Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

HM 2002 - Demonstrationszentrum ViPro: Neue Impulse für Produkt- und Produktionsentwicklung

22.03.2002


...will das Demonstrationszentrum für Virtuelle Produkt- und Produktionsentstehung ViPro geben. Orientiert vor allem an den Bedürfnissen kleiner und mittlerer Unternehmen (kmU), bietet es Hilfestellung bei der Integration von Prozessen, Methoden und Werkzeugen in Entwicklung und Produktion.

Selbst hochwertige und komplexe Produkte müssen heute deutlich schneller entwickelt werden als noch vor einigen Jahren. Für Produktion und Produktionsanlauf bedeutet das, sie müssen hochflexibel sein und im besten Fall parallel zur Produktentwicklung geplant und realisiert werden. Neue Informationstechnologien können Produkt- und Produktionsentstehungsprozesse immens beschleunigen und den administrativen Aufwand spürbar verringern. Allerdings werden Unternehmen hier mit einer Fülle von Systemen konfrontiert, die es ihnen erschwert, Chancen oder Risiken dieser Technologien zu erkennen. In der Folge nutzen sie sie gar nicht, nur teilweise oder als Insellösungen, ohne sie in ihre Prozesse wirklich zu integrieren. Potenziale bleiben ungenutzt. Gerade kleinen und mittelständischen Unternehmen fehlen häufig die Kapazitäten, solche IT-Systeme zu implementieren. Sechs Fraunhofer-Institute haben darum ihre Kompetenzen auf diesem Gebiet gebündelt und stellen im Demonstrationszentrum für virtuelle Produkt- und Produktionsentstehung "ViPro" ihr Expertenwissen zur Verfügung.

"Grundlegendes Merkmal der virtuellen und digitalen Produkt- und Produktionsentstehung ist die durchgängige und integrierte Abbildung produkt- und produktionsrelevanter Informationen", erklärt die Leiterin des DZ-ViPro in Stuttgart, Sabine Bierschenk. "Davon sind die meisten Unternehmen jedoch noch weit entfernt", stellt sie fest. Dabei stehen für die Produktentstehung bereits eine Vielzahl von Methoden und Systemen zur Verfügung - angefangen von Computer Aided Design über Digital Mock-up, Kollisionsprüfung, Zusammen- und Einbauuntersuchungen bis hin zu Crash-Tests und dem durchgängigen Produktdatenmanagement. In der Produktionsentstehung kommen zahlreiche Methoden und Systeme hinzu: von der Prozessmodellierung und -simulation, der Produktionsplanung und der Fabriksimulation über die Produktionsprozesssimulation und -visualisierung bis hin zur Maschinen-, Anlagen- und Steuerungssimulation.

Die Fraunhofer-Wissenschaftler bauen derzeit eine durchgängige Demonstrationsumgebung auf, um die Potenziale dieser Methoden und Systeme transparent und einfach nachvollziehbar aufzuzeigen. Für ein Beispielprodukt werden Produktstrukturen, Digital Mock-ups, Logistiknetzwerke, Produktionsstrukturen, Produktionsprozesse und -anlagen, die Fabrik etc., virtuell dargestellt. An sechs Standorten in ganz Deutschland bietet das Demonstrationszentrum "ViPro" Projektpartnern die Gelegenheit, Erfahrungen mit neuen Technologien zu sammeln, ohne dafür sofort eine eigene Infrastruktur aufbauen zu müssen. Für den Schwerpunkt Produktentstehung ist das Fraunhofer IPK in Berlin zuständig. Am Standort Stuttgart beschäftigt sich das Fraunhofer IPA mit dem Schwerpunkt Produktionsentstehung vom Auftrags- und Prozessmanagement über die 3-D-Fabrikplanung und Logistikplanung bis hin zur Anlagen- und Prozessplanung. Neben am Markt erhältlichen Systemen des Produktdatenmanagements und der Digitalen Fabrik setzen die IPA-Mitarbeiter eigene und weiterentwickelte Werkzeuge zum 3-D-Fabrikscannen, zur Fabrikvisualisierung, zur Anordnungsplanung, zur Generischen Anlagenkonfiguration und -simulation sowie zur Virtual Reality Modellierung ein.

"Ein ideales Umfeld zur Planung und Überprüfung von Fabrikkonzepten und insbesondere zum ’Durchspielen’ verschiedener Szenarien in allen und besonders in frühen Planungsphasen, in denen Planungsgrundlagen unscharf sind bzw. sich ständig verändern", sagt Bierschenk. "Unter diesen Umständen kann man die Fabrik entweder planen, wenn alle Planungsgrundlagen weitgehend feststehen, was aber immer zu spät ist, oder man ändert und passt die Planung ständig an, was mit Hilfe der Instrumente der Produktionsentstehung erheblich vereinfacht und bzgl. des Aufwands drastisch reduziert wird", ergänzt sie. Das erhöht die Investitionssicherheit und die Ergebnisse der Produktionsentstehungsplanung können zur kontinuierlichen Um- und Anpassungsplanung während des Fabrikbetriebs weiterverwendet werden.

Auf der HM 2002 zeigen Fraunhofer IPA und IPK ein Planungsprozessnetzwerk der Produkt- und Produktionsentstehung sowie einige Integrationsansätze in diesen Prozess. (Halle 17 E 34)

Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen:
Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA
Dipl.-Ing. Sabine Bierschenk
Telefon: 0711/970-1208, Telefax: 0711/970-1927, E-Mail: sab@ipa.fraunhofer.de

Dipl.-Ing. Michaela Neuner | IPA_Mediendienst
Weitere Informationen:
http://www.ipa.fhg.de/aktuell/messtag.php3

Weitere Berichte zu: Demonstrationszentrum Produktionsentstehung ViPro

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Effizienz steigern, Kosten senken!
17.08.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

nachricht Maßgeschneiderte Lösungen für APos-Maschinen: Kamerasystem Keyence CV-X100
11.08.2017 | Heun Funkenerosion GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wie ein Bakterium von Methanol leben kann

Bei einem Bakterium, das Methanol als Nährstoff nutzen kann, identifizierten ETH-Forscher alle dafür benötigten Gene. Die Erkenntnis hilft, diesen Rohstoff für die Biotechnologie besser nutzbar zu machen.

Viele Chemiker erforschen derzeit, wie man aus den kleinen Kohlenstoffverbindungen Methan und Methanol grössere Moleküle herstellt. Denn Methan kommt auf der...

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

International führende Informatiker in Paderborn

21.08.2017 | Veranstaltungen

Wissenschaftliche Grundlagen für eine erfolgreiche Klimapolitik

21.08.2017 | Veranstaltungen

DGI-Forum in Wittenberg: Fake News und Stimmungsmache im Netz

21.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Körperenergie als Stromquelle

22.08.2017 | Energie und Elektrotechnik

Ein Quantenlineal für Biomoleküle

22.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Prostatakrebs: Bluttest sagt Tumorresistenz vorher

22.08.2017 | Biowissenschaften Chemie