Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Gestatten: CoRA. Autonomer Assistenzroboter der RUB auf der Hannover Messe

11.04.2002


Greift immer nach dem richtigen Objekt: CoRA, ...


... der Cooperative Robot Assistant der Ruhr-Universität



RUB-Neuroinformatiker auf der Hannover Messe
CoRA greift Objekte und erkennt Hindernisse


CoRA (Cooperative Robot Assistant) heißt der neue, autonome und lernfähige Assistenzroboter, den das Institut für Neuroinformatik der RUB entwickelt hat. Mit seinen Fähigkeiten, Hindernisse und Sprachbefehle zu erkennen, Objekte zu greifen und mit einer künstlichen Haut sogar Kontakte wahrzunehmen, könnte er in Zukunft eine nützliche Haushaltshilfe sein. Die Bochumer Neuroinformatiker stellen CoRA vom 15. bis 20. April auf der Hannover Messe vor (Halle 017, Stand E34).

Menschenähnliches Design

CoRAs Design folgt dem menschlichen Vorbild: Der Roboter ist mit einem schwenk- und neigbaren Stereo-Kamerakopf ausgestattet. So kann er seinen Arbeitsbereich überblicken und, falls notwendig, den Menschen und dessen Aktionen verfolgen. CoRA verfügt über einen Arm mit sieben Freiheitsgraden, die Anordnung der Gelenke gleicht der des menschlichen Arms. Hierdurch ist CoRA in der Lage, Objekte zu greifen. Der Arm befindet sich an einem drehbaren Rumpf. Dieser
erweitert den Greifraum des Assistenten erheblich und ermöglicht eine einfache Zusammenarbeit mit dem Menschen.

Multitalent CoRA

CoRA kann z. B. die Objekte einer komplexen Tischszene unterscheiden, gelernte Objekte wiedererkennen und greifen. Der Roboter findet zudem die menschliche Hand und detektiert die Richtung, in die der Mensch zeigt. Zur Kommunikation verfügt CoRA über einen Einzelworterkenner und eine Sprachausgabe. Mithilfe einer Blickrichtungsanalyse kann sich CoRA erschließen, auf welchen Bereich der Mensch gerade seine Aufmerksamkeit richtet. Ein besonderer Clou ist die künstliche Haut: Sie ermöglicht Kontakte wahrzunehmen, so dass CoRA Hindernissen außerhalb des Sichtbereichs ausweichen kann. Durch die Haut lässt sich auch die Bewegung des Arms verbessern.

Lernender Roboter

Die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine beinhaltet neben dem kommunikativen Informationsaustausch auch die Notwendigkeit, Bewegungs- und Verhaltenssequenzen zu planen, zu koordinieren sowie diese an veränderliche Randbedingungen anzupassen. Bei CoRA geschieht dies mithilfe eines neuronalen dynamischen Systems, das bestimmte Verhaltensweisen erzeugen kann. Nicht erwünschte Verhaltensweisen sind durch Regeln kodiert und somit ausgeschlossen. Diese Struktur ermöglicht zudem, Sprache bzw. Sprachbefehle in das System mit einzubinden. Die neuronale Struktur kann kausale Relationen (Grund-Folge-Beziehungen und Ursache-Wirkung-Prinzipien) lernen und in die Verhaltensplanung aufnehmen.

Mensch-Maschine-Interaktion

Mit CoRA präsentieren die RUB-Neuroinformatiker erste Ergebnisse des Forschungsbereichs "intelligente Mensch-Maschine-Interaktion in der Wissensgesellschaft". CoRA ist Bestandteil des BMBF-Leitprojektes Morpha: Intelligente anthropomorphe Assistenzsysteme, Kommunikation, Interaktion und Kooperation zwischen Mensch und intelligenten anthropomorphen Assistenzsystemen.

Weitere Informationen

Ioannis Iossifidis, Institut für Neuroinformatik der RUB, ND 04/593, Tel. 0234/32-25567, Mobil: 0173/9858085, Fax: 0234/32-14209, E-Mail: Ioannis.Iossifidis@neuroinformatik.ruhr-uni-bochum.de

Dr. Josef König | idw

Weitere Berichte zu: Assistenzroboter CoRA RUB

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien
24.02.2017 | Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz-Institut, HHI

nachricht MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin
24.02.2017 | FOKUS - Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie