Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mehr Plan für das Handwerk durch neue Software

05.04.2002


Dispositionsleitstand-System optimiert den Einsatz von Personal und Maschinen

Zettelwirtschaft statt Computer: Allem Fortschritt zum Trotz wird im Handwerk der Einsatz von Mitarbeitern noch überwiegend über dieses teure und unproduktive "Handwerk" geregelt. Dabei ließen sich mit der richtigen Software all jene Faktoren koordinieren, die für die Durchführung eines Auftrags relevant sind: Termine, Personal, Aufgaben, Werkzeug, Anfahrtswege und Arbeitsdauer. Das spart unterm Strich nicht nur Zeit und Geld, sondern bringt auch Wettbewerbsvorteile.

Was mit Hilfe der EDV selbst in kleinen Betrieben möglich ist, zeigen Prof. Dr. Bernd Noche, Fachgebiet Transportsysteme und -logistik der Gerhard-Mercator-Universität Duisburg, und sein Team auf der weltgrößten Industriemesse, der Hannover Messe, vom 15. bis 20. April.

Die Entwicklung der Duisburger Wissenschaftler geht weit über den Einsatz von grafischen Plantafeln hinaus. Diese reichen wohl für einen schnellen Überblick über kritische Kapazitäten und Aufträge, nicht aber um die Fülle von Informationen zu berücksichtigen, die im Betriebs- und Arbeitsalltag auftreten und die mit zunehmender Firmengröße vom Disponenten gemanagt werden müssen: Sind bei dem Auftrag eventuell Spezialwissen, besondere Werkzeuge oder Ersatzteile erforderlich? Wie ist es mit den Arbeitszeiten? Welche Mitarbeiter sind verfügbar? Gibt es Sonderwünsche des Kunden im Hinblick auf Termine oder Personal? Wird der Auftrag vor Ort beim Kunden ausgeführt, und mit welchen Anfahrtswegen ist zu kalkulieren?

Anwenderfreundliches, interaktives Programm

Für die optimale Koordination und Planung in größeren Handwerksbetrieben bietet sich da die von den Duisburger Logistikexperten entwickelte Software an. Das Programm, ein Dispositionsleitstand-System mit interaktiven, grafischen und simulationsgestützten Plantafeln, läuft auf jedem Standard-PC. Es lässt sich mit MS Office-Produkten kombinieren und ist besonders anwenderfreundlich, da leicht zu handhaben. Interaktiv wird der Nutzer durch die Servicemodule wie Auftragswesen, Planung, Fakturierungsvorbereitung, Berichtswesen oder Verwaltung von Mitarbeiter- bzw. anderen Stammdaten geleitet. Muss er kurzfristig Änderungen vornehmen oder Eilaufträge berücksichtigen, kann der Nutzer manuell eingreifen. Auf Wunsch bieten die Duisburger Wissenschaftler auch individuelle Lösungen. Das Programm wird dann auf die Bedürfnisse des jeweiligen Handwerkbetriebs zugeschnitten.

Prof. Noche und seine Mitarbeiter stellen ihre Entwicklung auf der Hannover-Messe, Halle 18, Stand M 12, auf dem Gemeinschaftsstand "Forschungsland NRW" aus. Der Gemeinschaftsstand setzt diesmal auf den Schwerpunkt Handwerk.

Nähere Informationen zum Dispositionsleitstand-System erteilt Prof. Dr. Bernd Noche, Tel. 0203-379 2798, E-Mail: b.noche@uni-duisburg.de.

Ulrike Bohnsack | idw

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht COMPAMED 2016 vernetzte medizinische Systeme und Menschen
23.11.2016 | IVAM Fachverband für Mikrotechnik

nachricht Kompakter und individuell einstellbarer Schutz für alle Anwendungen
18.11.2016 | PHOENIX CONTACT GmbH & Co.KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie