Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Energieautarke Fernwirkeinheit ermöglicht Überwachung von Anlagen per Mobilfunk

09.10.2015

SPS IPC Drives 2015, Halle 11

  • Neue Fernwirkeinheit Simatic RTU3030C
  • Autarker Betrieb unabhängig von einem Energieversorgungsnetz
  • Robustes Design ermöglicht Einsatz bei Temperaturen von -40 bis +70 °C
  • Zuverlässige Übertragung von Messwerten über Mobilfunk

Mit der Simatic RTU3030C erweitert Siemens sein Angebot an Fernwirkstationen (Remote Terminal Units/RTU) um eine kompakte Fernwirkeinheit mit autarker Energieversorgung. Mit ihr lassen sich Messstellen in weitverteilten Anlagen unabhängig von einer vorhandenen Energieversorgung und ohne eine drahtgebundene Kommunikationsinfrastruktur überwachen. Anwender haben per Mobilfunk Zugriff auf wichtige Prozessdaten wie Pegel, Durchfluss, Füllstand, Temperatur oder Druck von entfernten Messstellen.

Die Fernwirkeinheit arbeitet komplett autark und versorgt sich über Batterien oder ein Solarpanel mit Strom. Dadurch ist sie flexibel in unterschiedlichen Anwendungsfeldern wie Wasser- und Abwasserwirtschaft, Landwirtschaft oder der Bestandsüberwachung einsetzbar.

Anwender können das Gerät beispielsweise für das Erkennen von Lecks oder zur Überwachung von Pumpstationen, Wasserspeichern, Füllständen in Tanks und Silos oder von Bewässerungssystemen in der Landwirtschaft einsetzen. Das robuste Design ermöglicht den Einsatz unter rauen Umgebungsbedingungen (-40 bis +70°C). Ein zusätzliches Schutzgehäuse in Schutzart IP68 sichert sogar bei Überflutungen einen zuverlässigen Betrieb.

Fernwirktechnische Anlagen erstrecken sich oft über weit verteilte Gebiete. Oft fehlt es an den Messstellen an einer Kommunikations- und Stromversorgungsinfrastruktur. Hier setzt die energieautarke Fernwirkeinheit Simatic RTU3030C an. Sie erfasst Messdaten von angeschlossenen Sensoren und überträgt diese an eine zentrale Leitstelle.

Die RTU lässt sich mit bis zu zwei leistungsstarken Industrie-Batterien oder über einen Akku (mit einem Solarpanel kombinierbar) betreiben. Zudem können Anwender bei Bedarf eine 12-24 Volt Gleichstromquelle einsetzen. Die Stromversorgungsmöglichkeiten sind beliebig kombinierbar.

Die RTU3030C lässt sich im Schlaf-, Aktualisierungs-, Kommunikations- und Servicemodus betreiben. Im Schlafmodus liegt der Leistungsbedarf bei unter 2 Milliwatt (mW), was einen zuverlässigen Betrieb über mehrere Jahre ermöglicht. Die Messwertübertragung zur Zentrale erfolgt mit dem integrierten UMTS-Modem über das Mobilfunknetz – mit einer gesicherten OpenVPN-Verbindung oder verschlüsselten E-Mails.

Die Kommunikation kann zeit- oder ereignisgesteuert erfolgen und lässt sich individuell für jeden Prozesswert konfigurieren. Überschreitungen von festgelegten Schwellwerten meldet die RTU3030C sofort – auch im Schlafmodus – per SMS oder E-Mail, damit das Service-Personal schnell reagieren kann. Für Wartungseinsätze können Anwender die RTU3030C in den Servicemodus schalten und so zum Beispiel die Batterien ohne Datenverlust tauschen.

Anwender können die Simatic RTU3030C bequem mithilfe eines Standard-Webbrowsers konfigurieren und die Firmware aktualisieren. Zudem kann sie über das Software-Paket TeleControl Server Basic an das Leitsystem Simatic PCS 7 oder Simatic WinCC angebunden werden. Auch die direkte Anbindung an Simatic PCS 7 TeleControl oder Simatic WinCC/TeleControl ist über die Fernwirkprotokolle IEC 60870-5-104 und DNP3 möglich. Die Unterstützung unterschiedlicher Fernwirkprotokolle erlaubt so eine flexible Anbindung an beliebige SCADA-Systeme.

Weitere Informationen unter www.siemens.de/rtu3030c


Die Siemens AG (Berlin und München) ist ein führender internationaler Technologiekonzern, der seit mehr als 165 Jahren für technische Leistungsfähigkeit, Innovation, Qualität, Zuverlässigkeit und Internationalität steht. Das Unternehmen ist in mehr als 200 Ländern aktiv, und zwar schwerpunktmäßig auf den Gebieten Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung. Siemens ist weltweit einer der größten Hersteller energieeffizienter ressourcenschonender Technologien. Das Unternehmen ist Nummer eins im Offshore-Windanlagenbau, einer der führenden Anbieter von Gas- und Dampfturbinen für die Energieerzeugung sowie von Energieübertragungslösungen, Pionier bei Infrastrukturlösungen sowie bei Automatisierungs-, Antriebs- und Softwarelösungen für die Industrie. Darüber hinaus ist das Unternehmen ein führender Anbieter bildgebender medizinischer Geräte wie Computertomographen und Magnetresonanztomographen sowie in der Labordiagnostik und klinischer IT. Im Geschäftsjahr 2014, das am 30. September 2014 endete, erzielte Siemens einen Umsatz aus fortgeführten Aktivitäten von 71,9 Milliarden Euro und einen Gewinn nach Steuern von 5,5 Milliarden Euro. Ende September 2014 hatte das Unternehmen auf fortgeführter Basis weltweit rund 343.000 Beschäftigte.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.siemens.com


Reference Number: PR2015100334PDDE


Ansprechpartner
Herr Dr. David Petry
Division Process Industries and Drives
Siemens AG

Schuhstr. 60

91052 Erlangen

Tel: +49 (9131) 7-26616

david.petry​@siemens.com

Dr. David Petry | Siemens Process Industries and Drives

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Intelligente Filter für innovative Leichtbaukonstruktionen
08.12.2016 | Technische Universität Bergakademie Freiberg

nachricht Mobile Learning und intelligente Contentlösungen im Fokus
08.12.2016 | time4you GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie