Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

EMAG auf der GrindTec 2016 – Wellenbearbeitung auf der VTC 100 GT

03.02.2016

Unter dem Dach der EMAG Gruppe haben sich viele große Namen der Schleifwelt vereint. Von REINECKER über KOPP und KARSTENS bis hin zu NAXOS-UNION – EMAG bietet eine große Anzahl von Schleifverfahren für unterschiedlichste Bauteile an, die das Unternehmen auf der GrindTec 2016 vorstellt. Auf der internationalen Fachmesse für Schleiftechnik, die vom 16. bis 19 März in Augsburg stattfindet, zeigt die EMAG Gruppe unter anderem die Wellenbearbeitungsmaschine VTC 100 GT. Schleifen mit Korund oder CBN in Kombination mit (Hart-) Drehoperationen bietet entscheidende Vorteile für den Anwender.

Hinter dem Schlagwort „Wellenbearbeitung“ verbirgt sich ein weites Feld. Der Bearbeitungsprozess bei Getriebewellen, Rotorwellen, Pumpenwellen, Motorwellen, Gelenkwellen oder Ausgleichswellen unterscheidet sich unter Umständen sehr. So spielt beispielsweise die Stabilität des Bauteils eine wichtige Rolle.


Dr.-Ing. Guido Hegener, Geschäftsführer der EMAG Maschinenfabrik GmbH


Die VTC 100 GT ist ein vertikales Wellenproduktionszentrum für die Kombinationsbearbeitung „Drehen und Schleifen“.


Der Arbeitsraum der VTC 100 GT: Alle Feinbearbeitungsprozesse (CBN-Schleifen, Hartdrehen und Schäldrehen) laufen in einer Aufspannung ab.


Der Greifer im Revolver entnimmt das Rohteil dem Rohteilspeicher und transportiert es in die Spannposition hinein und heraus.

Während stabile Werkstücke mit definierter Schneide etwa per Hartdrehen oder Schäldreh-Technologie fertig bearbeitet werden können, ist für dünnere und labilere Teile häufig ein abschließender Schleifprozess die erste Wahl. Gewünschte Bauteilqualität, Bearbeitungsdauer (und somit Bearbeitungskosten), Werkzeugkosten sowie der Energieverbrauch sind je nach Verfahren unterschiedlich. Die Faktoren müssen deshalb gegeneinander abgewogen werden.

Genau an dieser Stelle beginnt für Produktionsplaner die Herausforderung: Schleifen oder Hartdrehen? Je nach Bauteil muss man sich bei der Investition in eine Eintechnologie-Maschine für ein Verfahren entscheiden. Anschließend leidet mitunter die allgemeine Flexibilität in der Produktion. „In der Praxis ist das häufig unbefriedigend“, erklärt Dr. Guido Hegener, Geschäftsführer der EMAG Maschinenfabrik GmbH.

„Nach unserer Erfahrung fertigen viele Anwender ganz unterschiedliche Werkstücke auf einer Maschine. Dabei ist es natürlich wichtig, dass je nach Bauteil und Konstruktionsdetail immer die beste Technologie zum Einsatz kommt.“

Vor diesem Hintergrund verfolgen die Dreh- und Schleifspezialisten von EMAG mit der neuen Wellen-Hartbearbeitungsmaschine VTC 100 GT ein eindeutiges Ziel: Maximale Flexibilität in der Endbearbeitung wird durch die Integration von allen Hartprozessen in einer Maschine garantiert. Je nach Bauteil wechseln die Verfahren flexibel. Dabei immer wichtig: Die hervorragende Zugänglichkeit der Anlage sichert kurze Rüst- und Umrüstzeiten. Auf diese Weise steht einem hochwirtschaftlichen Prozess (wortwörtlich) nichts im Weg.

EMAG Konstruktion für schnelle und stabile Prozesse

Entscheidend für diesen hoch variablen Ansatz ist freilich die EMAG typische Konstruktion inklusive Automation: Die VTC 100 GT verfügt über einen Scheibenrevolver, der bis zu elf Werkzeuge aufnehmen kann (der zwölfte Werkzeugplatz im Revolver ist durch einen Ladegreifer belegt). Optional kann die Maschine auch mit einem Life-Tool-Revolver mit angetriebenen Werkzeugen und einer Y-Achse ausgestattet werden. Zudem ist eine Schleifscheibe integriert.

Zu Beginn entnimmt der Greifer das Rohteil aus dem Rohteilspeicher und transportiert es in die Spannposition. Anschließend lassen sich mit den Revolver-Werkzeugen beispielsweise die Drehoperationen durchführen. Ein etwaiger Schleifprozess erfolgt direkt im Anschluss in einem zweiten Schritt. Die Stillstandzeiten zwischen den Operationen sind minimal. Nach der Bearbeitung wird das Werkstück durch den Ladegreifer wieder aus dem Arbeitsraum entladen.

Effiziente Abläufe sichert dabei auch die Motorisierung der VTC 100 GT: Die Werkstückspindel arbeitet mit einem Drehmoment von 75 Nm und 19,5 kW Antriebsleistung. Somit verfügt die Maschine über ausreichende Leistungsreserven, damit auch schwere Zerspan-Prozesse schnell ablaufen. – Und gerade beim Thema „Zerspanen“ zeigen sich zudem die enormen Vorteile der vertikalen Anordnung des Bauteils, wenn während des Drehens der Wellen große Mengen von Spänen anfallen: Der vertikale Aufbau stellt ihren „freien Fall“ sicher – ein großes Plus für die Produktionssicherheit.

Qualität mit eingebaut

Dass gerade bei der Wellenbearbeitung die Bearbeitungsqualität im Zentrum steht, liegt auf der Hand: Die Bauteile sind für die Effizienz von Motor und Getriebe von entscheidender Bedeutung. Gerade Hochleistungskomponenten haben zylindrische Lagersitze, Schultern und Nuten, die mit hoher Präzision bearbeitet werden müssen.

Auch in diesem Bereich zeigt sich die Stärke des EMAG Ansatzes: Von der Komplettbearbeitung in einer Aufspannung profitiert die Bauteilqualität in besonderer Weise. „Wenn verschiedene Maschinen oder getrennte Aufspannungen für eine Welle zum Einsatz kommen, können sich Geometriefehler addieren. Unser Ansatz reduziert dieses Risiko drastisch. Alle Verfahren laufen in einer Aufspannung ab“, erklärt Hegener.

Gleichzeitig macht sich die Flexibilität der EMAG Technologie auch bezahlt, denn bei der Wahl des richtigen Fertigungsverfahrens können die Werkzeugkosten gegeneinander abgewogen werden. Die Verfahrensauswahl beeinflusst die Stückkosten wesentlich. „Hier beraten wir unsere Kunden auf Wunsch und helfen mit, eine wirtschaftliche und effiziente Bearbeitungsstrategie zu entwickeln“, ergänzt Hegener.

Kostenkiller auf allen Ebenen

Nicht zuletzt punktet die Maschine durch deutlich niedrigere Investitions- und Produktionskosten im Vergleich zu anderen Lösungen. So sparen die Anwender etwa bei den Automations- und Peripheriekosten, denn Roh- und Fertigteilespeicher sowie der Werkstückgreifer sind integrale Bestandteile. Außerdem sorgt die kompakte vertikale Bauweise für einen extrem kleinen „Footprint“ in der Werkshalle: Die Anlage ist nur rund 1,8 Meter breit und 3,6 Meter tief.

„Wir haben hier letztlich alle Vorteile zusammengebracht“, so Hegener abschließend. „Die kompakte Anlage ist hoch flexibel und wirtschaftlich einsetzbar, dazu garantiert sie jederzeit die beste Bauteilqualität. Mit dieser Technik ist der Anwender für eine flexible Feinbearbeitung von Wellen gut aufgestellt.“

Die VTC 100 GT live erleben! Am Stand 4040 der EMAG Gruppe in Halle 4.

Vorteile der VTC 100 GT:

  • Komplett: Schleifen (Korund oder CBN), Hartdrehen und Bearbeitung mit angetriebenen Werkzeugen mit Y-Achse – alle Hartprozesse laufen in einer Maschine ab.
  • Integriert: Be- und Entladen erfolgt mit dem Revolver auf den integrierten Roh- und Fertigteilespeicher.
  • Präzise: Komplettbearbeitung sichert hohe Bauteilqualität
  • Prozesssicher: Vertikaler Aufbau verhindert Spänenester.
  • Kompakt: Geringerer Platzbedarf der Maschine
  • Schnell: Reitstock und Lünetten sind CNC-gesteuert verfahrbar und sichern deshalb sinkende Rüst- und Umrüstzeiten.


Ansprechpartner Presse und Veröffentlichung
Markus Isgro
EMAG GmbH & Co. KG
Austraße 24
D-73084 Salach
Fon: +49(0)7162/17-4658
Fax: +49(0)7162/17-199
e-mail:misgro@emag.com
www.emag.com

Markus Isgro | EMAG GmbH & Co.KG

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Effizienz steigern, Kosten senken!
17.08.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

nachricht Maßgeschneiderte Lösungen für APos-Maschinen: Kamerasystem Keyence CV-X100
11.08.2017 | Heun Funkenerosion GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

In einem Artikel der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins „Nature“ berichten Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden von der Entdeckung eines seltenen Materiezustandes, bei dem sich die Elektronen in einem Kristall gemeinsam in einer Richtung bewegen. Diese Entdeckung berührt eine der offenen Fragestellungen im Bereich der Festkörperphysik: Was passiert, wenn sich Elektronen gemeinsam im Kollektiv verhalten, in sogenannten „stark korrelierten Elektronensystemen“, und wie „einigen sich“ die Elektronen auf ein gemeinsames Verhalten?

In den meisten Metallen beeinflussen sich Elektronen gegenseitig nur wenig und leiten Wärme und elektrischen Strom weitgehend unabhängig voneinander durch das...

Im Focus: Wie ein Bakterium von Methanol leben kann

Bei einem Bakterium, das Methanol als Nährstoff nutzen kann, identifizierten ETH-Forscher alle dafür benötigten Gene. Die Erkenntnis hilft, diesen Rohstoff für die Biotechnologie besser nutzbar zu machen.

Viele Chemiker erforschen derzeit, wie man aus den kleinen Kohlenstoffverbindungen Methan und Methanol grössere Moleküle herstellt. Denn Methan kommt auf der...

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

International führende Informatiker in Paderborn

21.08.2017 | Veranstaltungen

Wissenschaftliche Grundlagen für eine erfolgreiche Klimapolitik

21.08.2017 | Veranstaltungen

DGI-Forum in Wittenberg: Fake News und Stimmungsmache im Netz

21.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer IPM präsentiert »Deep Learning Framework« zur automatisierten Interpretation von 3D-Daten

22.08.2017 | Informationstechnologie

Globale Klimaextreme nach Vulkanausbrüchen

22.08.2017 | Geowissenschaften

RWI/ISL-Containerumschlag-Index erreicht neuen Höchstwert

22.08.2017 | Wirtschaft Finanzen