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Bayer MaterialScience auf der K 2007

19.06.2007
Viele Produkt-, Anwendungs- und Prozesstechnik-Innovationen auf der K 2007 Bayer MaterialScience setzt weiterhin auf Innovation, Wachstum und Effizienz Verstärktes Engagement im Klimaschutz

Auf der weltgrößten Kunststoffmesse K 2007 vom 24. bis 31. Oktober 2007 in Düsseldorf präsentiert sich Bayer MaterialScience mit vielen innovativen Entwicklungen. Auf dem mehr als 1.000 Quadratmeter großen Stand in Halle 6 werden zahlreiche Exponate unter anderem aus den Bereichen Automobil, Elektro-/Elektronik, Bau, Holz und Möbel, Sport und Freizeitartikel und Medizintechnik gezeigt. "Wir werden dort sowohl marktreife Produkte und Anwendungen als auch Beispiele aus unserer gut gefüllten Innovations-Pipeline vorstellen, getreu unserem Motto ´VisionWorks - Today and Tomorrow´", sagte der Vorstandsvorsitzende Patrick Thomas auf einer internationalen Pressekonferenz vor etwa 100 Journalisten in Düsseldorf. "Die Messe wird damit wieder zu einer Leistungsshow der umfangreichen Aktivitäten unserer Business Units Polyurethanes, Polycarbonates, Thermoplastic Polyurethanes und Coatings, Adhesives, Sealants, die alle auf ihren Gebieten weltweit führende Marktpositionen einnehmen."

Fokus auf Vorwärtsintegration und verbesserten Kundenservice

"Unsere Unternehmensstrategie wird auch weiterhin auf den drei Säulen Innovation, Wachstum und Effizienz basieren. Unser Schwerpunkt auf der K 2007 liegt natürlich auf Innovationsthemen", so Thomas, der den Begriff jedoch viel weiter fasst als bei der Erläuterung von Exponaten üblich: "Innovation muss integraler Bestandteil jeglicher Unternehmensaktivität sein und über die Entwicklung neuer Produkte und Anwendungen deutlich hinausgehen." Dazu zählen zum Beispiel die aktuellen strukturellen Aktivitäten, die bei Bayer MaterialScience unter dem Begriff Vorwärtsintegration zusammengefasst werden.

"Weitgehend unabhängige und hoch spezialisierte Geschäftseinheiten erlauben eine starke Kundenorientierung bei gleichzeitig hoher Flexibilität geschäftlicher Entscheidungen", erläuterte Thomas. Ein aktuelles Beispiel ist die LYTTRON Technology GmbH, ein Start-up Unternehmen von Bayer MaterialScience, das im Februar 2006 gegründet wurde und kürzlich mit der Produktion von leuchtenden, dreidimensional formbaren elektrolumineszenten Folien begonnen hat. Auch das weltweite Netzwerk an Polyurethan-Systemhäusern der Marke BaySystems®, das Bayer MaterialScience zurzeit weiter ausbaut, ist ein Beispiel für kundenorientierte Geschäftsmodelle. Vor diesem Hintergrund ist auch die geplante Akquisition der Ure-Tech-Gruppe zu sehen, des führenden asiatischen Anbieters von thermoplastischen Polyurethanen (TPU).

Innovative Entwicklungen vom Concept Car bis zum Mega-Datenträger

Ian Paterson, im Vorstand von Bayer MaterialScience für Marketing und Innovation zuständig, präsentierte auf der Pressekonferenz ein breit gefächertes Programm an Produkt- und Anwendungsthemen, die auch beim Messeauftritt des Unternehmens auf der K 2007 relevant sein werden. "Moderne Dachmodulkonzepte auf Basis von Polycarbonat- und Polyurethan-Produkten aus unserem Hause leisten ebenfalls einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Das Dachmodul des neuen smart fortwo beispielsweise ist mit einer Fläche von 1,2 Quadratmetern weltweit das bisher größte aus Polycarbonat für ein Serienfahrzeug entwickelte Bauteil seiner Art. Gegenüber einer vergleichbaren Konstruktion aus Glas lassen sich damit rund 40 Prozent Gewicht und damit einiges an Treibstoff einsparen", erläuterte Paterson.

Eine andere Entwicklung für Dachmodule basiert auf thermoplastischen Folien, die mit dem glasfaserverstärktem Polyurethan-Schaumsystem Baydur® STR hinterschäumt werden. Diese Technologie eröffnet die Möglichkeit, weitere Funktionalitäten zu integrieren, z.B. Ablageboxen mit zusätzlichem Stauraum wie im Panoramadach des Opel Zafira oder Antennensysteme wie im Dachmodul der neuen R-Klasse.

In die Zukunft weisen die drei Concept Cars eXasis, zaZen und Senso, die der Schweizer Auto-Vordenker Frank M. Rinderknecht in enger Zusammenarbeit mit Autoexperten von Bayer MaterialScience entwickelt hat. In diesen kreativen Schöpfungen sind zahlreiche Produkte des Leverkusener Unternehmens zu finden, von leichtgewichtigen Karosserieteilen, in denen die hohe Designfreiheit des transparenten Polycarbonats Makrolon® voll zum Tragen kommt, über komfortable Kopfstützen- und Armlehnenpolster aus dem Polyurethangel Technogel® und Kabelummantelungen aus dem flexiblen, abrieb- und medienbeständigen thermoplastischen Polyurethan (TPU) Desmopan® bis hin zu Softfeellacken im Innenraum auf Basis wässriger Lackrohstoffe der Reihen Bayhydrol® und Bayhydur®.

Verstärktes Engagement im Klimaschutz

"Bei allem Engagement für eine weitere Verbesserung unserer Kundenbeziehungen, den Ausbau unserer Marktposition und die Steigerung unseres Wachstums hat für uns der Umweltschutz eine vorrangige Bedeutung.

Dies gilt insbesondere für den Klimaschutz", so Ian Paterson. "Verschiedene Produkte von Bayer MaterialScience tragen wesentlich zur Energieeinsparung bei und bieten ein eindrucksvolles Potenzial zur dauerhaften Verminderung von Kohlendioxidemissionen. Aktuelle Beispiele sind gewichtsreduzierte Fahrzeuge wie das Concept Car eXasis und die Wärmedämmung von Gebäuden oder Kühlgeräten mit Polyurethan-Hartschaum." Kürzlich hat der Bayer-Konzern ein umfangreiches Projekt ins Leben gerufen: Das Bayer Climate Challenge Program soll aufzeigen, wie das Unternehmen noch stärker als bisher Lösungen zum Klimaschutz und zum Umgang mit den Folgen des Klimawandels bieten kann.

In diesem Zusammenhang ist auch die so genannte Gasphasenphosgenierung zu sehen, eine von Bayer entwickelte innovative Technologie zur Herstellung des für Polyurethan-Weichschaum-Anwendungen eingesetzten Toluylen-Diisocyanats (TDI). Mit dieser neuen Technologie ist es möglich, beim letzten Reaktionsschritt der TDI-Synthese etwa 80 Prozent an Lösungsmittel einzusparen und in der Folge 40-60 Prozent an Energie bei der anschließenden Aufarbeitung durch Destillation. Gegenüber einer konventionellen Anlage mit gleicher Kapazität lassen sich damit außerdem rund 20 Prozent an Investitionskosten einsparen. Aufgrund sehr positiver Erfahrungen mit einer Pilotanlage im Werk Dormagen hat Bayer MaterialScience entschieden, die geplante neue World-Scale-Anlage am integrierten Standort Shanghai mit einer Jahreskapazität von 300.000 Tonnen mit dieser Technologie auszustatten.

Tradition in der Innovation

Innovation hat bei Bayer Tradition. Vor 25 Jahren kam die Audio-CD auf den Markt, und die Geschichte optischer Datenträger ist noch lange nicht zu Ende. Bayer war mit seinem High-Tech-Kunststoff Makrolon® von Anfang an dabei und gestaltet auch die jüngsten Entwicklungen aktiv mit. Inzwischen sind die HD-DVD und Blu-ray Disc bis zur Marktreife entwickelt worden, doch der Speicherbedarf steigt weiter. Das Stichwort für die darauf folgende Generation könnte near field recording heißen. Damit sollen Speicherkapazitäten von 100 Gigabyte und mehr pro Datenträger erreichbar sein. In völlig neue Dimensionen stößt die holografische Datenspeicherung vor, bei der ganze Datenpakete im Volumen des Datenträgers gespeichert werden. "Der Speicherumfang kann dadurch bis in den Terabyte-Bereich gesteigert werden, die Schreib- und Lesevorgänge sind deutlich beschleunigt", so Ian Paterson. Im Rahmen einer Kooperation mit dem amerikanischen Start-up-Unternehmen InPhase Technologies hat Bayer MaterialScience einen speziellen Werkstoff für diese Datenträger entwickelt.

Winzige Teilchen mit großer Wirkung

In Sportgeräten, aber auch im Automobilbau oder in Windkraftanlagen, lassen sich mit Kohlenstoff-Nanoröhrchen der Marke Baytubes® einzigartige Eigenschaften einstellen. Die nanoskaligen Teilchen weisen eine sehr hohe mechanische Belastbarkeit sowie gute thermische und elektrische Leitfähigkeit auf. Mit Hilfe eines von Bayer neu entwickelten Syntheseverfahrens ist es möglich, solche Nanotubes im industriellen Maßstab mit hoher Reinheit wirtschaftlich herzustellen. "Zusätzlich zu einer bereits laufenden Pilotanlage planen wir die Errichtung einer großtechnischen Produktion mit einer Kapazität von 3.000 Jahrestonnen", erläuterte Paterson.

Beim sportlichen Spitzenereignis des 32. America´s Cup waren kürzlich erstmals Segellatten aus dem TPU Desmopan® mit am Start. Der Clou dabei ist, dass die Segler über den Luftdruck in den aufblasbaren Latten die Form ihrer Focksegel gezielt regulieren können.

Bei der Planung und Durchführung von Forschungs- und Entwicklungs-Projekten werden die Teams der Business Units von Bayer MaterialScience sowie des Bereichs New Business von einem globalen Netzwerk an Innovation Centers, Competence Centers und Technikumseinrichtungen unterstützt, das zurzeit weiter ausgebaut wird. Sie sind durch hohe Kompetenz, Kundennähe und Synergieeffekte charakterisiert und können Kunden aktuelles Know-how durch einen schnellen und flexiblen Austausch anbieten. Neue Innovation Centers sind zurzeit in Russland, Korea, Indien und Taiwan geplant.

Über Bayer MaterialScience:

Mit einem Umsatz von 10,2 Milliarden Euro im Jahr 2006 (fortzuführendes Geschäft) gehört Bayer MaterialScience zu den weltweit größten Polymer-Unternehmen. Geschäftsschwerpunkte sind die Herstellung von High-Tech-Polymerwerkstoffen und die Entwicklung innovativer Lösungen für Produkte, die in vielen Bereichen des täglichen Lebens Verwendung finden. Die wichtigsten Abnehmerbranchen sind die Automobilindustrie, die Elektro-/Elektronik-Branche sowie die Bau-, Sport- und Freizeitartikelindustrie. Bayer MaterialScience produziert an 30 Standorten rund um den Globus und beschäftigte Ende 2006 etwa 14.900 Mitarbeiter.

Bayer MaterialScience ist ein Unternehmen des Bayer-Konzerns.

Zukunftsgerichtete Aussagen

Diese Presseinformation enthält bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung des Bayer-Konzerns beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die wir in Berichten an die Frankfurter Wertpapierbörse sowie die amerikanische Wertpapieraufsichtsbehörde (inkl. Form 20-F) beschrieben haben. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

| BayNews
Weitere Informationen:
http://www.bayerbms.de

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