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Kommunikative Weltwährung für das Internet

28.02.2002


Kommunikative Weltwährung für das Internet
CeBIT-Aussteller Universität Ulm präsentiert Multimedia-Standardformat

In der Doppelrolle als Organisator und Aussteller ist die Universität Ulm vom 13. bis 20. März 2002 auf der Computer-Weltmesse CeBIT in Hannover zu sehen. Sie organisiert den Gemeinschaftsstand der baden-württembergischen Universitäten Heidelberg, Hohenheim, Stuttgart, Tübingen und Ulm sowie der FH Karlsruhe Hochschule für Technik und FH Stuttgart Hochschule für Druck und Medien und präsentiert dort mit "DLMeta" ein Modell für den universalen Austausch beliebiger Multimediadaten, eine Art kommunikativer Weltwährung für das Internet.

Multimedia beflügeln die Phantasie. Die Welt der Zukunft, worin die Haustür die Mikrowelle zur Vorbereitung des Abendessens auffordert und der Kühlschrank im Bedarfsfall eigenständig die frische Milch beim Supermarkt bestellt (Abbuchung vom Konto online), worin aktuelle Messwerte vom Zustand des Materials nahtlos in Produktionsprozesse einfließen, scheint in Mausklickweite. Aber noch gleicht das Internet eher einem Gemischtwarenladen unterschiedlicher Formate als einem universalen Kommunikationsmedium.

"DLMeta", das am Lehrstuhl Organisation und Management von Informationssystemen (Leiter Prof. Dr. Hans Peter Großmann) der Universität Ulm entwickelte und hier sowie im Zentrum für Datenverarbeitung der Universität Tübingen und beim Bibliotheks-Service-Zentrum Konstanz weiterbearbeitete Austauschformat, verspricht Abhilfe. Es beruht auf dem Dublin Core Standard, einem Einfachst-Modell aus der akademischen Bibliothekspraxis, und dient zunächst vorrangig dem multimedialen Datenaustausch zwischen einschlägigen Katalogen, Datenbaken, Archiven und Anwendungen. Während aber die Systeme der Universitäts-Bibliotheken in der Regel nur in der Lage sind, hauseigene Daten - etwa aus den registrierten Dissertationen - zu verwalten, erlaubt DLMeta auch die Integration anderer (Multimedia-)Systeme und bietet sich daher als künftiger Standard für verschiedenste Anwender und Anwendungen an.

Peter Pietschmann | idw

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