Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fraunhofer IWM präsentiert Lösungen für Leichtbau auf der Composites Europe

01.09.2015

Besonders leichte und robuste Materialien aus Kunststoff gewinnen im Automobil- und Flugzeugbau rasant Marktanteile, denn sie reduzieren das Gewicht und damit Treibstoffverbrauch und Schadstoffausstoß. Das Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM in Halle unterstützt Industriekunden dabei entlang der gesamten Wertschöpfungskette, von der Materialentwicklung bis zur Schadensbewertung. Seine neusten Entwicklungen bei thermoplastischen Faserverbundwerkstoffen präsentiert das Institut vom 22.-24. September auf der Fachmesse Composites Europe in Stuttgart.

Führende Hersteller und Verarbeiter von Verbundwerkstoffen, Maschinenhersteller und Forschungsinstitute zeigen auf der Hightech-Messe die wichtigsten Trends zu faserverstärkten Kunststoffen. Am Stand 7/B20 präsentiert das Fraunhofer IWM unter anderem einen Frontendträger für den Fahrzeugbau, der im Spritzguss aus langfaserverstärkter Thermoplaste mit lokaler Endlosfaserverstärkung hergestellt wurde.


Einen Pkw-Frontendträger aus langfaserverstärkter Thermoplaste zeigt das Fraunhofer IWM auf der Composites Europe.

© Fraunhofer IWM

Zudem stellt das Institut die Möglichkeiten der mechanischen Charakterisierung von Faserverbundkunststoffen (FVK) anhand von Laminat- und Sandwichproben vor. Auch Kleinteilproben aus faserverstärkten thermoplastischen Kunststoffen (Laminate, Tapes, Verbundträger) als Halbzeuge für die FVK-Großserienfertigung werden gezeigt.

»Viele Hersteller, vor allem in der Autoindustrie und der Luftfahrtbranche, haben die Potenziale von faserverstärkten Kunststoffen für den Leichtbau erkannt. Diese enorm leistungsfähigen Materialien ermöglichen es, Kosten zu sparen, die Umwelt zu schonen und mit neuen Eigenschaften viele zusätzliche Anwendungsfelder zu eröffnen«, sagt Dr. Ralf Schlimper aus dem Geschäftsfeld Polymeranwendungen des Fraunhofer IWM.

»Unsere Aktivitäten bilden die gesamte Wertschöpfungskette bei thermoplastischen Faserverbundwerkstoffen ab: ausgehend vom Materialdesign auf der Mikrostrukturebene über die Entwicklung von Halbzeugen bis zur Bauteilfertigung und der anschließenden Bewertung«, beschreibt er das Portfolio des Fraunhofer IWM, das seit 2009 regelmäßig auf der Composites Europe vertreten ist.

Eine besondere Stärke des Instituts sei die Arbeit mit industriekompatiblen Anlagen. Unter anderem am Fraunhofer-Pilotanlagenzentrum für Polymersynthese und -verarbeitung PAZ wird die gesamte Prozesskette der Kunststofffertigung im Pilotmaßstab abgebildet. »Die besondere Herausforderung bei faserverstärkten Kunststoffen ist der Nachweis, dass sie sich auch in Großserie wirtschaftlich fertigen lassen. Genau dafür bieten wir ideale Möglichkeiten«, sagt Schlimper. »Wir unterstützen die Kunden mit Know-how für den gesamten Entwicklungsprozess bis hin zum fertigen Prototyp.«

Die Entwicklung und Optimierung großserientauglicher Fertigungsprozesse von Composites-Bauteilen ist einer der Schwerpunkte der diesjährigen Composites Europe. Die Messe feiert mit Rekordwerten ihr zehntes Jubiläum: 11.000 Besucher werden erwartet. Rund 450 Aussteller aus 30 Ländern zeigen neue Produktions- und Verarbeitungsprozesse, Material-Innovationen und aktuelle Leichtbau-Projekte.

Weitere Informationen:

http://www.iwm.fraunhofer.de/presse-veranstaltungen-publikationen-preise/details...

Clemens Homann | Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Intelligente Filter für innovative Leichtbaukonstruktionen
08.12.2016 | Technische Universität Bergakademie Freiberg

nachricht Mobile Learning und intelligente Contentlösungen im Fokus
08.12.2016 | time4you GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie

Speicherdauer von Qubits für Quantencomputer weiter verbessert

09.12.2016 | Physik Astronomie