Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Universität Hannover auf der CeBIT

28.02.2002


Verfolgung von großen Schiffen und kleinen Zellen mit neuen Forschungsprojekten möglich

Was haben Schiffe und biotechnologische Prozesse gemeinsam? Auf ihren Wegen können sie mit Forschungsprojekten aus der Universität Hannover verfolgt werden.
Die Universität Hannover ist in diesem Jahr mit zwei Projekten auf der weltgrößten Computerfachmesse CeBIT 2002 vom 13. bis zum 20. März vertreten.
Das Franzius-Institut für Wasserbau und Küsteningenieurwesen unter der Leitung von Prof. Dr. Claus Zimmermann und das Institut für Technische Chemie unter der Leitung von Prof. Dr. Thomas Scheper stellen insgesamt drei aktuelle Forschungsprojekte auf dem Gemeinschaftsstand Niedersachsen in Halle 11, Stand D 10 vor.

Das Franzius Institut für Wasserbau und Küsteningenieurwesen zeigt zwei Neuheiten: Mit dem neuen System BIDIS (Binnenhafen Informations- und Distributionssystem) haben Binnenhäfen die Möglichkeit, den gesamten Umschlag der Güter zu managen. "Für kleine Binnenhäfen wie Braunschweig und Hannover bietet das System eine enorme Arbeitserleichterung. Logistische Aktionen und Planungen des Güterumschlages und auch deren Abrechnung können schneller abgewickelt werden", erklärt Dipl.-Ing. Michael Bernard die Vorteile.
Ein weiteres Projekt hat das Institut für Schiffsbesitzer und Verbände entwickelt. Mit dem neuen System WABIS (Wasserstraßen Betriebs- und Informationssystem) können zum Beispiel Reeder den Weg ihrer Schiffe verfolgen. Technologien wie das Navigationssystem GPS, Computernetzwerke und Internet Mobilfunk-Datenübertragung helfen hierbei. Die Position der Schiffe ist automatisch immer aktuell einsehbar. Der genaue Standort der Fracht ist somit bestimmbar. Das System bietet einen weiteren Vorteil: Mit ihm sind Voraussagen möglich, wo sich die Schiffe zu einem bestimmten Zeitpunkt befinden werden. Angaben, die bisher so nicht von Reedereien ermittelt werden konnten. Der Reeder kann jederzeit eingreifen und gezielt Nachrichten an seine Schiffe versenden, um zum Beispiel auf Stauungen von Schiffen vor Schleusen zu reagieren und diese zu vermeiden.

Das Institut für Technische Chemie ist dagegen sehr kleinen Prozessen und Wegen auf der Spur. Mit dem entwickelten Online-Lichtmikroskop können die Forscher biotechnologische Prozesse verfolgen, zum Beispiel bei Hefe und Tierzellen. Die Zellen werden in ein Nährmedium gegeben, und Veränderungen während des Zellwachstums können direkt in diesem beobachtet werden.
Aufwendiges Isolieren der Zellen unterbleibt, Verunreinigungen und Messfehler, die bei der Bestimmung der Prozesse von Hefen oder Zellen bisher außerhalb des Bioreaktors ablaufen, werden vermieden.
"Online", hier auch In-situ genannt, also direkt in der Nährlösung, können die Forscher Prozesse und Bestandteile messen. Ein Verfahren, das für die pharmazeutische Industrie zukunftsweisend ist. Eine vom Institut entwickelte Software ermöglicht, dass die so gewonnenen Daten und Bilder über einen Server und die Anbindung an das Internet mit Experten weltweit diskutiert und analysiert werden können. Ein Projekt, das die Möglichkeiten aktueller Fernwartungssysteme übertrifft.
Für die Entwicklung des In-Situ Mikroskops war eine interdisziplinäre Zusammenarbeit in den Bereichen Bioverfahrenstechnik, Chemie, Optik sowie Informationstechnologie erforderlich. Gerade diese Arbeit an der Schnittstelle innovativer Bereiche macht den Reiz dieses Projektes aus.

Monika Wegener | idw

Weitere Berichte zu: CeBIT Küsteningenieurwesen

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Digitalisierung von HR-Prozessen – tisoware auf der Personal Nord und Süd
21.03.2017 | tisoware Gesellschaft für Zeitwirtschaft mbH

nachricht Hochauflösende Laserstrukturierung dünner Schichten auf der LOPEC 2017
21.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise