Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Faserforscher wollen Kontaktfäden spinnen

08.06.2012
Die Nachwuchsforschergruppe TranS-Ver der TU Chemnitz präsentiert sich vom 18. bis 22. Juni 2012 auf der Messe ACHEMA in Frankfurt/Main

Durchsichtige Flugzeugwände, selbstheilende Bauteile und wartungsfreie Aggregate sind nur drei der Visionen der Nachwuchsforschergruppe TranS-Ver. Das Projekt an der Technischen Universität Chemnitz mit dem vollständigen Titel "Transfer neuartiger Smart Fiber-Verbunde in sächsische KMU" beschäftigt sich mit Verbundwerkstoffen, die auf ihre Umwelt reagieren.


Matthias Nier vom Institut für Werkstoffwissenschaft und Werkstofftechnik arbeitet an einer Anlage, in der sie Kohlenstofffaserbündel beschichten. Die im Projekt Trans-Ver entwickelten "Smart Fibres" könnten beispielsweise eingesetzt werden als leichte, verschleißfeste Kunststoffkomponenten für Sportartikel, Flugzeuge und Automobile, die nach Wunsch ihre Form ändern können und Informationen über ihren Zustand mitteilen. Foto: TU Chemnitz/Wolfgang Thieme

"TranS-Ver hat das Ziel, in eine neue Dimension von intelligenten multifunktionalen Werkstoffen vorzustoßen. Durch die Beschichtung von Kohlenstofffasern und deren Einbindung in eine Kunststoffmatrix entstehen Verbunde, die für verschleißbeanspruchbare Bauteile, hochfeste Fügeverbindungen und aktive Leichtbaukomponenten eingesetzt werden sollen", sagt der Koordinator der Nachwuchsforschergruppe Prof. Dr. Bernhard Wielage vom Institut für Werkstoffwissenschaft und Werkstofftechnik.

Die Chemnitzer Wissenschaftler Matthias Nier und Maik Trautmann stellen auf der Messe ACHEMA, die vom 18. bis 22. Juni 2012 in Frankfurt am Main stattfindet, die Nachwuchsforschergruppe und aktuelle Ergebnisse vor. Sie beteiligen sich auf dem mitteldeutschen Gemeinschaftsstand "Forschung für die Zukunft" (Halle 9.2, Stand B84).

Dort zeigen sie metallisch beschichtete Kohlenstoffasern, die in die Kunststoffmatrix von Verbundwerkstoffen eingearbeitet werden können und diesen zusätzliche Funktionen verleihen. Zum einen präsentieren sie eine galvanisch abgeschiedene Zinkschicht auf Kohlenstofffasern, zum anderen eine Formgedächtnislegierung auf Kohlenstoffeinzelfasern. Die Herstellung von Faserbeschichtungen stand im Mittelpunkt der bisherigen Arbeit der Forschergruppe. "Zukünftig kümmern wir uns auch um die Verbundherstellung und die Charakterisierung der Materialien sowie um ökonomische Aspekte und den Technologietransfer", so Trautmann.
Die Chemnitzer Wissenschaftler wollen auf der ACHEMA ihre Idee einem breiten Publikum präsentieren und neue Impulse für die eigene Forschung gewinnen. "Wir möchten auf der Messe Kontakte zu Faserherstellern, -beschichtern und -anwendern knüpfen und dabei auch die Bedürfnisse und Anforderungen von Unternehmen erfragen", sagt Nier und erklärt: "Langfristiges Ziel des Projektes ist es, Teile der Prozesskette zur Faserbeschichtung oder auch Endprodukte in Unternehmen zu transferieren." TranS-Ver startete am 1. August 2011 und wird vom Europäischen Sozialfonds sowie durch den Freistaat Sachsen mit insgesamt fast 1,4 Millionen Euro für drei Jahre gefördert.

Die Nachwuchsforschergruppe im Internet: http://www.tu-chemnitz.de/TranS-Ver

Weitere Informationen erteilt Maik Trautmann, Telefon 0371 531-38846,
E-Mail maik.trautmann@mb.tu-chemnitz.de

Katharina Thehos | Technische Universität Chemnitz
Weitere Informationen:
http://www.tu-chemnitz.de/TranS-Ver

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Fraunhofer HHI mit neuesten VR-Technologien auf der NAB in Las Vegas
24.04.2017 | Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz-Institut, HHI

nachricht Fraunhofer IDMT auf der Prolight + Sound 2017: Objektbasierte Tonmischung wird noch einfacher!
03.04.2017 | Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Ballungsräume Europas

26.04.2017 | Veranstaltungen

200 Weltneuheiten beim Innovationstag Mittelstand in Berlin

26.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Wie digitale Technik die Patientenversorgung verändert

26.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Akute Myeloische Leukämie: Ulmer erforschen bisher unbekannten Mechanismus der Blutkrebsentstehung

26.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Naturkatastrophen kosten Winzer jährlich Milliarden

26.04.2017 | Interdisziplinäre Forschung

Zusammenhang zwischen Immunsystem, Hirnstruktur und Gedächtnis entdeckt

26.04.2017 | Biowissenschaften Chemie