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Bundesministerin Ursula von der Leyen eröffnet wichtigste Leitmesse der Mobilität / Wissmann: IAA setzt klares Aufbruchssignal!

23.09.2010
In Hannover hat die 63. IAA Nutzfahrzeuge begonnen. Auf der Eröffnungsfeier mit rund 700 hochrangigen Gästen aus Politik und Wirtschaft betonte Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA): "Diese IAA setzt ein klares Aufbruchssignal!

Die IAA ist nicht nur die bedeutendste internationale Leitmesse für Transport, Logistik und Mobilität. Sie ist zudem die erste Messe nach der Krise, auf der Unternehmen dieser Schlüsselbranche ihre Neuheiten präsentieren. 272 Weltpremieren sind ein neuer Rekordwert - die IAA wird damit zum Festival der Innovationen." Die IAA umfasst 1.751 Aussteller aus 43 Ländern und hat ihre Tore bis 30. September geöffnet.

Diese IAA finde zur richtigen Zeit statt. Die internationalen Nutzfahrzeugmärkte ziehen - nach dem Krisenjahr 2009 - wieder an.

Wissmann: "Der Sturm hat uns ordentlich durchgeschüttelt. Aber er hat uns trotz aller Turbulenzen nicht umgeworfen." Seit Anfang des Jahres erhole sich auch der Inlandsmarkt. "Obwohl das Vorkrisenniveau noch ein gutes Stück entfernt ist, können wir sagen: Wir haben den Tiefpunkt hinter uns", so Wissmann. Im laufenden Jahr habe zuerst das Transportersegment die Trendwende erreicht, seit einigen Monaten sei auch das schwere Segment "wieder auf Wachstumskurs", erklärte Wissmann. In Brasilien, China und Indien befänden sich die Nutzfahrzeugmärkte (über 6t) "bereits auf der Überholspur". In Brasilien stiegen die Neuzulassungen im laufenden Jahr um mehr als 50 Prozent. In China, wo weltweit fast die Hälfte aller schweren Lkw verkauft wird, ist die Nachfrage bis einschließlich August um mehr als 60 Prozent gestiegen; in Indien haben sich die Verkaufszahlen von schweren Lkw seit Jahresbeginn fast verdoppelt.

Eröffnet wurde die IAA von Ursula von der Leyen, Bundesministerin für Arbeit und Soziales. Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister sprach ein Grußwort. VDA-Präsident Wissmann betonte in seiner Rede: "Die Nutzfahrzeugbranche ist auch ein sehr wichtiger Faktor im Arbeitsmarkt." Allein die deutsche Güterverkehrslogistik stehe mit 2,6 Millionen Beschäftigten für 7 Prozent des deutschen Bruttoinlandsproduktes. Die 180.000 Beschäftigten der deutschen Nutzfahrzeugindustrie und ihrer Zulieferer seien "mit ihren Produkten und ihren Ideen das Fundament erfolgreicher Logistik - regional, national, europaweit und im Welthandel", sagte Wissmann weiter. Er wies auf das "Zusammenspiel zwischen Politik und Wirtschaft" hin, das "in der stürmischen Zeit außerordentlich gut funktioniert" habe. In einem "gemeinsamen Kraftakt" von Unternehmern, Gewerkschaften und der Politik" sei es gelungen, die Stammbelegschaften so weit wie möglich zu halten.

Die Erfolgsfaktoren der weltweiten Nutzfahrzeugbranche transportiert das Motto der diesjährigen IAA: "Nutzfahrzeuge: Effizient, flexibel, zukunftssicher". "Die Effizienz moderner Nutzfahrzeuge zeigt sich besonders an der Reduktion der Emissionen", betonte Wissmann. Mit innovativen Technologie-Lösungen konnten die Gesamtemissionen der Nutzfahrzeuge allein in den vergangenen 20 Jahren um durchschnittlich 85 Prozent reduziert werden. Das CO2- Einsparpotenzial sei im Verkehrssektor "noch längst nicht ausgeschöpft". Alternative Antriebe wie Erdgas, Biokraftstoffe und verschiedene Formen der Elektromobilität werden den CO2-Ausstoß in Zukunft noch weiter verringern. Transporter mit Hybridantrieb können künftig insbesondere im städtischen Sammel- und Verteilerverkehr eingesetzt werden. Vorreiter bei alternativen Antrieben sei der Omnibus, den Wissmann als "Öko-Champion" bezeichnete. Schon heute fahren Linienbusse mit Hybrid- oder Brennstoffzellentechnologie", so der VDA-Präsident weiter.

Nutzfahrzeuge seien darüber hinaus auch hoch flexibel. Zur Belieferung von Supermärkten mit Lebensmitteln, beim Abtransport des Haushaltsmülls, auf Baustellen, oder für Feuerwehr und Rettungssanitäter seien Nutzfahrzeuge unverzichtbar und ohne Alternative. So könne beispielsweise auch das laufende Münchner Oktoberfestes nur gelingen, weil Nutzfahrzeuge alles Benötigte anlieferten, um Hunger und Durst der Gäste zu stillen.

Zukunftssicher seien Nutzfahrzeuge, weil sie "wirtschaftliche Wachstumspotenziale der Zukunft und damit den Wohlstand unserer Gesellschaft" sichern helfen, so Wissmann. Alle Prognosen zeigten, dass das Nutzfahrzeug auch künftig eine zentrale Rolle im Verkehrsgeschehen in Deutschland, Europa und weltweit spielen werde.

Die IAA leiste außerdem einen wichtigen Beitrag, um Nachwuchskräfte für die Nutzfahrzeugbranche zu gewinnen, so Wissmann. Zusätzlich zur Aktion GoIng des VDA gibt es in diesem Jahr den Recruiting Day. Dabei bieten Hersteller und Zulieferer des VDA interessierten jungen Menschen aus Schulen und Universitäten die Möglichkeit, sich zu informieren und erste Kontakte für ihre Berufswahl zu knüpfen. Wissmann betonte: "Wir brauchen dringend Ingenieurnachwuchs, um unsere Spitzenposition in Forschung und Entwicklung zu erhalten." Das allein werde aber nicht reichen. "Wir müssen das vorhandene Potenzial an Fachkräften in Deutschland besser nutzen, etwa durch eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Wir müssen den Beschäftigungsstandort Deutschland gerade auch für unsere Fachkräfte attraktiver machen. Und wir sollten auch über eine kluge Zuwanderungspolitik nachdenken, um qualifizierte junge Fachkräfte zu gewinnen", sagte VDA-Präsident Wissmann.

Nach der Eröffnungsveranstaltung folgte der traditionelle Messerundgang mit Bundesministerin von der Leyen, Ministerpräsident McAllister und VDA-Präsident Wissmann.

Eckehart Rotter | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.vda.de

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