Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

FH Potsdam präsentiert auf der CeBIT 2002 "open up" eine Initiative zur Förderung junger Absolventen

07.03.2002


Der Studiengang Kulturarbeit der Fachhochschule Potsdam zeigt auf der diesjährigen CeBIT ein neuartiges Aufbaustudium: 1 Jahr Praxislernen in modularen Systemen in einer lernenden Organisation. Das Projektstudium "Open up" bietet für AbsolventInnen aus dem kultur- und medienwissenschaftlichen Bereich ein Projektjahr, in dem der Berufseinstieg durch Anbindung an die Praxis gezielt gefördert wird bzw. Existenzgründungen vorbereitet werden. Die Präsentation findet auf dem Innovationsmarkt Brandenburg in Halle 11, Stand F12, statt.

Lernen mit und von der Praxis an den Fachhochschulen beinhaltet die projektorientierte Zusammenarbeit mit Unternehmen und Institutionen. Um neue Impulse zwischen Theorie und Praxis zu entwickeln, bedarf es eines organisatorischen Modells für Kompetenz- und Ressourcenvernetzung und einer unternehmerischen Zielsetzung seitens der Hochschulen und sozialer Kompetenz seitens der Wirtschaft. Eine solche Zielsetzung ist die Erweiterung und Förderung neuer Praxisfelder, wie es in dem "Open Up Projektstudium" der FH Potsdam konzipiert ist.

Aufbauend auf dem Organisationsmodell vernetzter Kompetenzen und Ressourcen, ist Lernen ein durchlaufender Prozess, der Wissen und Handlung, Erfahrung und Erkenntnis, Studieren und Entdecken zusammenführt. Die TeilnehmerInnen arbeiten in unterschiedlichen Unternehmen / Kultureinrichtungen an einer konkreten Aufgabe, die in diesem Jahr auch abgeschlossen und präsentiert werden soll.

Die Besonderheiten dieses Aufbaustudiums liegen im Just-in-time-learning durch Lernmodule der Fachhochschule Potsdam, im Double-loop learning durch konkrete Projektarbeit in den Partnerinstitutionen, im Problemlösungstraining im Team. Vermittelt werden grundlegende und aktuell benötigte technische, visuelle und konzeptuelle Kompetenzen. Das Controlling erfolgt durch einen Beirat aus Vertretern der PartnerInnen und von HochschullehrerInnen. Initiator und Leiter von "Open up" ist Prof. Dr. habil. Arthur Engelbert. Arthur Engelbert ist seit 1996 Professor für Medientheorie und Praxis mit dem Schwerpunkt Neue Medien am Studiengang Kulturarbeit der FH Potsdam.

Voraussetzung für die Teilnahme an dem Projektjahr sind Kenntnisse in Multimedia- und Internetprogrammen. Das Aufbaustudium schließt ab mit dem Zertifikat "Mediengestaltung / Kulturvermittlung". Die Studiengebühr beträgt 180 Euro pro Monat. Die Projektpartner, bei denen die Studierenden in diesem Jahr arbeiten, übernehmen jeweils die Grundfinanzierung einer/s Stipendiatin/en (ca. 800 bis 1000 Euro monatlich).

Weitere Informationen: Manja Herlt, herlt@fh-potsdam.de, Tel. 0331/5801611

---

Das Konzept

Kompetenz- und Ressourcenvernetzung
Die Verknüpfung von Theorie und Praxis ist ein Merkmal der Fachhochschulen. Lernen mit und von der Praxis hat dazu geführt, dass es projektorientierte Zusammenarbeit mit Wirtschaftsunternehmen und Kultureinrichtungen gibt. Gegenwärtig stellt sich in den Hochschulen die Frage, wie die Aufgaben der Ausbildung und der Bedarf der Praxis effizienter gestaltet werden können. Um neue Impulse zwischen Theorie und Praxis zu entwickeln, bedarf es erstens eines organisatorischen Modells für Kompetenz- und Ressourcenvernetzung und zweitens einer unternehmerischen Zielsetzung seitens der Hochschulen und sozialer Kompetenz seitens der Wirtschaft.

Eine solche Zielsetzung ist die Erweiterung und Förderung neuer Praxisfelder, wie es in dem "Open Up Projektstudium" der FH - Potsdam konzipiert ist. Aufbauend auf dem Organisationsmodell vernetzter Kompetenzen und Ressourcen, ist Lernen ein durchlaufender Prozess, der Wissen und Handlung, Erfahrung und Erkenntnis, Studieren und Entdecken zusammenführt. Dieses Modell besteht zum Einen aus verschiedenen Schleifen der Aneignung, Wiederaneignung und Vertiefung von Wissen - einem aktiven Lernen um des Lernen Willens. Zum Anderen ist die Interessensvertretung und das Vorteildenken bei Aufgabenstellungen und Lösungsperspektiven von dem partikularen Gewinnstreben zu entkoppeln und an allgemeine Vorteile zu binden. "Was mir nützt, nützt auch anderen", lautet hierbei die Devise. Lernen um des Lernen Willens ist also kein Selbstzweck, sondern eine Vergewisserung des jeweiligen Standortes in wechselnden Organisationsmodellen und Interessensfeldern.

Das Politische der Kreativität
Eine unternehmerische Zielsetzung der Hochschule kann unserer Meinung nach nicht nur wirtschaftlich motiviert sein, sondern muss Inhalte und Lernen als eine "Währung" vertreten, die kulturell erworben und sozial eingesetzt wird.

Wenn Inhalte umgesetzt, Theorie praktisch wird und neue Ideen zwischen Theorie und Praxis transferieren, sind Energien am Werk, die "kulturelle Valuta" schaffen. Anders gesagt: "Kultur ist Kapital, Wissen ist eine politische Verpflichtung."

Das bedeutet eine Absage an individuelle Strategien und Perspektiven wie Leistung und Erfolg, Durchsetzung von Berufs- und Lebensinteressen, von ichbezogenem Schöpfertum und Arbeit. Auf dem Gebiet der Kultur sind kombinatorische Gestaltungskräfte gefordert, die überindividuell orientiert und politisch legitimiert sind. Überindividuell meint, dass die Veranschlagung für Findungen, Erfindungen und Gestaltungen auf politische Dimension in der Formung gemeinschaftlicher Interesse abzielt. Einfach gesagt: Wir verstehen Lernen als eine kulturelle Kompetenz. Lernen bildet demzufolge die Grundlage eines reflektierten Handlungsbewusstseins: Gestaltung und Innovation sind kreative Potentiale eines politischen Bewusstseins.

Ein solches Lernverständnis stellt auch eine Herausforderung an die Akteure dar. Es ist nur dann sinnvoll, individuelle Vorteile aufzugeben, wenn dadurch neue Dimensionen in der gestaltbaren Wirklichkeit gewonnen werden. Dazu soll das Projektstudium dienen, nicht nur die Kompetenzen intensivieren, sondern die bisherigen Grenzen durch konkrete Aufgabenstellungen durchbrechen. Start Up.

Patrizia Reicherl | idw

Weitere Berichte zu: Aufbaustudium CeBIT Projektstudium Ressourcenvernetzung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Fraunhofer IDMT auf der Prolight + Sound 2017: Objektbasierte Tonmischung wird noch einfacher!
03.04.2017 | Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT

nachricht AERO 2017: Neuartiger elektrischer Antrieb für ökoeffizientes Fliegen mit Motorsegler
31.03.2017 | Technische Hochschule Wildau

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Immunzellen helfen bei elektrischer Reizleitung im Herzen

Erstmals elektrische Kopplung von Muskelzellen und Makrophagen im Herzen nachgewiesen / Erkenntnisse könnten neue Therapieansätze bei Herzinfarkt und Herzrhythmus-Störungen ermöglichen / Publikation am 20. April 2017 in Cell

Makrophagen, auch Fresszellen genannt, sind Teil des Immunsystems und spielen eine wesentliche Rolle in der Abwehr von Krankheitserregern und bei der...

Im Focus: Tief im Inneren von M87

Die Galaxie M87 enthält ein supermassereiches Schwarzes Loch von sechs Milliarden Sonnenmassen im Zentrum. Ihr leuchtkräftiger Jet dominiert das beobachtete Spektrum über einen Frequenzbereich von 10 Größenordnungen. Aufgrund ihrer Nähe, des ausgeprägten Jets und des sehr massereichen Schwarzen Lochs stellt M87 ein ideales Laboratorium dar, um die Entstehung, Beschleunigung und Bündelung der Materie in relativistischen Jets zu erforschen. Ein Forscherteam unter der Leitung von Silke Britzen vom MPIfR Bonn liefert Hinweise für die Verbindung von Akkretionsscheibe und Jet von M87 durch turbulente Prozesse und damit neue Erkenntnisse für das Problem des Ursprungs von astrophysikalischen Jets.

Supermassereiche Schwarze Löcher in den Zentren von Galaxien sind eines der rätselhaftesten Phänomene in der modernen Astrophysik. Ihr gewaltiger...

Im Focus: Deep inside Galaxy M87

The nearby, giant radio galaxy M87 hosts a supermassive black hole (BH) and is well-known for its bright jet dominating the spectrum over ten orders of magnitude in frequency. Due to its proximity, jet prominence, and the large black hole mass, M87 is the best laboratory for investigating the formation, acceleration, and collimation of relativistic jets. A research team led by Silke Britzen from the Max Planck Institute for Radio Astronomy in Bonn, Germany, has found strong indication for turbulent processes connecting the accretion disk and the jet of that galaxy providing insights into the longstanding problem of the origin of astrophysical jets.

Supermassive black holes form some of the most enigmatic phenomena in astrophysics. Their enormous energy output is supposed to be generated by the...

Im Focus: Neu entdeckter Exoplanet könnte bester Kandidat für die Suche nach Leben sein

Supererde in bewohnbarer Zone um aktivitätsschwachen roten Zwergstern gefunden

Ein Exoplanet, der 40 Lichtjahre von der Erde entfernt einen roten Zwergstern umkreist, könnte in naher Zukunft der beste Ort sein, um außerhalb des...

Im Focus: Resistiver Schaltmechanismus aufgeklärt

Sie erlauben energiesparendes Schalten innerhalb von Nanosekunden, und die gespeicherten Informationen bleiben auf Dauer erhalten: ReRAM-Speicher gelten als Hoffnungsträger für die Datenspeicher der Zukunft.

Wie ReRAM-Zellen genau funktionieren, ist jedoch bisher nicht vollständig verstanden. Insbesondere die Details der ablaufenden chemischen Reaktionen geben den...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Smart-Data-Forschung auf dem Weg in die wirtschaftliche Praxis

21.04.2017 | Veranstaltungen

Baukultur: Mehr Qualität durch Gestaltungsbeiräte

21.04.2017 | Veranstaltungen

Licht - ein Werkzeug für die Laborbranche

20.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Intelligenter Werkstattwagen unterstützt Mensch in der Produktion

21.04.2017 | HANNOVER MESSE

Forschungszentrum Jülich auf der Hannover Messe 2017

21.04.2017 | HANNOVER MESSE

Smart-Data-Forschung auf dem Weg in die wirtschaftliche Praxis

21.04.2017 | Veranstaltungsnachrichten