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Sicherheit für Internetapotheken und elektronische Patientenakten

16.10.2007
Systems 2007: Fraunhofer-Institut SIT zeigt Sicherheitswerkzeug für webbasierte eHealth-Lösungen

Die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte soll Behandlung und Arbeitsprozesse verbessern: Die Vernetzung von Ärzten, Krankenhäusern und Apotheken ermöglicht einen schnellen Informationsfluss und Kosteneinsparungen, birgt aber auch Risiken hinsichtlich Datenschutz und Beweisbarkeit.

Um die Sicherheit elektronischer Prozesse im Gesundheitswesen zu gewährleisten und hohe IT-Anschaffungskosten in Praxen und Kliniken zu vermeiden, hat das Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie die lizenzfähige Signaturlösung PROSECCO entwickelt.

"Mit PROSECCO kann jeder Arzt, Apotheker oder Krankenkassenangestellte elektronische Dokumente unterschreiben und die Echtheit elektronischer Unterschriften prüfen", sagt Projektleiter Michael Herfert vom Fraunhofer SIT. Mit Hilfe der Software lassen sich auch bestehende Systeme einfach und kostengünstig nachrüsten, um die neue elektronische Gesundheitskarte oder elektronische Patientenakten sicher zu nutzen. "Im Vergleich zur Neu-Anschaffung eines sicheren Komplettsystems ist die nachträgliche Installation von PROSECCO äußerst preisgünstig", sagt Herfert.

Die webbasierte Lösung eignet sich sowohl für den Schutz elektronischer Patientenakten als auch für die Optimierung der Arbeitsabläufe in Krankenhäusern und Arztpraxen. Besonders sinnvoll lässt sich PROSECCO jedoch in Versandapotheken einsetzen, denn dort ermöglicht die Software die einfache und sichere Einlösung elektronischer Rezepte über das Internet. Das Fraunhofer-Institut SIT zeigt die Neuentwicklung vom 23. bis 26. Oktober auf der Systems in München (Halle B3, Stand 122/123).

Die für die elektronische Gesundheitskarte vorgesehenen IT-Abläufe sind sehr innovativ und anspruchsvoll. Das gilt auch für die Einlösung des elektronischen Rezepts und die dabei eingesetzten Protokolle - selbst in einer Präsenzapotheke. Wenn die Chipkarten wie im Falle der Versandapotheke weit voneinander entfernt sind, wächst die Herausforderung. Und genau hier kommt PROSECCO ins Spiel. Die Softwarelösung klinkt sich in den Browser ein und erlaubt die direkte Kommunikation zwischen den Karten. Dabei ist es ganz egal, wie weit sie voneinander entfernt sind. PROSECCO wurde entwickelt, um digitale Signaturen mit dem Browser zu leisten. Möglich macht das eine flexible Plugin-Architektur. Damit ist PROSECCO auch die erste Wahl für alle webbasierten Vorgänge im eHealth-Bereich, die eine Signatur, sprich: eine Bestätigung, des Versicherten oder des Arztes benötigen.

PROSECCO ist sicherer als Microsoft-typische Active X-Anwendungen, läuft auf allen Betriebssystemen und lässt sich im Gegensatz zu existierenden Lösungen sehr einfach installieren und in bestehende Systeme integrieren. Für den Einsatz in Krankenhäusern und Praxen existiert bereits ein Plug-In, mit dem man die heutige Versichertenkarte auslesen kann - Plug-Ins für elektronische Gesundheitskarte und Heilberufsausweis sind in Kürze erhältlich. PROSECCO klinkt sich wie ein Proxy in den Browser ein, egal, ob es sich um Firefox, den Internet Explorer oder irgendeinen anderen handelt. Der Browser selbst benötigt weder Java, noch Javascript oder Active X. Dementsprechend funktioniert PROSECCO auch in der höchsten Sicherheitsstufe des Browsers und beugt so Proxy-Angriffen und anderen Manipulationen vor.

Oliver Küch | idw
Weitere Informationen:
http://www.sit.fraunhofer.de

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