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ConhIT: Fraunhofer zeigt vernetzte EFA-Anwendungen

26.03.2013
Die Zukunftsfähigkeit des Gesundheitssystems hängt auch davon ab, wie gut es gelingen wird, dass Ärzte unterschiedlicher Fachrichtungen und Einrichtungen über Sektorengrenzen hinweg zusammen arbeiten und die gewonnenen Erkenntnisse über einen Patienten austauschen.

Die Elektronische FallAkte (EFA) gibt diesen Kooperationen seit einigen Jahren eine technische Basis, um den Datenaustausch datenschutzkonform und sicher zu ermöglichen. Nun entstehen immer mehr konkrete Anwendungen auf Basis dieser „Datenautobahn“. Die Fraunhofer-Gesellschaft stellt auf der ConhIT (Halle 2.2, Stand C-111) Lösungen für die mobile Nutzung, für verteilte Konferenzen, für die Reha und für regionale Netze vor.

Diese konkreten Anwendungen zeigt Fraunhofer:

EFA-Integration: Anbindung existierender Ärztenetze samt bestehender IT-Infrastruktur
Das EFA-Integrationsszenario auf der ConhIT verdeutlicht die einfache Vernetzung der beiden Informationssysteme Jesaja.net und Soarian Integrated Care (IC) der Hersteller CompuGoup Medical und Siemens mit Hilfe der von Fraunhofer FOKUS und Fraunhofer ISST entwickelten EFA-Box. Alle auf der conhIT gezeigten Systeme – einschließlich der EFA-Box – werden real in der IT-Infrastruktur des Universitätsklinikums Aachen betrieben und haben somit weit mehr als Testcharakter. Das Konzept der Elektronischen FallAkte ist somit herstellerübergreifend implementiert. Am Messestand wird demonstriert, wie Fallakten, die in Jesaja.net angelegt werden, automatisch im Sorian IC übertragen werden. Datenbestände werden sicher und standardisiert über die EFA-Box in beiden System synchronisiert, d.h. Änderungen an Fallakten werden an die EFA-Box propagiert und automatisch an das registrierte System weitergeleitet.Auch eine Anbindung von Duria wird gezeigt.

HealthTelKon: Ein EFA-basiertes System zur Unterstützung von Tumorkonferenzen

HealthTelKon ist eine telemedizinische Lösung, die es Fachwendern ermöglicht, sich räumlich verteilt über eine Internetverbindung zu schweren Behandlungsfällen auszutauschen. Die Kommunikation kann synchron über ein Online-Konferenzsystem oder asynchron über ein Aktensystem auf Basis der Elektronischen FallAkte erfolgen. Die Nutzung der EFA-Funktionalität ermöglicht die direkte Integration in die bestehende Systemlandschaft. Der gesamte Prozess der Planung, Vorbereitung und Durchführung von Tumorkonferenzen kann sowohl im Krankenhausinformationssystem oder über einen Web-Client bei einem niedergelassenen Arzt gesteuert werden.

EFA-Portal: Eine Webanwendung für Ärzte, in deren IT-Systemen noch keine EFA implementiert ist

Das EFA-Portal ist ein Webclient, der einen Zugriff auf die EFA-Box ermöglicht. Das EFA-Portal kommt dann zum Einsatz, wenn die Systeme (KIS, PVS) bisher noch nicht integriert sind. Es stellt somit sicher, dass auch Ärzte, deren Systeme bislang noch nicht die EFA-Technologie integrieren, auch die EFA zur Unterstützung der intersektoralen Kommunikation und Koordination nutzen können.

EFA Mobil: Eine Android Applikation, die einen mobilen Zugriff auf die EFA z. B. im Rahmen einer Visite ermöglicht

„EFA Mobil“ ist eine Android Applikation, die einen mobilen Zugriff auf die EFA-Box ermöglicht. Sie kann beispielsweise bei der Visite zum Einsatz kommen und ermöglicht eine Authentifizierung des Nutzers, das Einlesen eines Offline-Tokens zur Anzeige einer EFA, den Aufruf der EFA und ihrer Metadaten sowie eine Anzeige und das Einstellen von Informationen (z. B. Wundbilder, Vitalwerte etc.).

EFA Reha-App

EFA-Mehrwert-Anwendungen können auch für die telemedizinische Therapieunterstützung genutzt werden. Patienten werden durch eine mobile Reha-App bei ihrem Therapieprozess unterstützt, indem Vital- und Bewegungsdaten erfasst sowie an einen Reha-Server übertragen werden. Von dort aus werden die Daten in die elektronische Fallakte überführt und visualisiert. Der Therapeut kann die Daten einsehen und den Therapieprozess je nach Therapiefortschritt modifizieren.

EFA als Basisinfrastruktur im „Hospital Engineering Labor“ von Fraunhofer

Neben diesen konkreten Lösungen zeigt Fraunhofer, wie die EFA ab Sommer 2013 auch das „Hospital Engineering Labor“ im Fraunhofer inHaus Zentrum in Duisburg vernetzen wird: Dort entsteht derzeit aus einer Kooperation von mehr als 50 Partnern eine realitätsnahe Nachbildung eines Krankenhauses, in der Innovationen rund um den stationären Sektor gemeinsam entwickelt und erprobt werden.
EFA auf der ConhIT

Die Fraunhofer-Gesellschaft zeigt ihre EFA-Arbeiten auf der ConhIT (Berlin, 9. Bis 11. April 2013) im Rahmen eines Gemeinschaftsstandes zusammen mit dem Verein Elektronische FallAkte und der Healthcare IT Solutions GmbH. Der Stand befindet sich in Halle 2.2, Stand C-111.

Darüber hinaus ist das Fraunhofer ISST auch an einem Gemeinschaftsstand des Projekts eBusiness Plattform Gesundheitswesen beteiligt, der sich dem Thema „Interoperabilität“ im Gesundheitswesen widmet. Der Stand befindet sich in Halle 2.2, Stand C-113.

Weitere Informationen:

http://www.efa.fraunhofer.de
http://www.hospital-engineering.org
http://www.ebpg-nrw.de

Britta Klocke | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.efa.fraunhofer.de

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