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Fühlende Maschinen und Neues aus der Luftfahrtfertigung

28.07.2011
Das Produktionstechnische Zentrum der Leibniz Universität Hannover beteiligt sich mit zwei Ausstellungen und einem Kongress an der EMO Hannover, der Weltleitmesse der Metallbearbeitung, die vom 19. bis 24. September ihre Tore öffnet.

Wenn sich Werkzeugmaschinen- und Fertigungsexperten aus aller Welt im September auf dem Messegelände in Hannover treffen, werden auch die entsprechenden Ingenieurwissenschaftlerinnen und - wissenschaftler der Leibniz Universität dabei sein und ihren Beitrag zur Fortentwicklung der Branche leisten:

Die sechs Institute des Produktionstechnischen Zentrums Hannover (PZH) stellen in Halle 2 auf rund 200 Quadratmetern Highlights aus den Bereichen Biomedizintechnik, fühlende Maschinen sowie Prozesskettenoptimierung vor. Das zum PZH gehörende Institut für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen (IFW) ist darüber hinaus Teil des Gemeinschaftsstands des Machining Innovations Network in Halle 27 und lädt zum Kongress „Neue Fertigungsverfahren in der Luft- und Raumfahrt“ aufs Messegelände ein. Mit dabei sein wird nicht zuletzt das am PZH ansässige studentische Formula-Student-Team, das auf der „Sonderschau Jugend“ der VDW-Nachwuchsstiftung den electricHorse11 präsentiert, seinen ersten Rennwagen mit rein elektrischem Antriebsstrang (Halle 25, Stand C09).

PZH-Stand Halle 2, Stand A21: „Vom Menschen zur fühlenden Maschine“ heißt einer der beiden Ausstellungsschwerpunkte. Gezeigt werden Forschungsergebnisse des PZH für unterschiedlichste Implantat- und Prothesenlösungen: von der richtigen Magnesiumlegierung für resorbierbare Herz- und Gefäßimplantate über neue Fertigungsverfahren für Keramiken für optimierte Knieprothesen bis hin zum völlig neuen Gelenkprothesenmechanismus. Während Menschen mithilfe solcher Maschinenbauentwicklungen in Zukunft komfortabler „verschleißen“, profitieren Maschinen und Komponenten von menschlichen Eigenschaften: Bauteile erkennen sich quasi selbst – ihre Historie, ihren Zustand, mögliche Überlastung – und informieren ihre Bediener darüber. Auf dem PZH-Stand verdeutlichen zwei Werkzeugmaschinen diese Idee: ein entsprechend weiterentwickeltes Bearbeitungszentrum und eine komplette Eigenkonstruktion, die mit einer muskelähnlichen Dämpfung und mit fühlender Magnetlinearführung das Potenzial der nächsten Maschinengeneration deutlich macht. Mit dem zweiten Ausstellungsthema zeigen die Ingenieure, wie der klassische Schmiede- beziehungsweise Massivumformprozess auf wenige Schritte reduziert werden kann und so Zeit, Energie und Kosten spart. Die optimierte Prozesskette des „Präzisionsschmiedens“ wurde im gleichnamigen Sonderforschungsbereich am PZH in den vergangenen Jahren entwickelt. Ein Forum mit Beiträgen zu den vorgestellten Themen rundet die Ausstellung ab. Die Leistungsschau auf der EMO wird den Instituten freundlicherweise durch die GILDEMEISTER Group ermöglicht.

Sonderschau „Meilensteine der wirtschaftlichen Titanbauteilfertigung": Als Teil des bundesweiten Zerspan-Netzwerks, des Machining Innovations Network, wird das IFW auf dem Gemeinschaftsstand in Halle 27, Stand C32, neben anderen Mitgliedern aktuelle Highlights der spanabhebenden Fertigung von Titanstrukturbauteilen zeigen, die insbesondere für die Luftfahrt von großer Bedeutung sind.

11. IFW-Kongress „Neue Fertigungsverfahren in der Luft- und Raumfahrt“: Zum ersten Mal findet die renommierte IFW-Konferenz als Teil der EMO auf dem Messegelände statt. Mitveranstalter ist wie im vergangenen Jahr das Machining Innovations Network. Der zweitägige, zweisprachige Kongress wird EMO-Besuchern aus der Luft- und Raumfahrtindustrie ein Forum bieten, sich auf höchstem Niveau über den Stand der Forschung zu informieren und auszutauschen. Neben den metallischen Werkstoffen – insbesondere Titan und Aluminium – werden in diesem Jahr auch faserverstärkte Kunststoffe und Materialkombinationen thematisiert. Weitere Informationen zum Kongress: http://www.pzh-hannover.de/PZH/PZH_aktuell oder http://www.machining-network.com/flycms/Conference/0923263341.html?URI=%2Fconference

Hinweis an die Redaktion:
Für weitere Informationen steht Ihnen Dr.-Ing. Jens Köhler, Institut für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen der Leibniz Universität Hannover, unter Telefon +49 511 762 5950 oder per E-Mail unter koehler@ifw.uni-hannover.de gern zur Verfügung.

Jessica Lumme | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-hannover.de

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