zu Fertigungstechnologien, Bearbeitungsprozessen und automatisierten Herstellungsverfahren im Kurs »FVK-Praktiker« aneignen. Dabei wird der »FVK-Starter« auf den Zertifikatslehrgang »FVK-Praktiker« angerechnet – der Einstieg kann unmittelbar in das Modul 2 des weiterführenden Kurses erfolgen. Somit verkürzt sich die ursprüngliche Kursdauer des »FVK-Praktikers« von vier auf drei Wochen. Der »FVK-Praktiker« endet mit einer Abschlussprüfung, die nach erfolgreicher Teilnahme durch ein Zertifikat bestätigt wird.
»FVK-Instandsetzer«
Abgerundet wird das FVK-Weiterbildungsportfolio des Fraunhofer IFAM durch den »FVK-Instandsetzer«, der 2012 neu eingeführt wurde. Schwerpunkt dieses einwöchigen zertifizierenden Kurses ist die fachgerechte Reparatur und Instandsetzung von Faserverbunden.
Klebtechnisches Weiterbildungsangebot
Neben dem Kunststoff-Kompetenzzentrum mit seinen FVK-Lehrgängen präsentiert auch das Klebtechnische Zentrum des Fraunhofer IFAM sein Qualifizierungsangebot auf der Composites Europe 2012. Dieses Weiterbildungsangebot besteht aus den Qualifizierungen zum »DVS®/EWF-Klebpraktiker«, zur »DVS®/EWF-Klebfachkraft« und zum »DVS®/EWF-Klebfachingenieur«.

Die direkte Verknüpfung von Forschung & Entwicklung und professioneller Weiterbildung zeichnet das Personalqualifizierungsangebot des Fraunhofer IFAM aus. Beide Bildungseinrichtungen sind integraler Bestandteil der Fraunhofer Academy und direkt auf die Anforderungen des Marktes zugeschnitten. Das vermittelte Know-how versetzt Betriebe in die Lage, die Potenziale moderner Klebtechnik sowie Faserverbundtechnologie zu nutzen und in eigene zukunftsträchtige Innovationen umzusetzen. Zielgruppe sind Unternehmen unterschiedlichster Branchen wie Transportmittelbau (Automobil, Flugzeug, Schienenfahrzeug, Schiff), Anlagenbau, Energietechnik, Elektro- und Elektronikindustrie, Medizintechnik sowie kunststoffverarbeitende Industrie. Die Lehrgänge werden in Deutsch, Englisch oder mit Übersetzung in die jeweilige Landessprache angeboten.

Kontakt Composites Europe 2012
Halle 8a I Stand A11
Halle 8b I Stand A16
Hintergrundinformation
Der Bereich Klebtechnik und Oberflächen des Fraunhofer-Instituts für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM ist die europaweit größte unabhängige Forschungseinrichtung auf dem Gebiet der industriellen Klebtechnik mit circa 300 Mitarbeitern. Im Mittelpunkt stehen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten der Klebtechnik, der Faserverbundtechnologie, der Adhäsions- und Grenzfächenforschung, der Plasmatechnik und der Lacktechnik mit dem Ziel, der Industrie anwendungsorientierte Systemlösungen zu liefern.

Die beiden Bildungseinrichtungen – Kunststoff-Kompetenzzentrum sowie Klebtechnisches Zentrum – sind Bestandteil der Forschungs- und Entwicklungseinrichtung und fest in die Abläufe des Instituts eingebunden. Die Weiterbildungen befinden sich somit immer auf dem aktuellsten Stand der Forschung und Entwicklung. Das Fraunhofer IFAM steht den Absolventen sowie Unternehmen auch nach den Lehrgängen als Fachansprechpartner zur Verfügung. Fraunhofer-Aufgabe ist Technologietransfer, der aus anwendungsorientierter Forschung, Entwicklung und Weiterbildung besteht.

Weitere Informationen:
http://www.ifam.fraunhofer.de
http://www.kunststoff-in-bremen.de
http://www.kleben-in-bremen.de
http://www.academy.fraunhofer.de

Anne-Grete Becker | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.ifam.fraunhofer.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Medica 2017 – TU Kaiserslautern präsentiert Fortschritte in der Medizintechnologie
20.10.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

nachricht Biokunststoffe könnten auch in Traktoren die Richtung angeben
18.10.2017 | Hochschule Hannover

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Salmonellen als Medikament gegen Tumore

HZI-Forscher entwickeln Bakterienstamm, der in der Krebstherapie eingesetzt werden kann

Salmonellen sind gefährliche Krankheitserreger, die über verdorbene Lebensmittel in den Körper gelangen und schwere Infektionen verursachen können. Jedoch ist...

Im Focus: Salmonella as a tumour medication

HZI researchers developed a bacterial strain that can be used in cancer therapy

Salmonellae are dangerous pathogens that enter the body via contaminated food and can cause severe infections. But these bacteria are also known to target...

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Konferenz IT-Security Community Xchange (IT-SECX) am 10. November 2017

23.10.2017 | Veranstaltungen

Die Zukunft der Luftfracht

23.10.2017 | Veranstaltungen

Ehrung des Autors Herbert W. Franke mit dem Kurd-Laßwitz-Sonderpreis 2017

23.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Magma sucht sich nach Flankenkollaps neue Wege

23.10.2017 | Geowissenschaften

Neues Sensorsystem sorgt für sichere Ernte

23.10.2017 | Informationstechnologie

Salmonellen als Medikament gegen Tumore

23.10.2017 | Biowissenschaften Chemie