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Diagnosen mit Lichtgeschwindigkeit

22.06.2015

Der Forschungsschwerpunkt Biophotonik gefördert durch das BMBF präsentiert sei-ne jüngsten Produktentwicklungen für die Medizintechnik auf der LASER World of PHOTONICS in München. Vertreter der Europäischen Kommission, der UNESCO sowie verschiedener Industrieverbände informierten sich am Stand des Forschungsschwerpunktes von den neuesten optischen Technologien. Noch bis zum 25. Juni 2015 werden Exponate und Innovationen aus den Bereichen der Point-of-Care (POC) Diagnostik und der hochauflösenden Mikroskopie gezeigt.

Die Biophotonik-Forschung ist eine der treibenden Kräfte in den Gesundheitstechnologien. Eine vom Bundesministerium für Bildung und For-schung (BMBF) beauftragte Studie, prognostiziert bis 2020 für den gesamten Biophotonik-Markt ein Marktvolumen von 85,5 Mrd. Euro.


Ausstellung der BMBF-Förderprojekte zur Biophotonik Halle B3 Stand 470

IPHT/Siegesmund

Von den aktuellen Entwicklungen auf dem Gebiet der optischen Technologien überzeugte sich heute u. a. Dr. Flavia Schlegel (Generaldirektorin der UNESCO für Naturwissenschaften). Bei dem Rundgang über den Messestand des Forschungsschwerpunktes Biophotonik wurden neue Diagnostikmethoden sowie optische Werkzeuge präsentiert mit denen Mediziner die Entstehung von Krankheiten besser entschlüsseln und gezielter therapieren können.

Im Rahmen des Forschungsprojektes FastDiagnosis haben Wissenschaftler, Ärzte und Entwickler eine Technologie erforscht und gerätetechnisch umgesetzt, die eine schnelle und kostengünstige Diagnose einer Sepsis ermöglicht.

„Dieses Projekt zeigt ganz hervorragend wie unverzichtbar das Förderinstrument der Verbundforschung aus universitären, industriellen und klinischen Partnern ist, um neue Diagnostikmethoden zu erforschen. Jetzt müssen wir einen Schritt weiter gehen: Die Technologie im Klinik- oder Praxisalltag testen, um sie zukünftig routinemäßig zum Einsatz kommen zu lassen“, so Professor Jürgen Popp, Sprecher des Forschungsschwerpunktes Biophotonik und wissenschaftlicher Direktor des Leibniz-Institutes für Photonische Technologien (IPHT).

Im Rahmen des Application Panels „Visions for Future Diagnostics – Infectious Diseases” wird die Technologie in einem Fachvortrag vorgestellt. Das Panel findet am Dienstag, 23. Juni, von 10:00 bis 12:20 Uhr statt (Stand B3.561).

Am Messestand können sich Besucher von den Ergebnissen weiterer Forschungsverbünde überzeugen. Gezeigt werden optische Werkzeuge zur Suche von neuen Medikamenten. Neue Fluoreszenzfarbstoffe sowie erweiterte Standard-Mikroskopie-systeme sollen eine hochauflösende dreidimensionale Bildgebung für das Verständnis biologischer und medizinischer Prozesse erlauben.

Im Kampf gegen Krebs ermöglichen neueste Hochdurchsatzmethoden der Molekularbiologie, der Mikroskopie und der molekularen Bildgebung die Identifizierung und Charakterisierung von zirkulierenden Tumorzellen im Blut. Dieser Ansatz ist entscheidend für die Diagnose von Tumoren und die Bewertung der Therapie von Krebspatienten.

Der Forschungsschwerpunkt Biophotonik
Seit 2002 fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) den Forschungszweig der Biophotonik mit mehr als 170 Millionen Euro. Mehr als 150 Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft setzen dabei neueste wissenschaftliche Erkenntnisse in praxistaugliche Lösungen um. Die optischen Technologien gehören zu den wichtigsten Impulsgebern für die Medizintechnik.

Ausstellung der BMBF-Förderprojekte zur Biophotonik
Halle B3 Stand 470; Mo. – Mi. 9:00 – 17:00 Uhr; Do. 9:00 - 16:00 Uhr

Vortragsforum zu „Visions for Future Diagnostics – Infectious Diseases“
Halle B3 Stand 561; Di. 10:00 – 12:20 Uhr

Weitere Informationen:

http://www.biophotonik.org

Dr. Andreas Wolff | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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