Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Makroauftritt für Mikrosysteme

26.03.2002


Forschungszentrum Karlsruhe präsentiert neueste Entwicklungen auf der Hannover Messe

Mit sieben gezielten Auftritten will das Forschungszentrum Karlsruhe auf der Hannover Messe 2002 vom 15. bis 20. April seine neuesten Forschungsarbeiten und Entwicklungen aus den Bereichen Mikrosystemtechnik, Nanotechnologie, Aerosolabscheidung, Biomechanik und Wasserstoffexplosionen an das Fachpublikum heranführen. Schwerpunkt ist der Stand "Forschungszentrum Karlsruhe und Partner" in der eigenständigen Fachmesse "Micro Technology". Hier präsentiert das Forschungszentrum gemeinsam mit 10 Industriepartnern neueste Ergebnisse aus der Mikrofertigungstechnik. Ein Highlight dieses neu entwickelten Messeauftritts ist die große Standparty am Mittwoch, dem 17. April ab 19.00 Uhr in Halle 6, Stand B31. Interessierte Medienvertreter können eine Einladung beim Forschungszentrum Karlsruhe anfordern.

Mit der Implementierung der "Micro Technology" schuf die Hannover Messe eine einzigartige internationale Präsentations- und Kommunikationsplattform für angewandte Mikrosystemtechniken. Das Forschungszentrum Karlsruhe zeigt hier zusammen mit 10 Industriepartnern neueste Entwicklungen aus den Bereichen Fertigungstechniken, neue Materialien, Mikroverfahrenstechnik und Mikrooptik, aber auch neuartige Gasanalysesysteme und Komponenten für die Life Sciences. Alle beteiligten Partnerfirmen sind Mitglieder des Forschungszentrum Karlsruhe IndustrieForum für Mikrofertigungstechnik, kurz FIF, einer Initiative zur Verbesserung des Wissens- und Technologietransfers in der Mikrosystemtechnik (Halle 6, Stand B31).

Auf dem Gemeinschaftsstand der Hermann von Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren wagen wir einen Ausblick in künftige Anwendungen für Mikrosysteme. Der bionische Rüssel NOZE macht Gerüche in einer dreidimensionalen Visualisierung des Riechvorganges sichtbar. Die eingebaute elektronische Nase kann in der Praxis Gaskomponenten in komplexen Gasgemischen analysieren. Die Beweglichkeit erhält NOZE durch neuartige flexible Fluidaktoren. Auf diesem Prinzip basiert auch die "Karlsruher Hand", die mit außergewöhnlicher Beweglichkeit und Flexibilität komplizierte natürliche Bewegungsabläufe nachahmt. Daneben stehen Kreuzwärmetauscher im Mikromaßstab, die in einem Volumen von einem Kubikzentimeter den Wärmebedarf eines Einfamilienhauses übertragen können (Halle 18, Stand E12).

Das Forschungszentrum Karlsruhe entwickelt Computerprogramme zur Simulation von Verteilung und Verbrennung von Wasserstoff in komplexen Geometrien. Durch Explosionsexperimente erfolgt die Praxiserprobung. Ihren Ausgangspunkt nahmen diese Arbeiten in der Sicherheitsforschung für kerntechnische Anlagen. Die hierbei entwickelte Expertise setzen wir nun im nicht-nuklearen Bereich bei der Sicherheitsbegutachtung und Risikominimierung von Wasserstoffanlagen sowie der Planung und Entwicklung von neuen Wasserstoffsystemen ein (Halle 13, Stand G68/6).

Gestaltoptimierung nach dem Vorbild der Bäume ist ein Thema der Biomechanik des Forschungszentrums. Maschinenbauteile nehmen in der Computersimulation durch biologisches Wachstum optimale Formen an, werden dabei ultraleicht und dauerfest. Exotisch gewachsene Holzproben geben einen Einblick in die Körpersprache der Bäume. Pauli der Bär und Stupsi der Igel öffnen auch jüngeren Messebesuchern ein Türchen in die Welt der Bionik (Halle 18, Stand M06).

Staubteilchen und Tropfen im Nanometerbereich aus Verbrennungs- und Produktionsanlagen stellen eine ernst zu nehmende Umweltbelastung dar. Die gesetzlichen Auflagen für die Betreiber solcher Anlagen werden von Jahr zu Jahr strenger. Im Forschungszentrum Karlsruhe wurde der Aerosolabscheider CAROLA entwickelt. Basierend auf so genannten Corona-Entladungen steht damit ein Abgasreinigungssystem mit hohem Abscheidegrad für Feinstpartikel bei geringem Energieverbrauch zur Verfügung. Auf der Überwachungsseite wurde außerdem ein Partikelmassenspektrometer für die Messung von Nanopartikeln bei hohen Teilchenkonzentrationen entwickelt, das in der Prozessüberwachung eingesetzt werden kann (Halle 18, Stand B19: Technologietransfer-Angebot des Forschungszentrums Karlsruhe).

Das Netzwerk für Materialien der Nanotechnologie NANOMAT, dessen Geschäftsstelle im Forschungszentrum Karlsruhe angesiedelt ist, präsentiert Forschungsergebnisse in der kleinsten Dimension auf der Aktionsfläche "Nanoworld". In NANOMAT sind drei Forschungszentren der Helmholtz-Gemeinschaft, 11 Universitäten, ein Max-Planck-Institut, ein Institut der Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz, drei Fraunhoferinstitute und vier große Industrieunternehmen zusammengeschlossen (Halle 18, Stand J06).

Schließlich bietet das Forschungszentrum zahlreiche Ausbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten für den wissenschaftlichen Nachwuchs. Auf dem "CareerMarket" zeigen wir unsere Angebote für verschiedene Zielgruppen von der beruflichen Ausbildung bis zur Karriere für Wissenschaftler (Halle 10, Stand 106).

Inge Arnold | idw

Weitere Berichte zu: Mikrosystem Mikrosystemtechnik NOZE Nanotechnologie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Infrarotkamera für die Metallindustrie bis 2000 °C
28.04.2017 | Optris GmbH

nachricht ZMP 2017 – Latenzzeitmesseinrichtung für moderne elektronische Zähler
27.04.2017 | Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

Jenaer Akustik-Tag: Belastende Geräusche minimieren - für den Schutz des Gehörs

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Die Kieler Förde – ein Trainingsbecken für Miesmuscheln

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Mikroskop im Kugelschreiberformat: Auf dem Weg zur endoskopischen Krebsdiagnose

28.04.2017 | Medizintechnik

Leipziger Forscher kreieren borhaltiges künstliches Vitamin

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie