Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Weltgrösste Brücke aus Kohlefaserverbundstoff auf der JEC in Paris

27.03.2007
Mit der weltgrössten Brücke aus Kohlefaserverbundstoff tritt Holland als Pionier auf der renommierten JEC-Messe in Paris auf. Auf der JEC werden alle Innovationen im Bereich der Verbundwerkstoffe, darunter Kohlefaser, gezeigt.

Nie zuvor ist eine Brücke, komplett mit Geländer und Fahrbahnbelag, in einem Stück auf einem Lastwagen nach Paris transportiert worden. Die Reise von Rotterdam nach Paris wird 3 Tage dauern und durch die Ardennen, die Stadt Reims und bei Nacht durch die Pariser Innenstadt führen. Die Durchschnittsgeschwindigkeit bei diesem Transport wird etwa 12km per Stunde betragen. Die Ankunft in Paris wird am 30. März 2007 sein.

Die Brücke aus Kohlefaserverbundstoff ist 24,5 Meter lang, 5 Meter breit und wiegt lediglich 12 metrische Tonnen. Damit ist die Brücke etwa 30mal leichter als eine vergleichbare Betonbrücke. Die Brücke ist von der Rotterdamer Firma FibreCore Europe für die holländische Gemeinde Dronten im Auftrag von Haasnoot Bruggen entworfen und gefertigt worden. Die Präsentation der Brücke auf der JEC ist durch die Firma DSM Resins finanziert worden, die das Granulat für den Bau der Brücke geliefert hat.

FiberCore Europe und DSM zeigen mit der Vorstellung der Brücke in Paris, dass Kohlefaserverbundstoffe im Baugewerbe auf dem Vormarsch sind. Das Material ist leicht, härter als Stahl und von nahezu unbegrenzter Lebensdauer.

Ausserdem ist der Bau mit Verbundstoffen eine effektive Antwort auf die globale Erwärmung. Stahl und Beton sind ziemliche Umweltverschmutzer und tragen demnach massgeblich zu diesem ökologischen Problem bei. Aus Verbundstoffen gefertigte Brücken haben diesen Nachteil nicht und können sich im Hinblick auf CO2 sogar günstig auswirken.

Mit einer Spannweite von 24,5 Metern ist die Brücke der Beweis, dass Verbundstoffe in jeder denkbaren Form hergestellt und genutzt werden können. Da die Brücke in Serie hergestellt werden kann, kann sie kosten mässig mit traditionellen Materialien wie Beton und Stahl konkurrieren.

Mit der Herstellung von Brücken aus Verbundstoff beginnt eine High-Tech-Entwicklung in dem normalerweise recht konservativen Baugewerbe. Die revolutionäre Technologie kann bei allen erdenklichen tragenden Strukturen eingesetzt werden, z.B. Strassenüberdachungen, Kais, Brückenverbreiterungen oder Ausbuchtungen. FiberCore Europe zufolge bedeutet die Anwendung der Kohlefasertechnologie eine grossartige Möglichkeit für die Verbundstoffindustrie, sich im Baugewerbe durchzusetzen.

Anfang Mai diesen Jahres wird die Brücke innerhalb einer Stunde installiert und unter anderem von dem Bürgermeister von Dronten eröffnet werden. Gleichzeitig wird in der Nähe der Brücke ein Informationszentrum eröffnet werden, das über die einzigartigen Eigenschaften von Verbundstoffmaterialien als Baustoff Auskunft gibt.

Hinweis für Redakteure

Wenn Sie mehr Informationen über "Neues Bauen" mit Verbundstoffmaterialien, die Präsentation der Brücke aus Kohlefaserverbundstoff in Paris oder über die Installation der Brücke in Dronten haben möchten, kontaktieren Sie bitte Simon de Jong, dejong@fibercore-europe.com

Bild http://www.fibercore-europe.com/images/stories/brugmetolifant.jpg

Bilder des Nachttransportes durch Paris werden am Freitag, 30. März, auf folgender Seite erhältlich sein: http://www.fibercore-europe.com/images/stories/parijs

| presseportal
Weitere Informationen:
http://www.fibercore-europe.com/images/stories/parijs
http://www.fibercore-europe.com/images/stories/brugmetolifant.jpg

Weitere Berichte zu: Baugewerbe JEC Kohlefaserverbundstoff

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Biophotonische Innovationen auf der LASER World of PHOTONICS 2017
26.06.2017 | Leibniz-Institut für Photonische Technologien e. V.

nachricht Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten
26.06.2017 | Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schnelles und umweltschonendes Laserstrukturieren von Werkzeugen zur Folienherstellung

Kosteneffizienz und hohe Produktivität ohne dabei die Umwelt zu belasten: Im EU-Projekt »PoLaRoll« entwickelt das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT aus Aachen gemeinsam mit dem Oberhausener Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheit- und Energietechnik UMSICHT und sechs Industriepartnern ein Modul zur direkten Laser-Mikrostrukturierung in einem Rolle-zu-Rolle-Verfahren. Ziel ist es, mit Hilfe dieses Systems eine siebartige Metallfolie als Demonstrator zu fertigen, die zum Sonnenschutz von Glasfassaden verwendet wird: Durch ihre besondere Geometrie wird die Sonneneinstrahlung reduziert, woraus sich ein verminderter Energieaufwand für Kühlung und Belüftung ergibt.

Das Fraunhofer IPT ist im Projekt »PoLaRoll« für die Prozessentwicklung der Laserstrukturierung sowie für die Mess- und Systemtechnik zuständig. Von den...

Im Focus: Das Auto lernt vorauszudenken

Ein neues Christian Doppler Labor an der TU Wien beschäftigt sich mit der Regelung und Überwachung von Antriebssystemen – mit Unterstützung des Wissenschaftsministeriums und von AVL List.

Wer ein Auto fährt, trifft ständig Entscheidungen: Man gibt Gas, bremst und dreht am Lenkrad. Doch zusätzlich muss auch das Fahrzeug selbst ununterbrochen...

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Marine Pilze – hervorragende Quellen für neue marine Wirkstoffe?

28.06.2017 | Veranstaltungen

Willkommen an Bord!

28.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

EUROSTARS-Projekt gestartet - mHealth-Lösung: time4you Forschungs- und Entwicklungspartner bei IMPACHS

28.06.2017 | Unternehmensmeldung

Proteine entdecken, zählen, katalogisieren

28.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Neue Scheinwerfer-Dimension: Volladaptive Lichtverteilung in Echtzeit

28.06.2017 | Automotive