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ConSozial 2011: Forschung aus dem FZI hilft beim selbständigen Leben im Alter

31.10.2011
Auf der Fachmesse ConSozial 2011 am 02. und 03. November in Nürnberg stellt das FZI Forschungszentrum Informatik Karlsruhe in Halle 7a, Stand 404, innovative Assistenzsysteme vor, die selbständige Lebensführung im Alter sowie die ambulante Pflege unterstützen / Gezeigt werden Entwicklungen und Technologien aus spannenden Forschungsprojekten zum Ambient Assisted Living (AAL)

Immer mehr ältere Menschen sind in Deutschland pflegebedürftig. Die aktuelle Zahl liegt bei über zwei Millionen. Da die Tendenz weiter steigend ist, gehört dieses Problem zu den größten Herausforderungen unserer Gesellschaft.

Auf der Fachmesse ConSozial 2011 am 02. und 03. November in Nürnberg stellt das FZI Forschungszentrum Informatik Karlsruhe in Halle 7a, Stand 404, innovative Assistenzsysteme vor, die dabei helfen sollen, diese Herausforderung zu meistern. Es geht darum, Technologien bereitzustellen, die eine möglichst lange selbständige Lebensführung erlauben, sowie um organisatorische und technische Lösungen zur Unterstützung der ambulanten Pflege.

Zu diesem in der Fachsprache „Ambient Assisted Living“ (AAL) genannten Forschungsfeld werden im FZI-Forschungsbereich Embedded Systems und Sensors Engineering (ESS) fachübergreifend neue Assistenzsysteme entwickelt. Aktuelle Beispiele sind Systeme zur Erkennung von Gefahrensituationen (z. B. Stürzen), oder Technik, die daran erinnert, dass man Medikamente einnehmen muss.

Auf der ConSozial 2011 präsentieren die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihre Forschungsarbeiten sowie neue technisch-organisatorische Lösungen, die sie gemeinsam mit Partnern aus der Wissenschaft, Medizin und Pflegewirtschaft erarbeitet haben.

Projekt 1: Alumin – Altersgerechte Unterhaltung, Motivation und Interaktion
Über das vertraute Fernsehgerät werden in diesem Forschungs- und Entwicklungsprojekt die neuen Kommunikationsmöglichkeiten des Internets (E-Mail, Informationsbeschaffung, Videotelefonie etc.) älteren Menschen zugänglich gemacht. Es wird auch untersucht, inwieweit Spiele, Trainingsprogramme und Assistenzfunktionen über den Fernseher bedient und unterstützt werden können.
Projekt 2: easyCare – Unterstützung für Angehörige von Pflegepatienten
Im Projekt easyCare wird ein zentrales Internetportal aufgebaut, das Angehörige von Pflegepatienten mit Informationen versorgt. Das sind unter anderem Beratungs- und Pflegeangebote lokaler Pflegedienstleister, Anleitungen für die Versorgungsplanung, Pflegeinformationen. Außerdem können sich Betroffene über ein Forum austauschen und Fragen an Experten stellen. easyCare ist eines von 18 Forschungsprojekten, die das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) seit 2008 zum Thema „Altersgerechte Assistenzsysteme für ein gesundes und unabhängiges Leben“ fördert.
Projekt 3: OptimAAL – 100 Haushalte testen innovative Assistenztechnologien
Im Rahmen von OptimAAL führt das FZI eine Pilotstudie mit 100 Testhaushalten durch, bei der mit Haussensoren (Bewegungs- und Kontaktsensoren) sowie speziell ausgerüsteten Stromzählern die Alltagsaktivitäten im häuslichen Umfeld erfasst werden. So sollen die Auswirkungen gesundheitlicher Einschränkungen auf die Alltagsaktivitäten ermittelt werden, um später eventuell aus der Nutzung elektrischer Geräte und der Bewegungen der Menschen in ihren Wohnräumen auf den aktuellen Gesundheitszustand schließen zu können.
Projekt 4: CareCM – Customer Relationship Management für die Sozialwirtschaft
CareCM ist eine Softwarelösung, die Unternehmen und Organisationen bei Beratungstätigkeiten effektiv begleitet, darüber hinaus die Netzwerkarbeit unterstützt und so für Effizienz, Transparenz, Prozesstreue und eine klare Dokumentation sorgt. Durch den einfachen modularen Aufbau der Software kann diese in kurzer Zeit an neue Anforderungen angepasst und als webbasierte Lösung in vielen Anwendungsfeldern der Sozialwirtschaft eingesetzt werden. CareCM ist prozessorientiertund anwenderfreundlich und bezieht Personen mit Rat- und Hilfebedarf als Zentrum eines Falles aktiv mit ein.

Das FZI ist mit seinen breitgefächerten Kompetenzen in Schlüsselbereichen wie Sensorik und Vernetzung, Medizintechnik, Textile Integration, Telematik, Kontext-sensitive Systeme oder Prozess- und Geschäftsmodellierung prädestiniert für die AAL-Forschung.

Pressevertreter sind herzlich eingeladen, sich am Messestand 404 in Halle 7a über die aktuellen Projekte des FZI zu informieren.

Weitere Informationen

FZI Forschungszentrum Informatik
Haid-und-Neu-Str. 10-14, 76131 Karlsruhe
Ansprechpartnerin: Johanna Barsch, FZI Corporate Communications and Media
Telefon:+49 721 9654-904
E-Mail: barsch@fzi.de
Internet: http://www.fzi.de
Vera Münch PR+TEXTE
Telefon: +49 5121 82613 mobil: +49 171 3825545
E-Mail: muench@fzi.de
Über das FZI Forschungszentrum Informatik
Das FZI ist eine Einrichtung des Landes Baden-Württemberg und der ehemaligen Universität Karlsruhe (TH), jetzt Karlsruher Institut für Technologie (KIT), in der Rechtsform einer gemeinnützigen Stiftung bürgerlichen Rechts. Es hat die Aufgabe, die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse der Informationstechnologie aus Informatik, Ingenieurwissenschaften und Wirtschaftswissenschaften für Unternehmen und öffentliche Einrichtungen verfügbar zu machen. In Kooperationsprojekten und in Auftragsforschung entwickelt das FZI für seine Geschäftspartner Konzepte für betriebliche Organisationsaufgaben sowie Software- und Systemlösungen und setzt diese in innovative Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsprozesse um. Wissenschaftliche Exzellenz und Interdisziplinarität sind in der Organisation verankert: Für den Technologietransfer engagieren sich zur Zeit am FZI 19 Professoren des KIT, darunter eine Professorin und ein Professor, der in Tübingen lehrt. Sie erforschen in verschiedenen Disziplinen Informatik und ihre Anwendungen. Das FZI ist Innovationspartner des KIT, das aus dem Zusammenschluss der Universität Karlsruhe (TH) mit dem Forschungszentrum Karlsruhe (FZK) entstanden ist.

Vera Münch | idw
Weitere Informationen:
http://www.fzi.de

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