Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

3-D-Mess-System kolibri mobil

25.03.2002


Fraunhofer-Vision präsentiert auf der Control 2002 das mobile multi-view 3-D-Mess-System Kolibri-mobil

Aufgabenstellungen in der optischen 3-D-Messtechnik sind meist sehr komplex. Darum können Mess-Systeme unter Umständen nur auf ein spezifisches Messproblem ausgerichtet werden. "Kolibri-mobil" hingegen ist ein adaptives Mess-System, das sich besonders durch seine hohe Flexibilität auszeichnet. Die Mehrkamera-Anordnung ermöglicht simultane, automatische Vollkörpervermessungen ohne zeitaufwändige Matching-Prozeduren oder Passpunkte. Damit eignet sich das System besonders für die Vermessung hochkomplexer Objekte zur Stichmaßabnahme und für den CAD-Vergleich in der 3-D-Qualitätssicherung. Mit "Kolibri-mobil" wurde am Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik (IOF) zusammen mit Jenaer Unternehmen eine neue Generation des mobilen Scanners entwickelt. Es ist das Basis-Modell für die gegenwärtig schnellste Reverse-Engineering-Prozesskette. In diesem Prozess werden, ausgehend von der 3-D-Vermessung des Designer-Modells, CAD-Daten für die Herstellung des Endprodukts erzeugt.

Selbstkalibrierung des Systems

Das Messsystem basiert auf dem Prinzip der Streifenprojektion. Dabei beleuchten zwei um 90 Grad gedrehte Streifenstrukturen aus unterschiedlichen Richtungen den Prüfling - der drehbare Zentralspiegel ermöglicht ein schnelles Umschalten der Beleuchtungseinrichtung. Durch diese Beleuchtungstechnik stehen überzählige Messwerte zur Verfügung, die es in Verbindung mit einem mathematischen Modell auf photogrammetrischer Basis gestatten, ausschließlich aus den gewonnenen Phasenwerten gleichzeitig die 3-D-Koordinaten und sämtliche Orientierungsparameter online zu berechnen.

Durch die Selbstkalibrierung, also das simultane Messen der Koordinaten und Orientierungsparameter, ist "Kolibri-mobil" unempfindlich gegen Umwelteinflüsse wie z. B. Temperaturschwankungen oder Vibrationen. Dies ermöglicht den Einsatz unter Produktionsbedingungen, unabhängig von speziellen Messräumen.

Bis zu sechs Kameras können einen Prüfling simultan aus unterschiedlichen Richtungen beobachten. Das Messvolumen liegt zwischen 100 x 100 x 50 mm³ und 700 x 700 x 400 mm³. Die Messunsicherheit liegt bei 70 Mikrometer, bei einer Messzeit von 10 bis 60 Sekunden.

Regina Fischer | idw
Weitere Informationen:
http://www.vision.fraunhofer.de

Weitere Berichte zu: Orientierungsparameter

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"
24.05.2017 | Universität Ulm

nachricht Neue Prozesstechnik ermöglicht Produktivitätssteigerung mit dem Laser
18.05.2017 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten