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Embedded World 2011: Das Leistungspotenzial von Multicore-Prozessoren nutzbar machen

09.02.2011
Das Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE präsentiert auf der embedded world in Nürnberg ein Werkzeug zur optimalen Ausnutzung des Potenzials von Mehrkernprozessoren.

In der Vergangenheit wurden Prozessoren durch höhere Taktfrequenzen leistungsfähiger – Software wurde so automatisch schneller ausgeführt. Inzwischen wurden physikalische Grenzen erreicht. Eine weitere Erhöhung der Taktfrequenzen ist kaum mehr möglich.

Heute steigert man die Leistung von Prozessoren deshalb durch parallele Recheneinheiten, so genannte Multicore-Prozessoren. Diese erfordern allerdings neue Programmiermodelle, um effizient arbeiten zu können. Vorhandene Software manuell anzupassen ist häufig aus Zeitgründen und aufgrund fehlenden Know-hows nicht möglich. Ohne Anpassung kann die Software moderne Mehrkernplattformen aber nicht optimal nutzen. Die Programme können nicht schneller ausgeführt werden als auf Einzelprozessorsystemen.

Traditionelle Programmiersprachen bieten außerdem keine Möglichkeiten zur Beschreibung paralleler Prozesse und Datenflüsse, sodass ihre Compiler Codes nicht ausreichend parallelisieren können. Datenflussorientierte, modellbasierte Programmiersprachen können diese Informationen jedoch abbilden. Die logische Lösung für das Parallelisierungsproblem ist die automatische oder zumindest unterstützte Parallelisierung von Modellen. Weiterführende Informationen unter http://www.mware.fraunhofer.de/.

Auf dem Fraunhofer-Gemeinschaftsstand der embedded world präsentiert das Fraunhofer IESE sein Optimierungswerkzeug „FESPA“ vom 1.-3. März in Halle 11 (Stand 203). Es partitioniert und verteilt mit Simulink™ erstellte Funktionen und Softwaremodelle für Mehrkernprozessoren oder Steuergerätenetzwerke. Das System berücksichtigt hierbei die Rechenleistung, die Kommunikationseigenschaften der Plattform und weitere kundenspezifische Anforderungen. FESPA unterstützt ebenfalls FPGA-Bausteine. Außerdem stellen die Forscher Messergebnisse über den erreichbaren Beschleunigungsgrad vor.

Ansprechpartnerin:
Yvonne Ortiz Guadalupe
Telefon +49 (631) 6800 1002
yvonne.ortiz@iese.fraunhofer.de
Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE
Fraunhofer-Platz 1
67663 Kaiserslautern
Das Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE
Das Fraunhofer IESE in Kaiserslautern gehört zu den weltweit führenden Forschungseinrichtungen auf dem Gebiet der Software- und Systementwicklung. Die Produkte unserer Kooperationspartner werden wesentlich durch Software bestimmt. Die Spanne reicht von Automobil- und Transportsystemen über Automatisierung und Anlagenbau, Informationssysteme, Gesundheitswesen und Medizintechnik bis hin zu Softwaresystemen für den öffentlichen Sektor.

Unsere Lösungen sind flexibel skalierbar. Damit sind wir der kompetente Technologiepartner für Firmen jeder Größe – vom Kleinunternehmen bis zum Großkonzern. Unter der Leitung von Prof. Dieter Rombach und Prof. Peter Liggesmeyer tragen wir seit über einem Jahrzehnt maßgeblich zur Stärkung des aufstrebenden IT-Standorts Kaiserslautern bei. Im Fraunhofer-Verbund für Informations- und Kommunikationstechnik engagieren wir uns gemeinsam mit weiteren Fraunhofer-Instituten für richtungsweisende Schlüsseltechnologien von morgen. Das Fraunhofer IESE ist eines von 60 Instituten der Fraunhofer-Gesellschaft. Zusammen gestalten wir die angewandte Forschung in Europa wesentlich mit und tragen zur internationalen Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands bei.

Martin Koch | Fraunhofer IESE
Weitere Informationen:
http://www.iese.fraunhofer.de

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