Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Forschen für die Zukunft im Gartenbau – JKI präsentiert Züchtungsforschung auf IPM

24.01.2011
Erstmals präsentiert sich das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) vom 25. – 28. Januar 2011 mit einem eigenen Stand auf der Internationalen Pflanzenmesse (IPM) in Essen. Das zum BMELV gehörende Julius Kühn-Institut, das Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen, stellt das Netzwerk „Deutsche Genbank Obst“ zur Erhaltung bedeutender pflanzengenetischer Ressourcen sowie seine Züchtungsforschung an Äpfeln und Pelargonien vor.

„Die Präsentation unseres Ministeriums gemeinsam mit dem JKI auf dieser bedeutendsten Messe für den Gartenbau zeigt, wie wichtig die Züchtungsforschung des JKI ist, um den künftigen Herausforderungen im Gartenbau wirksam zu begegnen“, freut sich der Präsident des JKI, Dr. Georg Backhaus. „Wichtige Ziele wie nachhaltiger Anbau und moderner Pflanzenschutz lassen sich nur durch innovative Ideen in der Züchtungsforschung erreichen. Dies ist aber kein Selbstzweck, denn neue Züchtungen müssen dem Verbraucher gefallen.“ Was nützt beispielsweise die resistenteste Apfelsorte, wenn sie dem Käufer nicht schmeckt, malt Backhaus aus.

Die Besucher der IPM können am Messestand GA05 verschiedene Apfelsorten aus der Pillnitzer Obstzüchtung des Julius Kühn-Instituts verkosten. Dabei stellen die JKI-Züchter ihre neuen Sorten vor, welche widerstandsfähig gegenüber Krankheiten sind und am Standort Dresden-Pillnitz gezüchtet wurden. Mit einem standardisierten Bewertungstest möchten die Züchtungsforscher erfahren, welche Sorten den Verbrauchern schmecken und gefallen oder welche Kriterien beim Kauf von Äpfeln sonst noch eine Rolle spielen. Diese wertvollen Informationen zum Beispiel über die Geschmackspräferenzen helfen den Züchtern zu verstehen, auf welche Merkmale die Verbraucher bei ihrem Lieblingsobst Wert legen. „Ziel unserer Forschungen ist, vom Verbraucher gewünschte Eigenschaften in neue Sorten einzukreuzen, aber auch Gene, die die Pflanzen widerstandsfähig gegenüber Krankheitserregern machen, so dass sie dadurch weniger Pflanzenschutz benötigen“, so Dr. Henryk Flachowsky vom JKI-Institut in Dresden-Pillnitz.

JKI-Forscher aus Quedlinburg präsentieren ihre Arbeiten zu Pelargonien, im Volksmund oft als Geranien bezeichnet. Pelargonien sind in Deutschland wegen ihrer enormen Blütenvielfalt die beliebtesten Beet- und Balkonpflanzen. Am Messestand auf der IPM wird beim Vergleich von Kulturformen mit den aus Südafrika stammenden Wildarten deutlich, welche Veränderungen Züchtung bewirken kann. Dennoch sind die Wildarten für die Züchtung äußerst interessant. Sie besitzen Gene mit wichtigen Eigenschaften wie Toleranz gegenüber Krankheiten oder attraktive Blütenformen und -farben, alles Eigenschaften, die man den Kulturformen gerne mitgeben würde. Das ist bei Pelargonien nicht einfach, da nicht nur die Wildarten genetisch sehr verschieden sein können, sondern die Kulturformen sich genetisch bereits weit von ihnen entfernt haben. So besitzen sie teilweise unterschiedliche Chromosomenzahlen. Dem JKI ist es gelungen, mit P. quinquelobatum eine Wildart zu finden, die eine Art Bindeglied zwischen wilden und „gezähmten“ Pelargonien darstellen kann, da sie gut mit anderen Pelargonium-Arten kreuzbar ist. Mit Hilfe dieser Art können wichtige Merkmale auf Kulturformen übertragen werden und dort „frischen Wind in die Gene“ bringen. „Wenn dieser Weg erfolgreich ist, kann er zum weiteren Fortschritt in der Pelargonienzüchtung Deutschlands beitragen.“, ist Dr. Sylvia Plaschil vom JKI in Quedlinburg sicher.

Sie finden uns am Stand des BMELV in Halle GA (Galeria), Stand GA05

Messestand GA05 des BMELV:
Beteiligte Partner:
JKI (Julius Kühn-Institut, Quedlinburg)
IGZ (Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau, Großbeeren)
ZBG (Zentrum für Betriebswirtschaft im Gartenbau e.V., Hannover)

Dr. Gerlinde Nachtigall | idw
Weitere Informationen:
http://www.ipm-essen.de
http://www.deutsche-genbank-obst.de

Weitere Berichte zu: BMELV Gartenbau IPM JKI Pelargonien Pflanzenschutz Züchtung Züchtungsforschung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Digitalisierung von HR-Prozessen – tisoware auf der Personal Nord und Süd
21.03.2017 | tisoware Gesellschaft für Zeitwirtschaft mbH

nachricht Hochauflösende Laserstrukturierung dünner Schichten auf der LOPEC 2017
21.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

Zweites Symposium 4SMARTS zeigt Potenziale aktiver, intelligenter und adaptiver Systeme

27.03.2017 | Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fließender Übergang zwischen Design und Simulation

27.03.2017 | HANNOVER MESSE

Industrial Data Space macht neue Geschäftsmodelle möglich

27.03.2017 | HANNOVER MESSE

Neue Sicherheitstechnik ermöglicht Teamarbeit

27.03.2017 | HANNOVER MESSE