Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fraunhofer IFAM auf der »Bau 2013« in München: Klebtechnik – Potenziale für die Morgenstadt

15.01.2013
Die Fügetechnologie Kleben eröffnet Bauingenieuren, Architekten und Designern durch maßgeschneiderte Lösungen neue Wege für das Bauwesen – und damit Wege in die Städte der Zukunft.
Das Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM, Bremen, präsentiert praxisorientierte klebtechnische Lösungen vom 14. bis 19. Januar auf der Messe »Bau 2013« (Halle C2, Stand 131/135), München, im Rahmen einer Sonderschau: Kleben von Membrankissen aus ETFE (Ethylen-Tetrafluorethylen) und Kleben von WPC (Wood-Plastic-Composites; Holz-Kunststoff-Verbundwerkstoffe) sowie strukturell geklebte Holz-Glas-Verbundelemente.

Kleben von ETFE-Membrankissen mit Vorbehandlung für Außenanwendungen

ETFE-Folien sind sehr witterungsbeständig und damit gut für den Außenbereich geeignet. Mit Membrankissen aus diesem Material können z. B. transparente Dächer und Fassaden realisiert werden. Die Folien galten bislang als schwer klebbar und wurden daher mit Hilfe von Heizelementen geschweißt. Aber: die dabei entstehenden geraden Schweißnähte lassen keine runden Konturen zu. Hingegen ermöglicht die Klebtechnik solche Konturen. Das entwickelte klebtechnische Verfahren, das eine spezifische Oberflächenvorbehandlung beinhaltet, erlaubt Designfreiheit, fügt das ETFE-Material sicher und steht zudem als Reparaturkonzept für beschädigte ETFE-Membrankissen zur Verfügung.

Kleben von WPC ohne Vorbehandlung für den Außenbereich

Ursprünglich sind Holz-Kunststoff-Verbundwerkstoffe schwer klebbare Materialien. Nun ist es gelungen, ein Klebstoffsystem zu entwickeln, mit dem sich WPC fügen lassen – und dies sogar ohne aufwendige und damit kostenintensive Oberflächenvorbehandlung. Auf der Messe »Bau 2013« werden Gartenmöbel und eine Terrasse aus witterungsbeständigem WPC präsentiert, die klebtechnisch gefügt wurden. Vorteil der Klebtechnik ist auch hier, dass sie Designfreiheit ermöglicht und darüber hinaus die Kombination mit nahezu allen Materialien problemlos zulässt. Da keine Vorbehandlung erforderlich ist, können die Terrassenbauteile direkt vor Ort montiert werden. Die klebtechnische Befestigung der Bohlen auf der Terrassenunterkonstruktion ergibt eine ebenmäßige Optik, da keine Schrauben – wie sonst üblich – zu sehen sind.

Fußgängerbrücke aus strukturell geklebten Holz-Glas-Verbundelementen

Auf der Messe »Bau 2013« ist das Modell einer Fußgängerbrücke aus strukturell geklebten Holz-Glas-Verbundelementen (HGV) zu sehen. Die eigentliche Brücke hat 38 Meter Spannweite und führt über eine bestehende Autobahn. Der nachhaltige Baustoff Holz und das recyclingfähige Glas stehen in ihrer Kombination für Transparenz und Moderne im Bauwesen. Der Einsatz der Holz-Glas-Verbundelemente lässt ein multifunktionales Tragwerk entstehen, das nicht nur zu architektonisch ansprechenden Formen, sondern auch zu kostengünstigeren konstruktiven Vorschlägen führt.

Kontakt

Halle C2, Stand 131/135

Dipl.-Ing. (FH) Uwe Maurieschat M. Sc.
uwe.maurieschat@ifam.fraunhofer.de

Dr. Till Vallée
till.vallee@ifam.fraunhofer.de

Anne-Grete Becker | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.ifam.fraunhofer.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien
24.02.2017 | Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz-Institut, HHI

nachricht MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin
24.02.2017 | FOKUS - Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie