Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Laser-Know-how und optische Phänomene

13.06.2007
Die Universität Jena beteiligt sich an der Messe "Laser 2007" vom 18.-21. Juni in München

Mit sechs Exponaten beteiligt sich die Friedrich-Schiller-Universität Jena an der Messe "Laser 2007", die vom 18.-21. Juni in München stattfindet. Dort präsentieren die Jenaer Forscher ihr Laser-Know-how und die Anwendung optischer Phänomene zur Steuerung von Licht. Die innovativen Forschungsergebnisse sind auf dem Gemeinschaftsstand "Forschung für die Zukunft" der Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen (Halle B2, Stand 421) zu sehen.

Für die Erforschung der spannenden Physik bei ultrahohen Lichtintensitäten und riesigen elektromagnetischen Feldern ist man bestrebt, die Leistung von Lasern immer weiter zu steigern. Einen weltweit einzigartigen Hochleistungslaser namens POLARIS entwickeln die Jenaer Physiker seit einigen Jahren und erwarten, dass er Ende 2008 Leistungen im Bereich eines Petawatts (das sind eine Billiarde Watt) erreicht. Damit können neuartige Konzepte zur Teilchenbeschleunigung verwirklicht werden, an denen die Jenaer Physiker bereits seit einiger Zeit arbeiten. Auf der Messe präsentieren sie diese innovativen Technologien und hochintensive sekundäre Strahlungsquellen, die auf der Wechselwirkung solcher Laserpulse mit Materie basieren und fast das gesamte elektromagnetische Spektrum überdecken.

Ein weiteres Exponat, das die zeitaufgelöste, spektrale Charakterisierung von Hochleistungsdiodenlasern ermöglicht, steht im Zusammenhang mit der Entwicklung des POLARIS-Lasers, in welchem diese Dioden zur Anwendung kommen. Die Forscher von der Universität Jena konstruierten dafür ein innovatives kompaktes Gitterspektrometer. "Neben der Charakterisierung der thermischen Anbindung von Hochleistungslumineszenz- und Laserdioden ist das von uns entwickelte Spektrometer geeignet, um beliebige Strahlungsquellen sowie Absorptions- und Emissionsspektren mit Zeitauflösung zu analysieren", sagt Prof. Dr. Malte Kaluza. Eine dazu passende gepulste Stromquelle, die Stromstärken bis 1200 A zu liefern vermag, haben die Forscher auch im Gepäck.

... mehr zu:
»Exponat »Physiker »SAM

Ein Terahertz-Messsystem mit Faserlaser gehört zu den weiteren Innovationen, die die Friedrich-Schiller-Universität - hier zusammen mit der BATOP GmbH - präsentiert. Es kann in der medizinischen Diagnostik ebenso wie in der Endkontrolle verpackter Produkte, bei der Sicherheitsüberwachung wie bei der zerstörungsfreien Materialprüfung eingesetzt werden. Das Jenaer Messsystem basiert auf einem modengekoppelten Nd:Glas-Faserlaser mit photoleitender Sende- und Empfangsantenne. Diese basiert auf der Technologie zur Herstellung von Sättigbaren Absorberspiegeln (SAM). SAMs sind nichtlinear-optische Halbleiterspiegel, die zum Pulsen von Lasern im Piko- und Femtosekundenbereich eingesetzt werden. Um die Funktionen der photoleitenden Antenne und des SAM zu kombinieren, wenden die Jenaer Physiker eine besondere Methode an, die auf der Messe dargestellt wird.

Ganz andere optische Phänomene ermöglicht die Neuentwicklung, die das Institut für Angewandte Optik der Universität Jena gemeinsam mit der Firma VM-TIM vorstellt: neue Photomaterialien für holographische Anwendungen. Mit Photopolymeren und photorefraktiven Kristallen ist man nicht länger auf die herkömmlichen Photoplatten auf Silberbasis angewiesen. Die neuen holographischen Materialien haben eine wesentlich größere Bandbreite, eine längere Lebensdauer und können bei Tageslicht geschrieben und ohne Nassentwicklung rekonstruiert werden.

Um die einfache Präsentation optischer Phänomene geht es bei den beiden anderen Exponaten. Für Hochschul- und andere Lehrer ist es mit dem optischen Experimentierkoffer und dem Wasserwellengerät möglich, in kurzer Zeit unterschiedliche optische Experimente in Unterricht und Lehre vorzuführen. Der Optikkoffer beinhaltet mehr als 30 Komponenten, mit denen optische Effekte wie Reflexion, Beugung, Polarisation und Dispersion vorgeführt werden können. Mit dem Wasserwellengerät können Wellen-, Interferenz- und Kohärenzeigenschaften dargestellt werden. Außerdem können die Schüler oder Studenten das Verhalten von Wellen bei der Reflexion an elastischen und unelastischen Hindernissen selber simulieren. Während der Koffer noch über das Institut für Angewandte Physik der Universität Jena (und auf der Messe) zu erhalten ist, wird das Wasserwellengerät demnächst weltweit durch die Firma Phywe GmbH vertrieben.

Axel Burchardt | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-jena.de/

Weitere Berichte zu: Exponat Physiker SAM

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Digitalisierung von HR-Prozessen – tisoware auf der Personal Nord und Süd
21.03.2017 | tisoware Gesellschaft für Zeitwirtschaft mbH

nachricht Hochauflösende Laserstrukturierung dünner Schichten auf der LOPEC 2017
21.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise