Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

EuroBlech 2010: Lasertechnik perfektioniert das MSG-Schweißen

29.09.2010
Mit Lasertechnik wird Metallschutzgas-Schweißen (MSG) schneller und genauer.

Durch das Zuschalten eines Lasers geringer Leistung wird der Lichtbogen entlang des Laserstrahls geführt und somit stabilisiert. Die Schweißgeschwindigkeiten konnten bei gleich bleibender Einschweißtiefe um bis zu 100 Prozent gesteigert werden. Der Verfahren wird nun für das MSG-Auftragschweißen getestet.

Auf der Messe EuroBlech (26.-30.10.2010 in Hannover) zeigt das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) wie die Lasertechnik das Metallschutzgas-Schweißen (MSG) perfektioniert. Das konventionelle MSG-Verfahren ist zwar preiswert, aber schwer zu kontrollieren. Da der Lichtbogen naturgemäß den Weg des geringsten Widerstandes zwischen der Elektrode und dem Schweißgut nimmt, lässt sich die Position der Schweißnaht nicht genau bestimmen, was die Qualität des Schweißergebnisses beeinträchtigen kann.

Durch das Zuschalten eines Lasers geringer Leistung wird der Lichtbogen nun entlang des Laserstrahls geführt und somit stabilisiert. Auf diese Weise wird nicht nur die Qualität der Schweißnaht erhöht, sondern auch die Schweißgeschwindigkeit erheblich gesteigert.

Das neue Verfahren wurde schon für das Schweißen von konventionellen, hochfesten und höherfesten Stählen sowie Aluminiumwerkstoffen geprüft. Die Schweißgeschwindigkeiten konnten bei gleich bleibender Einschweißtiefe um bis zu 100 Prozent gesteigert werden. Auch Pendel- oder Figurenschweißen sowie komplizierte Fügegeometrien profitieren von diesem neuen Verfahren.

Derzeit wird das Verfahrensprinzip auch für das Auftragschweißen getestet. Mit dem so genannten "lasergeführten MSG-Auftragsschweißen" sollen der Aufwand und die Kosten für die Reparatur und den Verschleißschutz von großen Werkzeugen deutlich reduziert werden. Dieses ist besonders interessant für Umform- oder Spritzgusswerkzeugen oder auch für Werkzeuge für den Berg- und Tunnelbau.

"Beim MAG-Schweißen haben wir schon eine 100%ige Geschwindigkeitssteigerung erreicht," sagt Jörg Hermsdorf, Ingenieur im LZH. "Wir hoffen auf ähnliche Ergebnisse für das Auftragschweißen. Besonders interessant ist die Entwicklung eines mobilen Systems für das Auftragschweißen, womit Reparaturen direkt vor Ort möglich sind. Dadurch fallen der Ausbau und der Transport von großen Werkzeugen weg, die oft zu langen Ausfallzeiten führen."

Diese und weitere Laserinnovationen sowie Laserexperten für die Blechbearbeitung finden Sie auf der EuroBlech in Hannover auf Stand H 25 in Halle 12.

Das Projekt "FÜLAS" (Schweißen) wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und vom Projektträger Forschungszentrum Karlsruhe (PTKA) unterstützt. Das Projekt "PROGENIAL" (Auftragschweißen) wird vom BMBF und vom Projektträger VDI-Technologiezentrum unterstützt.

Kontakt:
Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH)
Michael Botts
Hollerithallee 8
D-30419 Hannover
Tel.: +49 511 2788-151
Fax: +49 511 2788-100
E-Mail: m.botts@lzh.de
Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) ist eine durch Mittel des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr unterstützte Forschungs- und Entwicklungseinrichtung auf dem Gebiet der Lasertechnik.

Michael Botts | idw
Weitere Informationen:
http://www.lzh.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Neue Prozesstechnik ermöglicht Produktivitätssteigerung mit dem Laser
18.05.2017 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

nachricht Neue 3D-Kamera revolutioniert Einzelhandel
18.05.2017 | Technische Universität Chemnitz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Im Focus: Neuer Ionisationsweg in molekularem Wasserstoff identifiziert

„Wackelndes“ Molekül schüttelt Elektron ab

Wie reagiert molekularer Wasserstoff auf Beschuss mit intensiven ultrakurzen Laserpulsen? Forscher am Heidelberger MPI für Kernphysik haben neben bekannten...

Im Focus: Wafer-thin Magnetic Materials Developed for Future Quantum Technologies

Two-dimensional magnetic structures are regarded as a promising material for new types of data storage, since the magnetic properties of individual molecular building blocks can be investigated and modified. For the first time, researchers have now produced a wafer-thin ferrimagnet, in which molecules with different magnetic centers arrange themselves on a gold surface to form a checkerboard pattern. Scientists at the Swiss Nanoscience Institute at the University of Basel and the Paul Scherrer Institute published their findings in the journal Nature Communications.

Ferrimagnets are composed of two centers which are magnetized at different strengths and point in opposing directions. Two-dimensional, quasi-flat ferrimagnets...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

14. Dortmunder MST-Konferenz zeigt individualisierte Gesundheitslösungen mit Mikro- und Nanotechnik

22.05.2017 | Veranstaltungen

Branchentreff für IT-Entscheider - Rittal Praxistage IT in Stuttgart und München

22.05.2017 | Veranstaltungen

Flugzeugreifen – Ähnlich wie PKW-/LKW-Reifen oder ganz verschieden?

22.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Tumult im trägen Elektronen-Dasein

23.05.2017 | Physik Astronomie

Forschung in Rekordzeit zum Planeten TRAPPIST-1h

23.05.2017 | Physik Astronomie

Premiere einer verblüffenden Technik

23.05.2017 | Medizintechnik