Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mikrosystemtechnik branchenübergreifend auf dem Vormarsch

11.04.2002


Große Info-Veranstaltung am Nachwuchstag der Hannover-Messe
20. April 2002
Günstiges Gruppenreiseangebot
für Schülerinnen, Schüler und Studierende

Neuerungen unserer hochtechnisierten Lebenswelt basieren zunehmend auf Errungenschaften der Mikrosystemtechnik. Moderne Sicherheitstechnik wie Airbag und ABS im Auto gehören ebenso dazu wie in der Computertechnologie Tintenstrahldrucker und Flachbildschirm. Kleiner, klüger, komplexer - so lässt sich der Trend dieser Technologie charakterisieren. Ein besonders komplexe Integration verschiedener Mikrokomponenten zeichnet etwa den Abtastkopf für CD-Spieler aus, eines der am Markt erfolgreichsten mikrotechnischen Produkte. Doch gleich um welches Anwendungsgebiet es sich handelt, stets geht es bei der Mikrosystemtechnik auf Miniaturebene um das Zusammenspiel von drei zentralen Komponenten: zum einen Sensoren, gewissermaßen die Sinnesorgane der Technik, die eine Messgröße (etwa eine starke Verzögerung in einem PKW) aufnehmen und in ein elektrisches Signal umwandeln, zum anderen Signalverarbeitung, die entscheidet, wie zu reagieren ist (handelt es sich um ein Bremsmanöver oder einen Unfall), und schließlich Aktoren, die die Aktion ausführen (z.B. Auslösen von Airbag und Gurtstraffer).

Elektronische, mechanische, optische, chemische und neuerdings auch biologische Funktionen greifen in der Mikrosystemtechnik auf kleinstem Raum intelligent ineinander und eröffnen in den verschiedensten Bereichen neue Anwendungsmöglichkeiten. So kommt dieser zukunftsträchtigen Schlüsseltechnologie insbesondere auch im Bereich der Medizintechnik eine zentrale Bedeutung zu, wobei das Spektrum von der minimal-invasiven Diagnostik und Therapie ("Schlüssellochchirurgie") bis hin zur Integration von Nervenimpulsen und elektrischen Systemen ("Nervenstecker") reicht - mit ansehnlichen Erfolgen: So ermöglicht das Cochlea-Implantat Tauben ein gewisses Hörvermögen und damit ein annähernd normales Leben; ähnliche Implantate für Blinde und Querschnittsgelähmte sind in der Entwicklung.

Entsprechend der Vielfalt ihrer Anwendungsmöglichkeiten ist in der Mikrosystemtechnik ein besonders fruchtbares Feld zukünftiger Erfindungen und als Folge davon auch wirtschaftlicher Entwicklungsmöglichkeiten zu sehen. Wer gerne tüftelt, Spaß an Technik hat und auch mit Mathe nicht auf Kriegsfuß steht, wird bei der Mikrosystemtechnik in doppelter Hinsicht auf ideale Entfaltungsmöglichkeiten stoßen: zum einen in Form hochinteressanter Fragestellungen in Forschung und Entwicklung, zum anderen in Form eines Arbeitsmarktes, der händeringend nach findigen Köpfen sucht. Dabei sollte auch nicht übersehen werden, dass es sehr oft kleinere und mittlere Unternehmen mit ihrer Flexibilität sind, die besonders gute Perspektiven bieten.

Auf die sich neu entwickelnden Märkte hat auch das Ausbildungssystem reagiert. An der Universität des Saarlandes beispielsweise wurde das herkömmliche Studium der Elektrotechnik in neue Studiengänge überführt, die ganz speziell auf die aktuelle Ausrichtung der Forschungsaktivitäten und die Erwartungen des Arbeitsmarktes an den "Ingenieur von morgen" zugeschnitten sind. Entsprechende Spezialisierungsmöglichkeiten bieten die neuen Saarbrücker Diplomstudiengänge "System- und Elektrotechnik" sowie "Mikro- und Nanostrukturen".

Einen kompletten Überblick über die Möglichkeiten in Deutschland, sich zum Ingenieur mit mikrosystemtechnischer Spezialisierung ausbilden zu lassen, gibt der Nachwuchstag der Hannover Messe (20.04.02) im Rahmen seines Forums "Micro-Technlogy" (ab 10.00 Uhr). Unter der Moderation des Saarbrücker Lehrstuhlinhabers für Messtechnik, Prof. Dr. Andreas Schütze (Universität des Saarlandes), werden dabei sechs Hochschullehrer diverser deutscher Hochschulen (einschließlich Fachhochschulen) von 12.40 bis 14.00 Uhr über das Thema "Zukunftsfeld Mikrotechnologien - Hochschulen bilden aus" informieren und für Fragen zur Verfügung stehen. Die Professoren gehen dabei auch auf die unterschiedliche Ausrichtung eines Hochschul- und Fachhochschulstudiums ein. Darüber hinaus stellen sich auf dem Forum, das von der AMA, dem Fachverband für Sensorik, organisiert wird, aus dem Bereich Mikrosystemtechnik Forschungsinstitute vor und schildern Unternehmen ihre Erwartungen an Mitarbeiter. Auch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ist mit von der Partie und präsentiert eine Studie über die aktuelle Situation der Mikrosystemtechnik in Deutschland. Schön ausklingen lassen kann man den Tag dann noch mit einer großen Abschlussparty mit Live-Musik. Für Schülerinnen, Schüler und Studierende hat die Universität die Möglichkeit einer Gruppenreise zum Preis von Euro 55,- (inklusive Busfahrt, Übernachtung und Eintritt) arrangiert.

Fragen zur Mikrosystemtechnik beantwortet
Prof. Dr. Andreas Schütze, Tel. 0681/302-4663,E-Mail: schuetze@lmt.uni-saarland.de
Fragen zum Gruppenreiseangebot beantwortet
Sascha Kühn, Tel. 0681/302-5061,E-Mail: sa.kuehn@matsci.uni-sb.de

Hochschul- Presseteam | idw

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Biokunststoffe könnten auch in Traktoren die Richtung angeben
18.10.2017 | Hochschule Hannover

nachricht IVAM-Produktmarkt „High-tech for Medical Devices“ auf der COMPAMED 2017
18.10.2017 | IVAM Fachverband für Mikrotechnik

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mobilität 4.0: Konferenz an der Jacobs University

18.10.2017 | Veranstaltungen

Smart MES 2017: die Fertigung der Zukunft

18.10.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

18.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Biokunststoffe könnten auch in Traktoren die Richtung angeben

18.10.2017 | Messenachrichten

»ILIGHTS«-Studie gestartet: Licht soll Wohlbefinden von Schichtarbeitern verbessern

18.10.2017 | Energie und Elektrotechnik