Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

COMPOSITES EUROPE 2012 mit Experten-Forum und Live-Vorführungen

13.09.2012
• Automatisierte Verarbeitung ist Thema im COMPOSITES Forum

• Besucherhighlight „Product Demonstration Area“ zeigt Automatisierungs-Verfahren

Dieffenbacher, Hennecke, KraussMaffei, Siempelkamp – wenn es um die automatisierte Verarbeitung von Composites geht, kommt man an diesen Branchengrößen nicht vorbei. Alle vier Unternehmen sind Pioniere bei der Entwicklung effizienter innovativer Fertigungstechnologien und entsprechender Anlagentechnik, die zunehmend manuelle Prozessschritte substituieren und so den Weg frei machen für die serienmäßige Herstellung von Komponenten aus Faserverbundwerkstoffen.

Auf der COMPOSITES EUROPE 2012, die vom 9. bis 11. Oktober in Düsseldorf stattfindet, sind die vier Technologieführer nicht nur als Aussteller mit ihren neuesten Entwicklungen vertreten. Sie gestalten auch aktiv das COMPOSITES Forum mit, bei dem interessante Fachvorträge in themenspezifischen Workshops und Ausstellervorträgen dargeboten werden und den Besuchern Grundlagen, Trends und Innovationen aus den diversen Anwendungsbereichen von Composites nahebringen. Das Programm, das mit Unterstützung des VDMA auf die Beine gestellt wurde, fokussiert in diesem Jahr das Thema „Automatisierung“. Unter dem Titel "Prozessschritte zur Serienfertigung" wird das VDMA Forum Composite Technology Vorträge zum Thema moderieren. Alle Vorträge werden in Englischer Sprachen gehalten.

Vollautomatisierte Herstellung von 3D-Preformen

„CFRP-Preformtechnology – advancements in the fully automated preform process for complex parts“ heißt am ersten Messetag der Beitrag von Matthias Graf, Leiter Technik bei Dieffenbacher. Das Unternehmen hat ein PreformCenter zur vollautomatisierten Herstellung von 3D-Preformen aus Kohlefasern entwickelt. Damit sind kurze Zykluszeiten bei der Preform-Herstellung realisierbar. Von der Zuführung des textilen Halbzeugs aus Kohlefaser über den präzisen Zuschnitt und den Binderauftrag bis zur Bereitstellung der trockenen, formstabilen 3D-Preform verläuft der gesamte Prozess vollautomatisiert und mit prozesssicherer Handhabungstechnik. Das Anlagenkonzept besticht durch einfachen modularen Aufbau und ist auf den flexiblen Einsatz in der Groß- und Kleinserienfertigung maßgeschneiderter Preforms ausgerichtet.

High Pressure RTM Verfahren

Einen Tag später befasst sich Jens Winiarz, Vertriebsleiter bei Hennecke mit dem Thema „Unter Hochdruck leicht gemacht – das High Pressure RTM Verfahren“. Der Maschinenbauer hat damit einen verfahrenstechnischen Ansatz entwickelt, der eine Antwort auf die stetig wachsenden Anforderungen hinsichtlich Effizienz und Ökologie im Automotive-Bereich darstellt. Gegenüber dem klassischen RTM-Verfahren kann die neue Technologie mit einer schnellen Injektion des reaktiven Gemisches in die Kavität aufwarten. Das sorgt für extrem kurze Aushärtezeiten und garantiert somit eine Taktzeitoptimierung im gesamten Prozess. So lassen sich auch hohe Stückzahlen adäquat realisieren.

Wirtschaftliche Herstellung von Bauteilen

Ebenfalls um das RTM-Verfahren geht es beim Vortrag von Erich Fries, Leiter Business Unit Composite, und Sebastian Schmidhuber, Lead Engineer R&D, bei KraussMaffei. Sie referieren zu „Hochleistungs-Faserverbundbauteile wirtschaftlich hergestellt – die RTM Verfahrensfamilie“. Das Unternehmen hat beispielsweise ein Modular-Konzept entwickelt, das die Herstellung eines CFK- Bauteils im HD-RTM-Verfahren (Hochdruck – Resign Transfer Molding) mit allen Arbeitsschritten über die gesamte Prozesskette abbildet. Diese beginnt beim Konfektionieren der Fasern und der Herstellung der trockenen Faserpreforms, welche in ein speziell von KraussMaffei konstruiertes und gefertigtes Werkzeug eingebracht werden. Bei dem Konzept werden bewährte Bauteile und die Vorteile aus der Spritzgießmaschinen-Serienfertigung genutzt, um anwendungsspezifische Lösungen zu bauen.

Fertigung von Sandwich-Composites

„Siempelkamp Pressen-Technologie für hochpräzise Faserverbundwerkstoffe“ heißt der Foren-Beitrag von Dr. Michael Schöler, Leiter Forschung und Entwicklung bei Siempelkamp. Das Unternehmen stellt Handling-Systeme und Pressen her, mit denen Sandwich-Composites automatisiert gefertigt werden können – beispielsweise auch Rotorblätter für Windkraftanlagen, deren Halbschalen derzeit immer noch in mühsamer Handarbeit zusammengeklebt werden. Mit den Anlagen sollen das Kernmaterial und die Deckschicht zusammengebracht und verklebt werden. Siempelkamp bietet dabei sowohl kontinuierliche als auch diskontinuierliche Verfahren an.

Die vier Beispiele zeigen, dass die COMPOSITES EUROPE ihren Ruf als internationale Technologie-Leistungsschau der Branche nicht nur durch die Präsentationen an den Messeständen erworben hat, sondern auch dank des anspruchsvollen Rahmenprogramms. Neben den genannten Vorträgen werden zahlreiche namhafte Referenten renommierter Unternehmen und Institutionen in weiteren Themenreihen Beiträge beisteuern, darunter von Dassault Systemes, Mapal oder CFK Valley Stade. Unterstützt wird die Veranstaltung vom international führenden Branchenmagazin „Reinforced Plastics“.

Das Besucherhighlight: die Product Demonstration Area

Mit der Product Demonstration Area (PDA) haben die Veranstalter der COMPOSITES EUROPE eine Sonderfläche etabliert, die sich in den vergangenen Jahren als Besuchermagnet Nummer eins entwickelt hat. Hier präsentieren Aussteller in Live-Vorführungen ihre neuen Produkte und Verfahren. Die Besucher können so miterleben, wie Innovationen entstehen. In diesem Jahr steht auch hier automatisierte Fertigung im Mittelpunkt. Bereits jetzt haben namhafte Teilnehmer zugesagt. Beispielsweise BÜFA: Das Unternehmen stellt die Produktion eines GFK-Teils im Vakuum unterstützten RTM (VARTM) mit Hilfe der vollautomatischen Dosiereinheit BÜFAtec RTM vor.

Das IKV Aachen will das 3D-Faserspritzen mit thermoplastischen Hybrid-Garnen vorstellen. Mit diesem Verfahren können dreidimensionale, endkonturnahe Preforms mit lokal einstellbaren Eigenschaftsprofilen wie Stärke oder Faserorientierung automatisiert hergestellt werden. RH Schneidtechnik zeigt auf der Sonderfläche den automatisierten Schnitt von Composites-Materialien. Das Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik der TU Dresden ist auf der Product Demonstration Area mit textil-verstärkten Verbundwerkstoffen vertreten.

Über die COMPOSITES EUROPE

Vom 9. bis 11. Oktober 2012 zeigt die COMPOSITES EUROPE in Düsseldorf die gesamte Prozesskette von Verbundwerkstoffen – vom Rohmaterial über Halbzeuge und die Verarbeitung bis hin zu neuesten Technologien, Maschinen und Services. Veranstaltet wird die COMPOSITES EUROPE von Reed Exhibitions in Kooperation mit dem europäischen Branchenverband EuCIA, dem VDMA Forum Composite Technology, dem amerikanischen Verband ACMA und der internationalen Fachzeitschrift Reinforced Plastics.

Für Rückfragen steht Ihnen die Presseabteilung der COMPOSITES EUROPE gerne zur Verfügung.

Dr. Mike Seidensticker
Pressesprecher
Tel.: +49 211 90191-128
mike.seidensticker@reedexpo.de

Christian Reiß
Pressereferent
Tel.: +49 211 90191-221
christian.reiss@reedexpo.de

Christian Reiß | Reed Exhibitions Deutschland Gmb
Weitere Informationen:
http://www.composites-europe.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien
24.02.2017 | Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz-Institut, HHI

nachricht MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin
24.02.2017 | FOKUS - Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie