Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Vom Schwibbogen bis zur Lagerhaltung

20.02.2007
Gekoppelte Funknetze ermöglichen in vielen Bereichen eine effiziente Kommunikation - Informatiker präsentieren auf der Fachmesse SIT 2007 eine Lösung für die Beschaffungslogistik sowie den ersten per Handy gesteuerten Schwibbogen der Welt

Dass das Handy heutzutage längst mehr ist als ein Telefon, beweisen auch die Forscher der Professur Technische Informatik an der TU Chemnitz: Sie entwickelten den ersten durch ein Handy gesteuerten Schwibbogen der Welt. Ihren weihnachtlichen Lichterbogen präsentieren die Informatiker vom 28. Februar bis 2. März 2007 auf dem Gemeinschaftsstand sächsischer Hochschulen auf der ersten Chemnitzer Fachmesse für Systeme, Industrie und Technologie, kurz SIT 2007 (Hochschulen (Messe Chemnitz, Halle 1, Stand F1). Seine Ansteuerung erfolgt über eine intelligente Schnittstelle, dem so genannten Bluetooth-Interface. Mit diesem Funkstandard lassen sich die Lichter des Schwibbogens drahtlos einzeln oder in Gruppen ein- und ausschalten und als Lauflicht einstellen. Messebesucher können auch selbst mit ihrem bluetooth-fähigen Handy den traditionell erzgebirgischen Schwibbogen bedienen.

"Natürlich ist es kaum zu erwarten, dass künftig im Erzgebirge viele per Handy gesteuerte Schwibbögen produziert werden. Wir wollen damit lediglich auf einfache Art und Weise zeigen, was mit modernen Kommunikationsmitteln möglich ist. Denn das, was beim Schwibbogen per Handy funktioniert, kann beispielsweise auch in anderen Anwendungen sinnvoll genutzt werden", erklärt Prof. Dr. Wolfram Hardt, Leiter der Professur Technische Informatik an der TU Chemnitz. "Dank der intelligenten Schnittstelle gehören Handys künftig zum Standardinterface für alle Steueraufgaben im Alltag und können darüber hinaus auch elektronische Geräte und Anlagen im Bereich der Gebäudeautomatisierung bis hin zum industriellen Umfeld zentral kontrollieren." Um die verschiedenen Technologien miteinander zu verbinden, entwickelten die Chemnitzer Informatiker ein einmaliges Konzept, das unterschiedlichste Funkstandards integriert und die transparente und effiziente Übertragung von Daten untereinander ermöglicht.

Besonders effizient ist diese Neuheit für die Beschaffungslogistik. Vom Wareneingang bis zum Transport ins Lager können mit der Chemnitzer Lösung die Vorgänge vollautomatisiert umgesetzt werden, unabhängig davon, ob die Waren durch einen Barcode oder RFID-Tag identifiziert werden. Der Informationsfluss für die Verarbeitung der Daten wird über verschiedene Funkstandards wie Bluetooth, WLAN oder andere On-Air- Kommunikationsmittel übertragen. "Die effiziente Kopplung der verschiedenen Funkstandards ermöglicht ein hohes Maß an Flexibilität, da Systeme problemlos erweiterbar sind, eine einfache Zusammenführung verschiedner Standardkomponenten möglich wird und nicht zuletzt Probleme bei der Vernetzung bisheriger Anlagen gelöst werden. Ebenfalls können Engpässe optimiert werden", ergänzt Projektmitarbeiterin Ariane Heller. "Vielleicht wird eines Tages auch der Versand von mit Bluetooth gesteuerten Schwibbögen mit Hilfe unserer Logistik-Anwendung realisiert", schmunzelt die Informatikerin.

... mehr zu:
»Handy »Schwibbogen

Weitere Informationen erteilen Prof. Dr. Wolfram Hardt, Telefon (03 71) 5 31 - 25 550, E- Mail hardt@cs.tu-chemnitz.de und Ariane Heller, Telefon (03 71) 5 31 - 35 023, E-Mail ariane.heller@informatik.tu-chemnitz.de

Mario Steinebach | Technische Universität Chemnitz
Weitere Informationen:
http://www.tu-chemnitz.de

Weitere Berichte zu: Handy Schwibbogen

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht IHP präsentiert sich auf der productronica 2017
17.11.2017 | IHP - Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik

nachricht Rittal auf der Messe "Meer Kontakte": IT sicher und platzsparend an Bord
08.11.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Im Focus: «Kosmische Schlange» lässt die Struktur von fernen Galaxien erkennen

Die Entstehung von Sternen in fernen Galaxien ist noch weitgehend unerforscht. Astronomen der Universität Genf konnten nun erstmals ein sechs Milliarden Lichtjahre entferntes Sternensystem genauer beobachten – und damit frühere Simulationen der Universität Zürich stützen. Ein spezieller Effekt ermöglicht mehrfach reflektierte Bilder, die sich wie eine Schlange durch den Kosmos ziehen.

Heute wissen Astronomen ziemlich genau, wie sich Sterne in der jüngsten kosmischen Vergangenheit gebildet haben. Aber gelten diese Gesetzmässigkeiten auch für...

Im Focus: A “cosmic snake” reveals the structure of remote galaxies

The formation of stars in distant galaxies is still largely unexplored. For the first time, astron-omers at the University of Geneva have now been able to closely observe a star system six billion light-years away. In doing so, they are confirming earlier simulations made by the University of Zurich. One special effect is made possible by the multiple reflections of images that run through the cosmos like a snake.

Today, astronomers have a pretty accurate idea of how stars were formed in the recent cosmic past. But do these laws also apply to older galaxies? For around a...

Im Focus: Pflanzenvielfalt von Wäldern aus der Luft abbilden

Produktivität und Stabilität von Waldökosystemen hängen stark von der funktionalen Vielfalt der Pflanzengemeinschaften ab. UZH-Forschenden gelang es, die Pflanzenvielfalt von Wäldern durch Fernerkundung mit Flugzeugen in verschiedenen Massstäben zu messen und zu kartieren – von einzelnen Bäumen bis hin zu ganzen Artengemeinschaften. Die neue Methode ebnet den Weg, um zukünftig die globale Pflanzendiversität aus der Luft und aus dem All zu überwachen.

Ökologische Studien zeigen, dass die Pflanzenvielfalt zentral ist für das Funktionieren von Ökosys-temen. Wälder mit einer höheren funktionalen Vielfalt –...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungen

Roboter für ein gesundes Altern: „European Robotics Week 2017“ an der Frankfurt UAS

17.11.2017 | Veranstaltungen

Börse für Zukunftstechnologien – Leichtbautag Stade bringt Unternehmen branchenübergreifend zusammen

17.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

IHP präsentiert sich auf der productronica 2017

17.11.2017 | Messenachrichten

Roboter schafft den Salto rückwärts

17.11.2017 | Innovative Produkte