Anzeige
Wer sich in sozialen Netzwerken wie Facebook bewegt, verwandelt sich teilweise in einen gläsernen Bürger. Er kann zwar einstellen, welche seiner Angaben von anderen Nutzern eingesehen werden können, aber nicht verhindern, dass zumindest der Betreiber des Netzwerkes alles weiß – und dieses Wissen geschäftlich nutzt.
„inSel – informationelle Selbstbestimmung in Dienstenetzen - zielt darauf, den Datenverarbeiter als unerwünschten Mitwisser auszuschalten“, erklärt Prof. Dr. Hermann de Meer, Inhaber des Lehrstuhls für Rechnernetze und Rechnerkommunikation der Universität Passau. Der Bürger hinterlegt seine Daten (etwa seine Kontoverbindungen) in einem verschlüsselten Datentresor, auf den Dritte (z. B. ein Verkäufer auf einer Shopping-Plattform) nur dann Zugriff erhalten, wenn der Nutzer es ausdrücklich gestattet. Der Datenverarbeiter, also die Shoppingplattform oder der Betreiber des sozialen Netzwerkes, sieht nur die verschlüsselten Daten.
Diesen Prototyp der Datensicherung präsentieren die Projektpartner am Mittwoch, den 20. Oktober 2010, um 16:15 Uhr auf der Nürnberger Fachmesse IT-SA 2010 im Forum Blau (Technik), Halle 12, Stand 103. Darüber hinaus werden die Resultate des Projektes während der gesamten Messe (19. bis 21. Oktober 2010) auf dem Stand des Konsortialführers Sirrix AG präsentiert.
Als konkreten Anwendungsfall spielen die Beteiligten die Arbeit von Pflegediensten durch. Diese erheben zur Abrechnung ihrer Leistungen mit den Krankenkassen sensible Daten aus dem intimen Lebensbereich ihrer Kunden. Nach dem inSel-Prinzip erfassen und übermitteln sie diese verschlüsselt per Handy. Der Datenverarbeiter, bei dem sie gespeichert werden, kann sie nicht entschlüsseln. Und auch die erlaubten Zugriffe der Krankenkasse werden protokolliert. So kann der Bürger über eine Web-Plattform jederzeit nachvollziehen, ob nur diejenigen Stellen Daten erhalten haben, die sie auch tatsächlich benötigen.
„Von inSel profitieren auch die Anbieter von Waren und Dienstleistungen. Durch die Protokollierung jedes Zugriffs können sie transparent beweisen, dass sie Daten konform mit dem Datenschutzrecht verwalten. Momentan muss der Kunde es ihnen einfach glauben und das tut er oft nicht mehr angesichts vieler Fälle, in denen z. B. Kontodaten auf dem Schwarzmarkt angeboten werden“, erklärt Ralph Herkenhöner, Mitarbeiter am Lehrstuhl für Rechnernetze und Rechnerkommunikation.
Aufgrund dieses wachsenden Gefahrenpotentials durch zentrale Datenanhäufung und individualisierte Internetnutzung mit Web 2.0- Diensten fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung mit inSel ein System zur Durchsetzung von Datenschutzvereinbarungen. Die Passauer Forscher beschäftigen sich im Rahmen des inSel-Projektes insbesondere mit der Bewertung der technischen und organisatorischen Umsetzung der Datenschutzmaßnahmen.
Steffen Becker | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.uni-passau.de
Weitere Berichte zu: Datenverarbeiter > informationelle Selbstbestimmung > inSel-Prinzip > IT-SA > Rechnerkommunikation > Rechnernetz > Selbstbestimmung > Shopping-Plattform
France to host biggest pavilion at InnoTrans 2012
24.05.2012 | UBIFRANCE Press Office in London
CeMAT 2014 (19. bis 23. Mai): CeMAT, Weltleitmesse für Intralogistik, formiert sich neu
23.05.2012 | Deutsche Messe AG Hannover
Krankheiten wie Parkinson, Alzheimer und bestimmte Krebsformen gehen auf eine fehlerhafte Faltung und Aggregation von Eiweißen im Körper zurück.
Wissenschaftlern des Instituts für Photonische Technologien (IPHT) in Jena ist es erstmals gelungen, Proteinstrukturen auf sub-molekularer Ebene nachzuweisen und spektroskopisch zu analysieren. Ein wichtiger Schritt zum Verständnis der Krankheitsursachen.
„Bis heute hat man nicht genau verstanden, was die fehlerhafte Faltung und Aggregation von Eiweißen, zum Beispiel im Zusammenhang mit Alzheimer, ...
Die Quantenphysik beschreibt physikalische Vorgänge in Festkörpern und anderen Vielteilchensystemen auch mit Hilfe von Quasiteilchen.
Innsbrucker Physikern um Rudolf Grimm ist es nun erstmals gelungen, ein neues Quasiteilchen - ein repulsives Polaron - in einem Quantengas experimentell zu erzeugen. Die Forscher berichten darüber in der Online-Ausgabe der Fachzeitschrift Nature.
Ultrakalte Quantengase sind ein ideales Experimentierfeld, um physikalische Phänomene in Festkörpern zu simulieren. Unter streng kontrollierten Bedingungen ...
Licht lässt die Partikel in der Atmosphäre wachsen. In einem Experiment hat ein internationales Forscherteam erstmals einen neuen Mechanismus nachweisen können, bei dem Partikel durch Licht größer werden und der damit Einfluss auf die Wolkenbildung und das Klima hat.
Photokatalytische Reaktionen können zu einer schnellen Bindung von nicht kondensierenden flüchtigen organischen Kohlenwasserstoffen (VOCs) auf der Oberfläche der Partikel führen. Unter solchen Bedingungen nehme die Größe und Masse der Partikel schnell zu, schreiben die Wissenschaftler im renommierten Fachblatt PNAS.
Die Ergebnisse des Laborexperimentes könnten Effekte erklären, die bisher schon bei Feldkampagnen ...
Ähnlich wie blutsaugende Insekten prüfen Pflanzenschädlinge ihren Wirt auf Abwehrsignale, bevor sie anfangen zu fressen
Pflanzen bilden wenige Minuten nach Angriff eines Fraßfeindes Jasmonsäure, ein Hormon, das die Verteidigung gegen Insekten in Gange setzt mit der Folge, dass giftige Stoffe wie Nikotin oder Verdauungshemmer in den Blättern akkumulieren.
Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie, Jena, haben jetzt herausgefunden, dass Zwergzikaden die Verteidigungsbereitschaft von Tabakpflanzen aufspüren können. ...
Wissenschaftlern vom Institut für Physikalische und Theoretische Chemie der Universität Bonn ist es erstmals gelungen, den Transport eines wichtigen Informationsträgers in biologischen Zellen praktisch unmodifiziert in Echtzeit zu filmen.
Die Studie zeigt, wie die so genannte Boten-RNA die Zellkernhülle überwindet und vom Zellkern in das Zytoplasma gelangt. Diese Arbeit ist nun in dem renommierten Journal „Proceedings of the National Academy of Sciences of the USA“ (PNAS) publiziert.
Der Bauplan aller Lebewesen ist in ihrem Erbgut gespeichert. Dieses lagert bei höheren ...
Anzeige
Anzeige

Energieversorger vor dem Umbruch
24.05.2012 | Studien Analysen
Stem-cell-growing surface enables bone repair
24.05.2012 | Biowissenschaften Chemie
Im wahrsten Sinne „Spitzenforschung“: IPHT-Forscher untersuchen Eiweißfasern mit größter Genauigkeit
24.05.2012 | Biowissenschaften Chemie
NieKE Themenforum: Ökonomie - Tierschutz - Lebensmittelsicherheit
24.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten
Nachhaltigkeit in der Schifffahrt: Werte vs. Wertschöpfung
24.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten
Wissenschaft und Öffentlichkeit
24.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten